Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

HFSP-Forschungsförderung für das Helmholtz Zentrum München

27.03.2014

Die Organisation Human Frontier Science Program (HFSP) vergibt zwei Research Grants an internationale Forschungskooperationen unter Führung des Helmholtz Zentrums München. Die Projekte widmen sich der Erforschung des nicht-programmierten Zelltods sowie neuronaler Schaltkreise der Mechanosensorik. Die Förderung beträgt 1.350.000 bzw. 1.050.000 Dollar über drei Jahre.

Das Human Frontier Science Program (HFSP) fördert innovative Forschungsarbeiten auf dem Gebiet der Lebenswissenschaften. Mitglieder der Organisation sind Australien, Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Indien, Italien, Japan, Kanada, Neuseeland, Norwegen, Schweiz, Südkorea, USA sowie die EU.

Research Grants werden an internationale Forschungskooperationen vergeben, die interdisziplinär durchbrechende Ansätze zu grundlegenden Fragestellungen in den Lebenswissenschaften entwickeln.

Oxidierte Lipidome: Schlüsselfiguren des nicht-apoptotischen Zelltods

Oxidative Lipidveränderungen sind ein Schlüsselprozess für den nicht-apoptotischen Zelltod und spielen bei einer Reihe verschiedener Erkrankungen, wie neurodegenerative Krankheiten, Diabetes oder Asthma, eine wichtige Rolle. Das Wissenschaftlerteam um Dr. Marcus Conrad vom Institut für Entwicklungsgenetik (IDG) am Helmholtz Zentrum München (HMGU) will die zugrunde liegenden molekularen Mechanismen nun genauer erforschen.

Dabei sollen die beteiligten oxidierten Lipidvertreter identifiziert und ihre Interaktion mit Zelltod-fördernden Signalmolekülen charakterisiert werden. Ziel ist es, die Prozesse in einen Sprachcode zu übersetzen und so neue Ansatzpunkte für Therapiestrategien zu identifizieren. Projektpartner sind Dr. Valerian Kagan, Universität Pittsburgh (USA) und Dr. Fulvio Ursini, Universität Padua (Italien) sowie Dr. Judith Klein-Seetharaman, Warwick Medical School, Coventry (UK).

Mechanosensorik: neuronale Reizleitung und -wahrnehmung

Bewegung und Koordination müssen auf die Umgebung abgestimmt sein und unterliegen einer permanenten Rückkoppelung aus wahrgenommenen Reizen und adäquaten Anpassungsreaktionen. Bei den wahrgenommenen Signalen muss zwischen äußeren Einflüssen und selbst verursachten Reizen unterschieden werden – eine Fähigkeit, die hochdifferenzierte motorische Abläufe ermöglicht.

Die Wissenschaftler um Dr. Hérnan López-Schier von der Abteilung Sensory Biology and Organogenesis (SBO) am HMGU wollen die dem zugrundeliegenden mechanosensorischen Verschaltungen aufdecken sowie die beteiligten Nervenzellen und Gene genau charakterisieren. Projektpartner sind Prof. Florian Engert, Universität Harvard (USA) und Dr. Ana Belen Elgoyhen, INGEBI-CONICET in Buenos Aires (Argentinien).

Mehr Informationen zu den beteiligten Forschungspartnern am HMGU:

AG Redox Signaling & Disease am IDG: http://www.helmholtz-muenchen.de/en/idg/research/neuropsychiatric-diseases/redox...
Abteilung SBO: http://www.helmholtz-muenchen.de/sbo/index.html

Weitere Informationen

Das Helmholtz Zentrum München verfolgt als deutsches Forschungszentrum für Gesundheit und Umwelt das Ziel, personalisierte Medizin für die Diagnose, Therapie und Prävention weit verbreiteter Volkskrankheiten wie Diabetes mellitus und Lungenerkrankungen zu entwickeln. Dafür untersucht es das Zusammenwirken von Genetik, Umweltfaktoren und Lebensstil. Der Hauptsitz des Zentrums liegt in Neuherberg im Norden Münchens. Das Helmholtz Zentrum München beschäftigt rund 2.200 Mitarbeiter und ist Mitglied der Helmholtz-Gemeinschaft, der 18 naturwissenschaftlich-technische und medizinisch-biologische Forschungszentren mit rund 34.000 Beschäftigten angehören. www.helmholtz-muenchen.de

Durch eine steigende Lebenserwartung nehmen sowohl altersbedingte, als auch soziologische und umweltbedingte Einflüsse auf die Gene zu. Diese Veränderungen des genetischen Materials untersucht das Institut für Entwicklungsgenetik (IDG). Im Forschungsbereich Mouse Genetics werden genetische Tiermodelle zur Erforschung verschiedener Erkrankungen entwickelt. Diese Modelle werden im Disease Modelling analysiert um Genfunktionen und Zellprozesse zu identifizieren und den Einfluss von Umwelt und Alterungsprozessen zu bewerten. Ein Schwerpunkt liegt dabei in der Untersuchung neurologischer und psychiatrischer Krankheiten.

Die selbstständige Abteilung Sensory Biology and Organogenesis (SBO) untersucht zelluläre, molekulare und physiologische Reaktionen auf mechanische Reize und sensorische Störungen anhand des Modellsystems Zebrafisch. Schwerpunkte sind physikalische und mechanische Eigenschaften des Gewebes. Die Ziele sind, die Mechanismen zur Steuerung von Entwicklung, Selbstregulierung und Regeneration des sensorischen Systems und die Evolution der Sinnesorgane zur Wahrnehmung der Umwelt zu untersuchen.

