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Hochschule Koblenz gewinnt Forschungspreis zum demografischen Wandel

20.06.2013
Mit seinem Projekt „Demografischer Wandel ist nichts für Feiglinge!“ gehört der Fachbereich Sozialwissenschaften der Hochschule Koblenz zu den Preisträgern des Hochschulwettbewerbs im Wissenschaftsjahr 2013.

Zehn Nachwuchswissenschaftler und Gruppen von jungen Forschern aus dem gesamten Bundesgebiet wurden von einer Fachjury prämiert. Mit dem Preisgeld von 10.000 Euro pro Projekt können sie die Ideen zur öffentlichkeitswirksamen Vermittlung ihrer Forschung bis Ende des Wissenschaftsjahres umsetzen.

In Zusammenarbeit mit der freien Theatergruppe „Die Findlinge“ wird Sabine Link, wissenschaftliche Mitarbeiterin im Fachbereich Sozialwissenschaften, ein humorvolles Theaterstück entwickeln und inszenieren. Dieses greift die vielfältigen Aspekte von Wissenschaft und Forschung zum demografischen Wandel auf.

„Auf spielerische Art und Weise möchten wir die Hintergründe, die Aktualität, die Brisanz, aber auch die Chancen und Möglichkeiten des Themas aufzeigen“, erklärt die Doktorandin. Die Proben zu dem Bühnenstück beginnen im nächsten Monat, die Premiere ist für den Oktober geplant. Die Gruppe wird das Theaterstück in Hochschulen, Schulen, Städten, Kreisen und Gemeinden in der Region Koblenz spielen. Im Anschluss an die Aufführungen findet jeweils ein moderierter Dialog mit den Zuschauern statt.

Mit dem bundesweiten Hochschulwettbewerb „Den demografischen Wandel gestalten – aber wie? Nachwuchswissenschaftler kommunizieren ihre Arbeit“ hatte Wissenschaft im Dialog (WiD) Nachwuchswissenschaftler aufgerufen, Kommunikationsideen zur Vermittlung von Forschung und Wissenschaft im Bereich der demografischen Entwicklung zu erarbeiten. Im Mittelpunkt sollten die drei Handlungsfelder des Wissenschaftsjahres 2013 „Wir leben länger. Wir werden weniger. Wir werden vielfältiger“ stehen. Der Wettbewerb wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung im Rahmen des Wissenschaftsjahres 2013 gefördert.

Die von der Jury ausgezeichneten Projektideen wurden von Forschern unterschiedlichster wissenschaftlicher Disziplinen eingereicht und sind interdisziplinär ausgerichtet: Ein Team von der Fakultät für Architektur der Technischen Universität Dresden plant mit Jugendlichen die Entwicklung einer intergenerationalen Spiele-Software, die Alterserkrankungen jugendgerecht erklärt und eine Brücke zur Erfahrungswelt älterer Menschen schlägt. Design-Nachwuchswissenschaftler der Hochschule Niederrhein wollen mit dreidimensionalen Riesenbuchstaben und Wörtern im öffentlichen Raum auf Sprachbarrieren im Kontext der Migrationsgesellschaft hinweisen und gesellschaftliche Diskussionen zur Integration anstoßen. Im Rahmen des Projekts „Bunter, älter, mobiler“ der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster entwickeln Studierende gemeinsam mit Schülern besonders benutzerfreundliche Apps für ältere Menschen und Migranten. Und der Fachbereich Sozialwissenschaften der Hochschule Koblenz bringt den demografischen Wandel unterhaltsam auf die Bühne – wissenschaftlich fundiert und zum Nachdenken anregend.

Im Juli werden die Gewinnerteams von Wissenschaft im Dialog in einem Workshop in Strategien und Maßnahmenplanung für die Kommunikation von Wissenschaft geschult. Anfang Dezember werden alle Projekte bei einer Abschlussveranstaltung in Berlin präsentiert.

Christiane Gandner | idw
Weitere Informationen:
http://www.wissenschaft-im-dialog.de/

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