Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Hochdotierter BALZAN Preis an deutschen Theaterwissenschaftler und japanischen Stammzellenforscher

07.09.2010
Manfred Brauneck und Shinya Yamanaka erhalten je eine Million Schweizer Franken (ca. EUR 750.000)

Heute wurden in Mailand die Namen der Balzan Preisträger 2010 bekannt gegeben:

- MANFRED BRAUNECK (Deutschland), Universität Hamburg, Zentrum für Theaterforschung, für Geschichte des Theaters in all seinen Ausdrucksformen

- SHINYA YAMANAKA (Japan/USA), Universität Kyoto, Institut für Integrierte Zellmaterial-Wissenschaften, für Stammzellen: Biologie und potenzielle Anwendungen

- JACOB PALIS (Brasilien), Universität Rio de Janeiro, Institut für reine und angewandte Mathematik (IMPA), für Mathematik (reine oder angewandte)

- CARLO GINZBURG (Italien), Scuola Normale Superiore di Pisa, Accademia Nazionale dei Lincei, für Geschichte Europas (1400 -1700)

Das Profil der Preisträger und die Begründungen für die Auszeichnungen, die am 19. November im Quirinalspalast in Rom durch Giorgio Napolitano, Präsident der Italienischen Republik, verliehen werden, wurden von Mitgliedern des Preisverleihungskomitees der Internationalen Balzan Stiftung dargelegt:

Gottfried Scholz* begründete die Vergabe des Preises für Geschichte des Theaters in all seinen Ausdrucksformen an Manfred Brauneck folgendermaßen:
"Für seine umfassende Darstellung von zweieinhalb Jahrtausenden europäischer Theatergeschichte sowie für seine Forschungen über Strömungen und Fakten weltweiter Ausprägungen theatralischer Aktivitäten."

* Emeritierter Professor für Musikanalytik der Universität für Musik und darstellende Kunst, Wien; Mitglied der Sudetendeutschen Akademie der Wissenschaften und Künste, München.

Nicole Le Douarin* begründete die Vergabe des Preises für Stammzellen: Biologie und potenzielle Anwendungen an Shinya Yamanaka folgendermaßen:
"Für die Entdeckung einer Methode zur Transformation ausdifferenzierter Zellen in solche mit Eigenschaften embryonaler Stammzellen."

* Emeritierte Professorin des Collège de France; Mitglied des Institut de France und Ständige Sekretärin ehrenhalber der Académie des Sciences.

Étienne Ghys* begründete die Vergabe des Preises für Mathematik (reine oder angewandte) an Jacob Palis folgendermaßen:
"Für seine grundlegenden Beiträge im Bereich der mathematischen Theorie dynamischer Systeme."

* Forschungsdirektor am CNRS (Nationales Wissenschaftliches Forschungszentrum), Abteilung für reine und angewandte Mathematik, École Normale Supérieure de Lyon.

Quentin Skinner* begründete die Vergabe des Preises für Geschichte Europas (1400-1700) an Carlo Ginzburg folgendermaßen:
"Für seine außerordentliche Fähigkeit, Einbildungskraft, wissenschaftliche Genauigkeit und literarisches Talent zu verbinden, um den Volksglauben des frühneuzeitlichen Europas zu erklären und zu veranschaulichen."

* Barber Beaumont Professor of the Humanities, Queen Mary, Universität London; Fellow der British Academy und des Christ s College Cambridge; ausländisches Mitglied der Accademia Nazionale dei Lincei, Rom.

Der Präsident des Preisverleihungskomitees, Professor Salvatore Veca, gab gleichzeitig die Themen für die Preisausschreibung 2011 bekannt: Geschichte des griechisch-römischen Altertums, Die Aufklärung, Theoretische Biologie und Bioinformatik, Das frühe Universum (von der Planckzeit zu den ersten Galaxien).

Die Preissumme der vier Balzan Preise 2011 wird 750.000 Schweizer Franken betragen (ca. EUR 570.000).

Die Preisgebiete der Internationalen Balzan Stiftung variieren jedes Jahr, um besonders innovative Forschung auf den Gebieten der Geistes- und Sozialwissenschaften, der Kunst sowie den Naturwissenschaften, der Physik, Mathematik und Medizin zu würdigen, die im Gegensatz zu traditionellen Wissenschaftsgebieten oftmals spezieller und interdisziplinärer ausgerichtet sind. Gleichzeitig erinnerte er auch an die Aufforderung der Internationalen Balzan Stiftung, die Hälfte des Preisgeldes, das die Preisträger eines jeden Fachgebietes erhalten, für die Finanzierung von Forschungsprojekten aufzuwenden, die vorzugsweise von jungen Wissenschaftlern und Forschern durchgeführt werden sollen.

Anschließend an die Veranstaltung, die in Mailand unter der Schirmherrschaft der Stadt Mailand stattfand, folgte eine Vorlesung von Paolo Rossi Monti, Balzan Preisträger 2009 für Wissenschaftsgeschichte.

