Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

HHL-Gründerpreis "Ready for Business" kürt zwei Geschäftsideen

08.04.2009
Die Handelshochschule Leipzig (HHL) hat heute gemeinsam mit futureSAX, der Businessplan-Wettbewerb Sachsen GmbH, den HHL-Gründerpreis "Ready for Business" verliehen.

Die zum zweiten Mal vergebene Auszeichnung ging an die SWAN - Scientific Workflow Analysis GmbH sowie an die Druck und Werte GmbH. Die Gründer Dr. Thomas Neumuth (SWAN) bzw. Katharina Kunath (Druck und Werte) konnten die Jury, bestehend aus der HHL-Geschäftsleitung, Prof. Dr. Hans Wiesmeth (Rektor) und Dr. Judith Marquardt (Kanzlerin), sowie dem Leiter des Programms International Entrepreneurship an der HHL, Dr. Stephan Stubner und Lars Köhler, Prokurist von futureSAX, in einer Vorstellungsrunde überzeugen.

Die Gewinner werden an einem der folgenden Module des MBA-Programms der HHL teilnehmen können: "Managing New Ventures & Growth", "Managing Customers, Employees, Processes" oder "Managing Society".

Ausgezeichnet: SWAN - Scientific Workflow Analysis GmbH

Im Zentrum des Geschäftsmodells der SWAN - Scientific Workflow Analysis GmbH steht eine Software zur Prozessoptimierung von Abläufen in Kliniken und Praxiszentren. Hierbei geht es um die Aufnahme von Patienten- und Behandlungspfaden, bis hin zur Erfassung sehr fein granularer Vorgänge, wie z.B. chirurgischer Eingriffe. Die fundierte und gesicherte Beschreibung bildet die Grundlage, mit der die SWAN-Kunden ihre Entscheidungen informierter und zuverlässiger treffen können. Derartige Entscheidungen können technische Aspekte wie Evaluierung eines neuen Geräts, wirtschaftliche Aspekte wie Optimierung von Abläufen oder organisatorische Aspekte wie Analyse von administrativen Entscheidungsprozessen, umfassen. Die Vorteile für die Kunden dieses Spin-offs des Innovation Center Computer Assisted Surgery (ICCAS) der Medizinischen Fakultät der Universität Leipzig sind dabei unter anderem mehr Kontrolle und Sicherheit über Investitionen und mehr Transparenz in Abläufen und Vorgängen.

Ausgezeichnet: Druck und Werte GmbH

Die Druck und Werte GmbH wurde im Februar 2008 gegründet. Das Druckdienstleistungsunternehmen optimiert für seine Kunden Druck- und Medien-Herstellungsprozesse. Durch eine intelligente Verknüpfung von persönlicher Beratung, einer selbstentwickelten neuen Technologie und einem zertifizierten Lieferantenpool steuert Druck und Werte sogenannte "business-to-business" Einkaufs- und Produktionsprozesse effizient. Druck und Werte bietet Unternehmen angepasste Branchenlösungen. Im ersten Jahr hat das Leipziger Unternehmen laut eigenen Angaben ihr Umsatzziel erreicht und konnte das Team auf sieben fest angestellte Mitarbeiter erweitern.

"Gründerwettbewerbe sind wichtig!"

Wie wichtig ein Gründerwettbewerb wie der HHL-Gründerwettbewerb ist, betont Dr. Stephan Stubner: "Gründerwettbewerbe ermutigen die Leute, ihre Idee der Öffentlichkeit vorzustellen und in neue Netzwerke einzutauchen. Dies hilft bei der Bewältigung von Herausforderungen, die die Unternehmensgründung mit sich bringt. Die HHL bereitet ihre Studenten durch Business Plan-Seminare und praxisorientierte Veranstaltungen im Bereich Entrepreneurship intensiv auf die erfolgreiche Firmengründung vor."

Die Gründerschmiede HHL

Mit über 70 Gründungen durch HHL-Absolventen in den letzten zehn Jahren hat sich Deutschlands erste Adresse für den Management-Nachwuchs zu einem sehr erfolgreichen Inkubator für Unternehmensgründungen entwickelt. Prominente Beispiele sind die Gewinner des WirtschaftsWoche-Gründerwettbewerbs SunCoal Industries, die Gewinner des FTD-Wettbewerbs "Gründer des Monats" VerkehrsmittelVergleich.de oder auch die Leipziger Unternehmen Spreadshirt und billigflieger.de. Laut einer Umfrage im Sommer 2008 unter den Gründern konnten durch ihr unternehmerisches Engagement bereits über 1.500 Arbeitsplätze geschaffen werden, davon allein 500 in der Region Leipzig/Halle.

