Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Hoch dotierter EU-Förderbeitrag für Basler Neurobiologin Silvia Arber

18.01.2010
Die Neurobiologin Prof. Silvia Arber vom Biozentrum der Universität Basel und vom Friedrich Miescher Institut erhält einen renommierten "ERC Advanced Investigator Grant" des Europäischen Forschungsrats zugesprochen. Mit dieser Auszeichnung für europäische Spitzenforschende wird Arbers Forschungsarbeit über neuronale Netzwerke mit 3,7 Mio. Franken gefördert.

In Zentrum des ERC-Forschungsprojekts von Prof. Silvia Arber und ihrem Team steht die Erforschung der Verschaltung und Funktionsweise neuronaler Netzwerke, die für die Kontrolle von Bewegungsabläufen zuständig sind. Diese sogenannten motorischen Netzwerke befinden sich im Rückenmark und Gehirn. Sie sind verantwortlich für die Steuerung der komplexen Aktivierungsmuster der vielen Muskeln, die unsere Bewegung kontrollieren. Das Projekt wird eine Vielzahl neuartiger Methoden nutzen, um die bisher wenig erforschten Mechanismen zu verstehen, welche motorische Netzwerkbildung und Funktion kontrollieren.

Aussergewöhnliche Forscherin
Mit dem "ERC Advanced Investigator Grant" würdigt der Europäische Forschungsrat die ambitionierte und unkonventionelle Arbeit einer jungen Wissenschaftlerin, die bereits heute auf eine aussergewöhnliche Karriere blicken kann. Mit 32 Jahren wurde Silvia Arber im Jahr 2000 Professorin für Neurobiologie am Biozentrum und am Basler Friedrich Miescher Institut für biomedizinische Forschung (FMI), das zur Novartis-Forschungsstiftung gehört.

Für die Schweizer Forscherin ist dies nicht die erste Auszeichnung. Gleich zu Beginn ihrer Karriere erhielt sie zwei Auszeichnungen für die beste Doktorarbeit, die sie im Friedrich Miescher Institut in Basel bei Pico Caroni durchführte. Danach wurde sie für ihre Forschungserfolge mit weiteren Preisen ausgezeichnet, darunter 1999 mit dem "Human Frontier Science Programm"-Jubiläumspreis für Nachwuchsforscher, 2003 mit der Europäischen Eppendorf-Auszeichnung für Nachwuchsforscher, 2004 mit dem Nationalen Latsis-Preis, 2005 mit dem Schellenberg-Preis und 2008 mit dem Friedrich-Miescher-Preis.

Dritter "ERC Advanced Investigator Grant" für Universität Basel
Der "ERC Advanced Investigator Grant" des Europäischen Forschungsrats wird ausschliesslich an etablierte Spitzenforscherinnen und -forscher in Europa vergeben, die in einem strikten Selektionsverfahren ausgewählt werden. Die Auszeichnung ist auf fünf Jahre ausgerichtet.

Der EU-Förderbeitrag an Prof. Silvia Arber ist der erste "ERC Advanced Investigator Grant" für das Biozentrum der Universität Basel, aber bereits der dritte, der an die Universität Basel vergeben wird: 2008 erhielt Prof. Dr. Christian Körner vom Botanischen Institut und 2009 Prof. John P. Maier vom Departement Chemie diese hoch dotierte Förderung.

Weitere Auskünfte
Prof. Dr. Sivia Arber, Departement Biozentrum, Universität Basel, Tel. +41 (0) 61 267 20 57, E-Mail: silvia.arber@unibas.ch

Reto Caluori | idw
Weitere Informationen:
http://www.biozentrum.unibas.ch/arber/index.html
http://www.unibas.ch

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht 1,4 Millionen Euro für Forschungsprojekte im Industrie 4.0-Kontext
20.07.2017 | Hochschule RheinMain

nachricht MOLLICool - Mobile thermoelektrische Kühlbandage ausgezeichnet
19.07.2017 | NMI Naturwissenschaftliches und Medizinisches Institut an der Universität Tübingen

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Molekulares Lego

Sie können ihre Farbe wechseln, ihren Spin verändern oder von fest zu flüssig wechseln: Eine bestimmte Klasse von Polymeren besitzt faszinierende Eigenschaften. Wie sie das schaffen, haben Forscher der Uni Würzburg untersucht.

