Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Hochdotierte Förderung des Europäischen Forschungsrats für Heidelberger Mathematiker

16.08.2013
Dr. Bastian Goldlücke erhält ERC Starting Grant für Forschungsarbeiten zur Bildverarbeitung von Lichtfeldern

Der Heidelberger Mathematiker Dr. Bastian Goldlücke erhält eine hochdotierte Förderung des Europäischen Forschungsrats (ERC), einen ERC Starting Grant für exzellente junge Forscher.

Über einen Zeitraum von fünf Jahren wird damit ein Forschungsvorhaben an der Universität Heidelberg gefördert, in dem sich der Wissenschaftler mit der Aufnahme und Bildverarbeitung sogenannter Lichtfelder befassen wird. Für das Projekt „Light Field Imaging and Analysis“, das am Heidelberg Collaboratory for Image Processing (HCI) des Interdisziplinären Zentrums für Wissenschaftliches Rechnen angesiedelt ist, stehen Dr. Goldlücke rund 1,5 Millionen Euro an Fördermitteln zur Verfügung. Die Arbeiten sollen im kommenden Jahr beginnen.

„Das Lichtfeld einer Szene lässt sich am besten beschreiben als eine Sammlung von Aufnahmen, die aus unterschiedlichen Ansichten gewonnen wurden“, erläutert Dr. Goldlücke. Dank moderner Kameratechnologie ist es möglich, solche Lichtfelder unmittelbar aufzunehmen. Sie enthalten dabei anders als konventionelle Bilder auch richtungsabhängige Informationen.

„Ziel unserer Forschungsarbeiten ist es, robuste neuartige Verfahren zu entwickeln, mit denen die geometrische Struktur einer Szene, die Oberflächeneigenschaften der Objekte und die Beleuchtung rekonstruiert werden können. Aus Lichtfeldern lassen sich viel mehr Informationen gewinnen als aus Bildern“, so der Heidelberger Mathematiker.

„Anwendungen für Verfahren ergeben sich neben der Erstellung von dreidimensionalen multimedialen Inhalten bei der industriellen Qualitätskontrolle, bei Fahrerassistenzsystemen, bei Robotnavigation sowie in den Bio- und Umweltwissenschaften“, sagt Dr. Goldlücke.

Bastian Goldlücke (Jahrgang 1974) studierte Mathematik und Informatik an der Technischen Universität Ilmenau und schloss sein Mathematikstudium an der Universität Marburg mit dem Diplom ab. Anschließend folgte die Promotion am Max-Planck-Institut für Informatik in Saarbrücken.

Von 2006 bis 2008 arbeitete Dr. Goldlücke als Softwareingenieur auf dem Gebiet der industriellen Bildverarbeitung, ehe er 2008/2009 als Postdoktorand an der Universität Bonn und 2010/2011 als Akademischer Rat an der Technischen Universität München tätig war. Nach einer Lehrstuhlvertretung am HCI leitet Bastian Goldlücke dort seit März vergangenen Jahres die Arbeitsgruppe „Light Field Analysis“.

Das Heidelberg Collaboratory for Image Processing ist eines der „Industry on Campus“-Projekte der Universität Heidelberg; am HCI wird Grundlagen- und anwendungsorientierte Forschung in der Bildverarbeitung zusammen mit namhaften Partnern aus der Wirtschaft – Bosch, Sony Deutschland, Zeiss, Heidelberg Engineering, Silicon Software und PCO – durchgeführt.

Der ERC Starting Grant wird an herausragende junge Wissenschaftler in Europa vergeben. Kriterien für die Förderung sind die wissenschaftliche Exzellenz der Nachwuchsforscher und das innovative Potenzial ihrer Forschungsideen.