Zu der Anzahl von Gründern, die ihr Studium an der HHL abgeschlossen haben, sagt Dr. Stephan Stubner: "Das ist im Schnitt jeder 20. Student, der die HHL verlassen hat." Die Absolventen würden lukrative Karrieren in Beratungen und Banken ausschlagen und eigene Firmen gründen: Im Studium bekämen sie schnell mit, dass Unternehmer viel selbstbestimmter arbeiten können und dabei die Chance auf mehr Verdienst haben als Angestellte. Die Ausbildung zukünftiger Unternehmer läuft laut Stubner nicht nur theoriebezogen. "Wir laden viele Vertreter aus der Praxis wie beispielsweise aus Risiko-Kapitalgesellschaften ein und ermöglichen so den direkten Dialog mit der Praxis. Neben dem umfangreichen Lehrprogramm coachen wir die Studenten und stellen bei Bedarf unsere Netzwerke zur Verfügung. Was uns besonders freut: Viele Gründer engagieren sich als Mentor und unterstützen dadurch unsere aktuellen HHL-Studenten bei ihren eigenen Gründungsvorhaben."

futureSax, der Businessplan-Wettbewerb in Sachsen

futureSAX ist ein vom Freistaat Sachsen gefördertes Projekt, das Existenzgründer und innovative Wachstumsunternehmen umfassend unterstützt. Schirmherr ist der Sächsische Staatsminister für Wirtschaft und Arbeit, Thomas Jurk. Die Businessplan-Wettbewerb Sachsen GmbH, eine 100-prozentige Tochter der Sächsischen Aufbaubank - Förderbank -, führt den Wettbewerb durch.

futureSAX macht aus Gründern erfolgreiche Unternehmer und bringt wachstumsorientierte Firmen schneller voran. Damit hilft futureSAX, erfolgreiche und innovative Unternehmen in Sachsen zu etablieren und Wachstumspotenziale zu erkennen. futureSAX ist nicht nur ein Businessplan-Wettbewerb, sondern ein Netzwerk, in dem die Kooperationspartner der Zukunft zusammen geführt werden.

Handelshochschule Leipzig (HHL)

Die HHL, 1898 als Handelshochschule Leipzig entstanden und 1992 neu gegründet, ist Deutschlands älteste betriebswirtschaftliche Hochschule und zählt heute zu den führenden Business Schools. Die HHL ist eine private, staatlich anerkannte Hochschule mit Promotions- und Habilitationsrecht. Neben der Internationalität spielt an der HHL die Verknüpfung zwischen Theorie und Praxis eine herausragende Rolle. Darüber hinaus ist es das erklärte Ziel der HHL, durch einen "Integrated Management"-Ansatz leistungsfähige und verantwortungsbewusste Führungspersönlichkeiten auszubilden. Die HHL bietet den 18-monatigen Master of Science in Management (MSc) an. Darüber hinaus kann an der HHL in einem 18-monatigen (bzw. 24-monatigen berufsbegleitenden) Programm der MBA (Master of Business Administration) erworben werden. Ein dreijähriges Promotionsprogramm, das auch berufsbegleitend absolviert werden kann, rundet das Studienangebot der HHL ab. Mit der HHL-Tochtergesellschaft HHL Executive GmbH werden firmenspezifische und offene Weiterbildungsprogramme für Führungskräfte angeboten. Im April 2004 erhielt die Hochschule die Akkreditierung durch AACSB International. Die für weitere fünf Jahre geltende Reakkreditierung wurde im April 2009 gewährt.

Weitere Informationen:
http://www.druckundwerte.de
http://www.scientific-analysis.com
http://www.futuresax.de

Volker Stößel | idw
Weitere Informationen:
http://www.hhl.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht Strukturbiologieforschung in Berlin: DFG bewilligt Mittel für neue Hochleistungsmikroskope
20.10.2017 | Freie Universität Berlin

nachricht Gitterdynamiken in ionischen Leitern
18.10.2017 | Justus-Liebig-Universität Gießen

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Hochfeldmagnet am BER II: Einblick in eine versteckte Ordnung

Seit dreißig Jahren gibt eine bestimmte Uranverbindung der Forschung Rätsel auf. Obwohl die Kristallstruktur einfach ist, versteht niemand, was beim Abkühlen unter eine bestimmte Temperatur genau passiert. Offenbar entsteht eine so genannte „versteckte Ordnung“, deren Natur völlig unklar ist. Nun haben Physiker erstmals diese versteckte Ordnung näher charakterisiert und auf mikroskopischer Skala untersucht. Dazu nutzten sie den Hochfeldmagneten am HZB, der Neutronenexperimente unter extrem hohen magnetischen Feldern ermöglicht.