Bei dieser Arbeit handele es sich um ein „Hot Paper“, das interessante und wichtige Aspekte einer neuen Polymerklasse behandelt, die aufgrund ihrer Vielfalt an...

Im Focus: Das Universum in einem Kristall

Dresdener Forscher haben in Zusammenarbeit mit einem internationalen Forscherteam einen unerwarteten experimentellen Zugang zu einem Problem der Allgemeinen Realitätstheorie gefunden. Im Fachmagazin Nature berichten sie, dass es ihnen in neuartigen Materialien und mit Hilfe von thermoelektrischen Messungen gelungen ist, die Schwerkraft-Quantenanomalie nachzuweisen. Erstmals konnten so Quantenanomalien in simulierten Schwerfeldern an einem realen Kristall untersucht werden.

In der Physik spielen Messgrößen wie Energie, Impuls oder elektrische Ladung, welche ihre Erscheinungsform zwar ändern können, aber niemals verloren gehen oder...

Im Focus: Manipulation des Elektronenspins ohne Informationsverlust

Physiker haben eine neue Technik entwickelt, um auf einem Chip den Elektronenspin mit elektrischen Spannungen zu steuern. Mit der neu entwickelten Methode kann der Zerfall des Spins unterdrückt, die enthaltene Information erhalten und über vergleichsweise grosse Distanzen übermittelt werden. Das zeigt ein Team des Departement Physik der Universität Basel und des Swiss Nanoscience Instituts in einer Veröffentlichung in Physical Review X.

Seit einigen Jahren wird weltweit untersucht, wie sich der Spin des Elektrons zur Speicherung und Übertragung von Information nutzen lässt. Der Spin jedes...

Im Focus: Manipulating Electron Spins Without Loss of Information

Physicists have developed a new technique that uses electrical voltages to control the electron spin on a chip. The newly-developed method provides protection from spin decay, meaning that the contained information can be maintained and transmitted over comparatively large distances, as has been demonstrated by a team from the University of Basel’s Department of Physics and the Swiss Nanoscience Institute. The results have been published in Physical Review X.

For several years, researchers have been trying to use the spin of an electron to store and transmit information. The spin of each electron is always coupled...

Im Focus: Das Proton präzise gewogen

Wie schwer ist ein Proton? Auf dem Weg zur möglichst exakten Kenntnis dieser fundamentalen Konstanten ist jetzt Wissenschaftlern aus Deutschland und Japan ein wichtiger Schritt gelungen. Mit Präzisionsmessungen an einem einzelnen Proton konnten sie nicht nur die Genauigkeit um einen Faktor drei verbessern, sondern auch den bisherigen Wert korrigieren.

Die Masse eines einzelnen Protons noch genauer zu bestimmen – das machen die Physiker um Klaus Blaum und Sven Sturm vom Max-Planck-Institut für Kernphysik in...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Operatortheorie im Fokus

20.07.2017 | Veranstaltungen

Technologietag der Fraunhofer-Allianz Big Data: Know-how für die Industrie 4.0

18.07.2017 | Veranstaltungen

DFG unterstützt Kongresse und Tagungen - September 2017

17.07.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

1,4 Millionen Euro für Forschungsprojekte im Industrie 4.0-Kontext

20.07.2017 | Förderungen Preise

Von photonischen Nanoantennen zu besseren Spielekonsolen

20.07.2017 | Physik Astronomie

Bildgebung von entstehendem Narbengewebe

20.07.2017 | Biowissenschaften Chemie