Kontakt:
Dr. Bastian Goldlücke
Heidelberg Collaboratory for Image Processing
Telefon (06221) 54-5283
bastian.goldluecke@iwr.uni-heidelberg.de
Kommunikation und Marketing
Pressestelle, Telefon (06221) 54-2311
presse@rektorat.uni-heidelberg.de

Marietta Fuhrmann-Koch | idw
Weitere Informationen:
http://www.uni-heidelberg.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht Signal-Shaping macht Bits und Bytes Beine
23.11.2017 | VDE Verband der Elektrotechnik Elektronik Informationstechnik e.V.

nachricht CAU-Wissenschaftlerin erhält EU-Förderung zur Entwicklung neuer Implantate
22.11.2017 | Christian-Albrechts-Universität zu Kiel

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Reibungswärme treibt hydrothermale Aktivität auf Enceladus an

Computersimulation zeigt, wie der Eismond Wasser in einem porösen Gesteinskern aufheizt

Wärme aus der Reibung von Gestein, ausgelöst durch starke Gezeitenkräfte, könnte der „Motor“ für die hydrothermale Aktivität auf dem Saturnmond Enceladus sein....

Im Focus: Frictional Heat Powers Hydrothermal Activity on Enceladus

Computer simulation shows how the icy moon heats water in a porous rock core

Heat from the friction of rocks caused by tidal forces could be the “engine” for the hydrothermal activity on Saturn's moon Enceladus. This presupposes that...

Im Focus: Kleine Strukturen – große Wirkung

Innovative Schutzschicht für geringen Verbrauch künftiger Rolls-Royce Flugtriebwerke entwickelt

Gemeinsam mit Rolls-Royce Deutschland hat das Fraunhofer-Institut für Werkstoff- und Strahltechnik IWS im Rahmen von zwei Vorhaben aus dem...

Im Focus: Nanoparticles help with malaria diagnosis – new rapid test in development

The WHO reports an estimated 429,000 malaria deaths each year. The disease mostly affects tropical and subtropical regions and in particular the African continent. The Fraunhofer Institute for Silicate Research ISC teamed up with the Fraunhofer Institute for Molecular Biology and Applied Ecology IME and the Institute of Tropical Medicine at the University of Tübingen for a new test method to detect malaria parasites in blood. The idea of the research project “NanoFRET” is to develop a highly sensitive and reliable rapid diagnostic test so that patient treatment can begin as early as possible.

Malaria is caused by parasites transmitted by mosquito bite. The most dangerous form of malaria is malaria tropica. Left untreated, it is fatal in most cases....

Im Focus: Transparente Beschichtung für Alltagsanwendungen

Sport- und Outdoorbekleidung, die Wasser und Schmutz abweist, oder Windschutzscheiben, an denen kein Wasser kondensiert – viele alltägliche Produkte können von stark wasserabweisenden Beschichtungen profitieren. Am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) haben Forscher um Dr. Bastian E. Rapp einen Werkstoff für solche Beschichtungen entwickelt, der sowohl transparent als auch abriebfest ist: „Fluoropor“, einen fluorierten Polymerschaum mit durchgehender Nano-/Mikrostruktur. Sie stellen ihn in Nature Scientific Reports vor. (DOI: 10.1038/s41598-017-15287-8)

In der Natur ist das Phänomen vor allem bei Lotuspflanzen bekannt: Wassertropfen perlen von der Blattoberfläche einfach ab. Diesen Lotuseffekt ahmen...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Kinderanästhesie aktuell: Symposium für Ärzte und Pflegekräfte

23.11.2017 | Veranstaltungen

IfBB bei 12th European Bioplastics Conference mit dabei: neue Marktzahlen, neue Forschungsthemen

22.11.2017 | Veranstaltungen

Zahnimplantate: Forschungsergebnisse und ihre Konsequenzen – 31. Kongress der DGI

22.11.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Kinderanästhesie aktuell: Symposium für Ärzte und Pflegekräfte

23.11.2017 | Veranstaltungsnachrichten

Seminar „Leichtbau im Automobil- und Maschinenbau“ im Haus der Technik Berlin am 16. - 17. Januar 2018

23.11.2017 | Seminare Workshops

Biohausbau-Unternehmen Baufritz erhält von „ Capital“ die Auszeichnung „Beste Ausbilder Deutschlands“

23.11.2017 | Unternehmensmeldung