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HIV/AIDS Forschungspreis 2009 für HPI-Forscher

26.06.2009
Prof. Joachim Hauber vom Heinrich-Pette-Institut in Hamburg und Dr. Frank Buchholz vom Max-Planck-Institut in Dresden sind die diesjährigen Preisträger des HIV/AIDS-Forschungspreises der H.W. & J. Hector-Stiftung.

Der mit 20.000 Euro dotierte Preis wurde am 25. Juni 2009 im Rahmen des Deutsch-Österreichisch-Schweizerischen AIDS-Kongresses SÖDAK2009 in St. Gallen verliehen.

Die Forscher werden für ihre gemeinsame Arbeit zur Entfernung von HIV-1 aus infizierten Zellen geehrt, die sie im Jahr 2007 im renommierten Fachjournal Science veröffentlicht hatten (Sarkar et al., 2007 Science 316:1912-15).

Im Verlauf einer Infektion mit HIV-1 werden die viralen Gene fest in das Erbgut infizierter Zellen eingebaut. Deswegen kann die Virusvermehrung in infizierten Zellen bislang nur medikamentös unterdrückt, die Zellen aber nicht vollständig von HIV-1 geheilt werden.

Mit ihrer neuartigen biotechnologischen Methode gelang es den Kooperationspartnern aus Hamburg und Dresden erstmals, das integrierte HIV-1 Erbgut wieder aus der chromosomalen DNA infizierter Zellen zu entfernen. Das geschieht mit Hilfe einer hochspezifischen molekularen Schere, der Tre-Rekombinase.

Das Projekt wird durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) im Rahmen der GO-Bio Initiative "Eradikation proviraler HIV-1 DNA aus Patientenzellen" gefördert. Für die nächsten drei Jahre stehen den Forschern 2.2 Mio Euro zur Verfügung, um erste Schritte von der wissenschaftlichen Idee hin zu einem möglichen marktfähigen Produkt gehen zu können.

Die H.W. & J. Hector-Stiftung engagiert sich in Wissenschaft und Bildung, sie unterstützt soziale Projekte und fördert die biomedizinische Forschung, insbesondere die Erforschung von HIV/AIDS und von Krebserkrankungen. Neben dreijährigen Förderprojekten wird alle zwei Jahre der mit 20.000 Euro dotierte Forschungspreis ausgeschrieben.

Dr. Angela Homfeld | idw
Weitere Informationen:
http://www.hpi-hamburg.de

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