Kristalle aus den Elementen Uran, Ruthenium, Rhodium und Silizium haben eine geometrisch einfache Struktur und sollten keine Geheimnisse mehr bergen. Doch das...

Im Focus: Schmetterlingsflügel inspiriert Photovoltaik: Absorption lässt sich um bis zu 200 Prozent steigern

Sonnenlicht, das von Solarzellen reflektiert wird, geht als ungenutzte Energie verloren. Die Flügel des Schmetterlings „Gewöhnliche Rose“ (Pachliopta aristolochiae) zeichnen sich durch Nanostrukturen aus, kleinste Löcher, die Licht über ein breites Spektrum deutlich besser absorbieren als glatte Oberflächen. Forschern am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) ist es nun gelungen, diese Nanostrukturen auf Solarzellen zu übertragen und deren Licht-Absorptionsrate so um bis zu 200 Prozent zu steigern. Ihre Ergebnisse veröffentlichten die Wissenschaftler nun im Fachmagazin Science Advances. DOI: 10.1126/sciadv.1700232

„Der von uns untersuchte Schmetterling hat eine augenscheinliche Besonderheit: Er ist extrem dunkelschwarz. Das liegt daran, dass er für eine optimale...

Im Focus: Schnelle individualisierte Therapiewahl durch Sortierung von Biomolekülen und Zellen mit Licht

Im Blut zirkulierende Biomoleküle und Zellen sind Träger diagnostischer Information, deren Analyse hochwirksame, individuelle Therapien ermöglichen. Um diese Information zu erschließen, haben Wissenschaftler des Fraunhofer-Instituts für Lasertechnik ILT ein Mikrochip-basiertes Diagnosegerät entwickelt: Der »AnaLighter« analysiert und sortiert klinisch relevante Biomoleküle und Zellen in einer Blutprobe mit Licht. Dadurch können Frühdiagnosen beispielsweise von Tumor- sowie Herz-Kreislauf-Erkrankungen gestellt und patientenindividuelle Therapien eingeleitet werden. Experten des Fraunhofer ILT stellen diese Technologie vom 13.–16. November auf der COMPAMED 2017 in Düsseldorf vor.

Der »AnaLighter« ist ein kompaktes Diagnosegerät zum Sortieren von Zellen und Biomolekülen. Sein technologischer Kern basiert auf einem optisch schaltbaren...

Im Focus: Neue Möglichkeiten für die Immuntherapie beim Lungenkrebs entdeckt

Eine gemeinsame Studie der Universität Bern und des Inselspitals Bern zeigt, dass spezielle Bindegewebszellen, die in normalen Blutgefässen die Wände abdichten, bei Lungenkrebs nicht mehr richtig funktionieren. Zusätzlich unterdrücken sie die immunologische Bekämpfung des Tumors. Die Resultate legen nahe, dass diese Zellen ein neues Ziel für die Immuntherapie gegen Lungenkarzinome sein könnten.

Lungenkarzinome sind die häufigste Krebsform weltweit. Jährlich werden 1.8 Millionen Neudiagnosen gestellt; und 2016 starben 1.6 Millionen Menschen an der...

Im Focus: Sicheres Bezahlen ohne Datenspur

Ob als Smartphone-App für die Fahrkarte im Nahverkehr, als Geldwertkarten für das Schwimmbad oder in Form einer Bonuskarte für den Supermarkt: Für viele gehören „elektronische Geldbörsen“ längst zum Alltag. Doch vielen Kunden ist nicht klar, dass sie mit der Nutzung dieser Angebote weitestgehend auf ihre Privatsphäre verzichten. Am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) entsteht ein sicheres und anonymes System, das gleichzeitig Alltagstauglichkeit verspricht. Es wird nun auf der Konferenz ACM CCS 2017 in den USA vorgestellt.

Es ist vor allem das fehlende Problembewusstsein, das den Informatiker Andy Rupp von der Arbeitsgruppe „Kryptographie und Sicherheit“ am KIT immer wieder...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Das Immunsystem in Extremsituationen

19.10.2017 | Veranstaltungen

Die jungen forschungsstarken Unis Europas tagen in Ulm - YERUN Tagung in Ulm

19.10.2017 | Veranstaltungen

Bauphysiktagung der TU Kaiserslautern befasst sich mit energieeffizienten Gebäuden

19.10.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Forscher finden Hinweise auf verknotete Chromosomen im Erbgut

20.10.2017 | Biowissenschaften Chemie

Saugmaschinen machen Waschwässer von Binnenschiffen sauberer

20.10.2017 | Ökologie Umwelt- Naturschutz

Strukturbiologieforschung in Berlin: DFG bewilligt Mittel für neue Hochleistungsmikroskope

20.10.2017 | Förderungen Preise