Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Hochschule Koblenz erhielt Innovationspreis Rheinland-Pfalz 2012

05.11.2012
Für die Entwicklung zukunftsweisender Produkte sind in Trier sechs Unternehmen und die Hochschule Koblenz mit dem Innovationspreis Rheinland-Pfalz 2012 ausgezeichnet worden. Die Auszeichnungen sind nach Angaben des Wirtschaftsministeriums in Mainz mit insgesamt 50 000 Euro dotiert.
Mit dem Innovationspreis honoriert das Ministerium für Wirtschaft, Klimaschutz, Energie und Landesplanung jährlich besonders innovative Forschungseinrichtungen und Unternehmen als Anerkennung ihrer Leistungen und ihres Einsatzes für wegweisende Produkte in der Wirtschaft des Landes. Eine Jury hatte die Auswahl aus 65 Bewerbungen getroffen.

Für die erfolgreichste Kooperation zwischen Wirtschaft und Wissenschaft erhielten die beiden Professoren Dr. Georg Ankerhold und Dr. Peter Kohns von der Hochschule Koblenz, die am RheinAhrCampus in Remagen tätig sind, zusammen mit dem Koblenzer Unternehmen Kennametal Stellite GmbH den begehrten Preis. Dem Festakt in Trier wohnten auch der Präsident der Hochschule Koblenz, Prof. Dr. Kristian Bosselmann-Cyran, sowie der Vizepräsident für Forschung, Prof. Dr. Dietrich Holz, bei. Prämiert wurde ein optisch-spektroskopisches Messsystem, mit dem Fehlbeschichtungen frühzeitig erkannt und vermieden werden können.

Die Beschichtung metallischer Oberflächen wie zum Beispiel im Motorenbau oder bei Turbinenanlagen, um diese härter, hitzebeständiger, verschleißfester zu machen und vor Korrosion zu schützen, ist heute eine Schlüsseltechnologie im High-Tech-Maschinenbau. Typischerweise werden dabei Legierungen aus Metallen mit den Oberflächen verschmolzen. Diese Hochtemperaturprozesse sind jedoch sehr empfindlich gegenüber Störungen zum Beispiel bei Verunreinigungen oder Restfeuchte der Materialien. Auch geringste Abweichungen im Prozess können zu Fehlern und damit zu drastischen Qualitätseinbußen bei der Beschichtung führen.

Ein neuartiges spektroskopisches Kontrollverfahren wurde dazu am RheinAhrCampus entwickelt. Dieses Kontrollverfahren liefert dem weltweit tätigen Koblenzer Unternehmen nun einen entscheidenden Wettbewerbsvorteil in seiner Branche. Spektroskopische Kontrolle nutzt den Umstand, dass bei diesen Hochtemperaturprozessen jeweils ein ganz eigenes Lichtspektrum abgestrahlt wird. Temperaturschwankungen oder sonstige Störungen verursachen Änderungen in diesem Lichtspektrum und können messtechnisch registriert und ausgewertet werden. Gegebenenfalls lassen sich Störungen dann durch eine Gegenregelung korrigieren. Eine in Folge gleichbleibend hohe Schichtqualität und ein deutlich geringerer Ausschuss ergeben einen klaren ökonomischen und ökologischen Vorteil.

"Der Erfolg ist eindrucksvoll. Es zeigt sich, dass es Unternehmen mit dem Mut zu neuen Produkten und Herstellungsweisen gelingt, sich neue Märkte zu erobern und sich am Markt zu behaupten", so lobt Dr. Joe Weingarten, Abteilungsleiter im Wirtschaftsministerium Rheinland-Pfalz die Preisträger bei der Verleihung des Innovationspreises in Trier.

"Rheinland-Pfalz sieht Innovationspolitik als zentralen Teil der Wirtschaftspolitik und unterstützt deshalb vor allem Ideen und Initiativen, die zu neuen Produkten, Verfahren und Dienstleistungen in kleinen und mittleren Unternehmen führen." Das Wirtschaftsministerium sieht die Preisträger als Vorreiter auf dem Weg zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit durch Innovationen.

Christiane Gandner | idw
Weitere Informationen:
http://www.hs-koblenz.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht Förderung des Instituts für Lasertechnik und Messtechnik in Ulm mit rund 1,63 Millionen Euro
24.03.2017 | Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau Baden-Württemberg

nachricht TU-Bauingenieure koordinieren EU-Projekt zu Recycling-Beton von über sieben Millionen Euro
24.03.2017 | Technische Universität Kaiserslautern

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Wegweisende Erkenntnisse für die Biomedizin: NAD⁺ hilft bei Reparatur geschädigter Erbinformationen

Eine internationale Forschergruppe mit dem Bayreuther Biochemiker Prof. Dr. Clemens Steegborn präsentiert in 'Science' neue, für die Biomedizin wegweisende Forschungsergebnisse zur Rolle des Moleküls NAD⁺ bei der Korrektur von Schäden am Erbgut.