Ansprechpartner für die Medien:
Abteilung Kommunikation, Helmholtz Zentrum München - Deutsches Forschungszentrum für Gesundheit und Umwelt (GmbH), Ingolstädter Landstr. 1, 85764 Neuherberg - Tel.: 089-3187-2238 - Fax: 089-3187-3324 - E-Mail: presse@helmholtz-muenchen.de

Weitere Informationen:

http://www.helmholtz-muenchen.de
http://www.helmholtz-muenchen.de/en/idg/research/neuropsychiatric-diseases/redox...
http://www.helmholtz-muenchen.de/sbo/index.html

Susanne Eichacker | Helmholtz-Zentrum

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht „Digital Mobility“– 48 Mio. Euro für die Entwicklung des digitalen Fahrzeuges
26.06.2017 | Kompetenzzentrum - Das virtuelle Fahrzeug Forschungsgesellschaft mbH

nachricht Hochschule Karlsruhe: mit speichenlosem Fahrrad Kreativwettbewerb gewonnen
26.06.2017 | Hochschule Karlsruhe - Technik und Wirtschaft

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Vorbild Delfinhaut: Elastisches Material vermindert Reibungswiderstand bei Schiffen

Für eine elegante und ökonomische Fortbewegung im Wasser geben Delfine den Wissenschaftlern ein exzellentes Vorbild. Die flinken Säuger erzielen erstaunliche Schwimmleistungen, deren Ursachen einerseits in der Körperform und andererseits in den elastischen Eigenschaften ihrer Haut zu finden sind. Letzteres Phänomen ist bereits seit Mitte des vorigen Jahrhunderts bekannt, konnte aber bislang nicht erfolgreich auf technische Anwendungen übertragen werden. Experten des Fraunhofer IFAM und der HSVA GmbH haben nun gemeinsam mit zwei weiteren Forschungspartnern eine Oberflächenbeschichtung entwickelt, die ähnlich wie die Delfinhaut den Strömungswiderstand im Wasser messbar verringert.

Delfine haben eine glatte Haut mit einer darunter liegenden dicken, nachgiebigen Speckschicht. Diese speziellen Hauteigenschaften führen zu einer signifikanten...

Im Focus: Kaltes Wasser: Und es bewegt sich doch!

Bei minus 150 Grad Celsius flüssiges Wasser beobachten, das beherrschen Chemiker der Universität Innsbruck. Nun haben sie gemeinsam mit Forschern in Schweden und Deutschland experimentell nachgewiesen, dass zwei unterschiedliche Formen von Wasser existieren, die sich in Struktur und Dichte stark unterscheiden.

Die Wissenschaft sucht seit langem nach dem Grund, warum ausgerechnet Wasser das Molekül des Lebens ist. Mit ausgefeilten Techniken gelingt es Forschern am...

Im Focus: Hyperspektrale Bildgebung zur 100%-Inspektion von Oberflächen und Schichten

„Mehr sehen, als das Auge erlaubt“, das ist ein Anspruch, dem die Hyperspektrale Bildgebung (HSI) gerecht wird. Die neue Kameratechnologie ermöglicht, Licht nicht nur ortsaufgelöst, sondern simultan auch spektral aufgelöst aufzuzeichnen. Das bedeutet, dass zur Informationsgewinnung nicht nur herkömmlich drei spektrale Bänder (RGB), sondern bis zu eintausend genutzt werden.

Das Fraunhofer IWS Dresden entwickelt eine integrierte HSI-Lösung, die das Potenzial der HSI-Technologie in zuverlässige Hard- und Software überführt und für...

Im Focus: Can we see monkeys from space? Emerging technologies to map biodiversity

An international team of scientists has proposed a new multi-disciplinary approach in which an array of new technologies will allow us to map biodiversity and the risks that wildlife is facing at the scale of whole landscapes. The findings are published in Nature Ecology and Evolution. This international research is led by the Kunming Institute of Zoology from China, University of East Anglia, University of Leicester and the Leibniz Institute for Zoo and Wildlife Research.

Using a combination of satellite and ground data, the team proposes that it is now possible to map biodiversity with an accuracy that has not been previously...

Im Focus: Klima-Satellit: Mit robuster Lasertechnik Methan auf der Spur

Hitzewellen in der Arktis, längere Vegetationsperioden in Europa, schwere Überschwemmungen in Westafrika – mit Hilfe des deutsch-französischen Satelliten MERLIN wollen Wissenschaftler ab 2021 die Emissionen des Treibhausgases Methan auf der Erde erforschen. Möglich macht das ein neues robustes Lasersystem des Fraunhofer-Instituts für Lasertechnologie ILT in Aachen, das eine bisher unerreichte Messgenauigkeit erzielt.

Methan entsteht unter anderem bei Fäulnisprozessen. Es ist 25-mal wirksamer als das klimaschädliche Kohlendioxid, kommt in der Erdatmosphäre aber lange nicht...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Internationale Fachkonferenz IEEE ICDCM - Lokale Gleichstromnetze bereichern die Energieversorgung

27.06.2017 | Veranstaltungen

Internationale Konferenz zu aktuellen Fragen der Stammzellforschung

27.06.2017 | Veranstaltungen

Fraunhofer FKIE ist Gastgeber für internationale Experten Digitaler Mensch-Modelle

27.06.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Mainzer Physiker gewinnen neue Erkenntnisse über Nanosysteme mit kugelförmigen Einschränkungen

27.06.2017 | Biowissenschaften Chemie

Wave Trophy 2017: Doppelsieg für die beiden Teams von Phoenix Contact

27.06.2017 | Unternehmensmeldung

Warnsystem KATWARN startet international vernetzten Betrieb

27.06.2017 | Informationstechnologie