Die Internationale Balzan Stiftung wurde im Jahr 1957 gegründet und hat ihre Sitze in zwei Städten. Die Internationale Balzan Stiftung "Preis" in Mailand, unter dem Vorsitz des Botschafters Bruno Bottai, bestimmt durch das Preisverleihungskomitee die Fachbereiche und wählt die Kandidaten aus. Die Internationale Balzan Stiftung "Fonds" in Zürich, unter dem Vorsitz von Achille Casanova, verwaltet den Nachlass von Eugenio Balzan.

Hier können Sie Informationen und Fotos der Preisträger downloaden: http://www.balzan.org bzw. bei folgendem Medienkontakt beziehen:

Till C. Jelitto
PR&D - Public Relations für Forschung und Bildung - Wien T +43 1 505 70 44 E jelitto@prd.at

***** PR&D ist übersiedelt. Neue Adresse in der Signatur *****

----------------------------------------------------------------
Michaela S. Kölpl
PR-Assistentin & Office Managerin
PR&D - Public Relations für Forschung & Bildung
T +43 1 505 70 44
F +43 1 505 50 83
E koelpl@prd.at
Mariannengasse 8
1090 Vienna, Austria
http://www.prd.at

Michaela S. Kölpl | PR&D
Weitere Informationen:
http://www.balzan.org

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht Über 1,6 Millionen Euro für Forschung im Bereich Innovative Materialien und Werkstofftechnologie
17.05.2017 | Hochschule Osnabrück

nachricht MHH-Forscher beleben Narbengewebe in der Leber wieder
16.05.2017 | Medizinische Hochschule Hannover

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Tumult im trägen Elektronen-Dasein

Ein internationales Team von Physikern hat erstmals das Streuverhalten von Elektronen in einem nichtleitenden Material direkt beobachtet. Ihre Erkenntnisse könnten der Strahlungsmedizin zu Gute kommen.

Elektronen in nichtleitenden Materialien könnte man Trägheit nachsagen. In der Regel bleiben sie an ihren Plätzen, tief im Inneren eines solchen Atomverbunds....

Im Focus: Turmoil in sluggish electrons’ existence

An international team of physicists has monitored the scattering behaviour of electrons in a non-conducting material in real-time. Their insights could be beneficial for radiotherapy.

We can refer to electrons in non-conducting materials as ‘sluggish’. Typically, they remain fixed in a location, deep inside an atomic composite. It is hence...

Im Focus: Hauchdünne magnetische Materialien für zukünftige Quantentechnologien entwickelt

Zweidimensionale magnetische Strukturen gelten als vielversprechendes Material für neuartige Datenspeicher, da sich die magnetischen Eigenschaften einzelner Molekülen untersuchen und verändern lassen. Forscher haben nun erstmals einen hauchdünnen Ferrimagneten hergestellt, bei dem sich Moleküle mit verschiedenen magnetischen Zentren auf einer Goldfläche selbst zu einem Schachbrettmuster anordnen. Dies berichten Wissenschaftler des Swiss Nanoscience Institutes der Universität Basel und des Paul Scherrer Institutes in der Wissenschaftszeitschrift «Nature Communications».

Ferrimagneten besitzen zwei magnetische Zentren, deren Magnetismus verschieden stark ist und in entgegengesetzte Richtungen zeigt. Zweidimensionale, quasi...

Im Focus: Neuer Ionisationsweg in molekularem Wasserstoff identifiziert

„Wackelndes“ Molekül schüttelt Elektron ab

Wie reagiert molekularer Wasserstoff auf Beschuss mit intensiven ultrakurzen Laserpulsen? Forscher am Heidelberger MPI für Kernphysik haben neben bekannten...

Im Focus: Wafer-thin Magnetic Materials Developed for Future Quantum Technologies

Two-dimensional magnetic structures are regarded as a promising material for new types of data storage, since the magnetic properties of individual molecular building blocks can be investigated and modified. For the first time, researchers have now produced a wafer-thin ferrimagnet, in which molecules with different magnetic centers arrange themselves on a gold surface to form a checkerboard pattern. Scientists at the Swiss Nanoscience Institute at the University of Basel and the Paul Scherrer Institute published their findings in the journal Nature Communications.

Ferrimagnets are composed of two centers which are magnetized at different strengths and point in opposing directions. Two-dimensional, quasi-flat ferrimagnets...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Diabetes Kongress 2017:„Closed Loop“-Systeme als künstliche Bauchspeicheldrüse ab 2018 Realität

23.05.2017 | Veranstaltungen

Aachener Werkzeugmaschinen-Kolloquium 2017: Internet of Production für agile Unternehmen

23.05.2017 | Veranstaltungen

14. Dortmunder MST-Konferenz zeigt individualisierte Gesundheitslösungen mit Mikro- und Nanotechnik

22.05.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Medikamente aus der CLOUD: Neuer Standard für die Suche nach Wirkstoffkombinationen

23.05.2017 | Biowissenschaften Chemie

Diabetes Kongress 2017:„Closed Loop“-Systeme als künstliche Bauchspeicheldrüse ab 2018 Realität

23.05.2017 | Veranstaltungsnachrichten

CAST-Projekt setzt Dunkler Materie neue Grenzen

23.05.2017 | Physik Astronomie