Die Zellen von Menschen und Tieren können Schäden an der DNA, dem Träger der Erbinformation, bis zu einem gewissen Umfang selbst reparieren. Diese Fähigkeit...

Im Focus: Designer-Proteine falten DNA

Florian Praetorius und Prof. Hendrik Dietz von der Technischen Universität München (TUM) haben eine neue Methode entwickelt, mit deren Hilfe sie definierte Hybrid-Strukturen aus DNA und Proteinen aufbauen können. Die Methode eröffnet Möglichkeiten für die zellbiologische Grundlagenforschung und für die Anwendung in Medizin und Biotechnologie.

Desoxyribonukleinsäure – besser bekannt unter der englischen Abkürzung DNA – ist die Trägerin unserer Erbinformation. Für Prof. Hendrik Dietz und Florian...

Im Focus: Fliegende Intensivstationen: Ultraschallgeräte in Rettungshubschraubern können Leben retten

Etwa 21 Millionen Menschen treffen jährlich in deutschen Notaufnahmen ein. Im Kampf zwischen Leben und Tod zählt für diese Patienten jede Minute. Wenn sie schon kurz nach dem Unfall zielgerichtet behandelt werden können, verbessern sich ihre Überlebenschancen erheblich. Damit Notfallmediziner in solchen Fällen schnell die richtige Diagnose stellen können, kommen in den Rettungshubschraubern der DRF Luftrettung und zunehmend auch in Notarzteinsatzfahrzeugen mobile Ultraschallgeräte zum Einsatz. Experten der Deutschen Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin e.V. (DEGUM) schulen die Notärzte und Rettungsassistenten.

Mit mobilen Ultraschallgeräten können Notärzte beispielsweise innere Blutungen direkt am Unfallort identifizieren und sie bei Bedarf auch für Untersuchungen im...

Im Focus: Gigantische Magnetfelder im Universum

Astronomen aus Bonn und Tautenburg in Thüringen beobachteten mit dem 100-m-Radioteleskop Effelsberg Galaxienhaufen, das sind Ansammlungen von Sternsystemen, heißem Gas und geladenen Teilchen. An den Rändern dieser Galaxienhaufen fanden sie außergewöhnlich geordnete Magnetfelder, die sich über viele Millionen Lichtjahre erstrecken. Sie stellen die größten bekannten Magnetfelder im Universum dar.

Die Ergebnisse werden am 22. März in der Fachzeitschrift „Astronomy & Astrophysics“ veröffentlicht.

Galaxienhaufen sind die größten gravitativ gebundenen Strukturen im Universum, mit einer Ausdehnung von etwa zehn Millionen Lichtjahren. Im Vergleich dazu ist...

Im Focus: Giant Magnetic Fields in the Universe

Astronomers from Bonn and Tautenburg in Thuringia (Germany) used the 100-m radio telescope at Effelsberg to observe several galaxy clusters. At the edges of these large accumulations of dark matter, stellar systems (galaxies), hot gas, and charged particles, they found magnetic fields that are exceptionally ordered over distances of many million light years. This makes them the most extended magnetic fields in the universe known so far.

The results will be published on March 22 in the journal „Astronomy & Astrophysics“.

Galaxy clusters are the largest gravitationally bound structures in the universe. With a typical extent of about 10 million light years, i.e. 100 times the...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Rund 500 Fachleute aus Wissenschaft und Wirtschaft diskutierten über technologische Zukunftsthemen

24.03.2017 | Veranstaltungen

Lebenswichtige Lebensmittelchemie

23.03.2017 | Veranstaltungen

Die „Panama Papers“ aus Programmierersicht

22.03.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Rund 500 Fachleute aus Wissenschaft und Wirtschaft diskutierten über technologische Zukunftsthemen

24.03.2017 | Veranstaltungsnachrichten

Förderung des Instituts für Lasertechnik und Messtechnik in Ulm mit rund 1,63 Millionen Euro

24.03.2017 | Förderungen Preise

TU-Bauingenieure koordinieren EU-Projekt zu Recycling-Beton von über sieben Millionen Euro

24.03.2017 | Förderungen Preise