Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Hexal-Förderpreis 2014: Dem Magenbakterium Helicobacter pylori auf der Spur

05.12.2014

Mit dem Hexal-Förderpreis für den wissenschaftlichen Nachwuchs 2014 wurde Dr. Michael Selgrad, Funktionsoberarzt der Universitätsklinik für Gastroenterologie, Hepatologie und Infektiologie Magdeburg, ausgezeichnet. Die Medizinische Fakultät der Otto-von-Guericke-Universität und der Stifter Hexal würdigen mit dieser Anerkennung Forschungsvorhaben von herausragender klinischer Bedeutung und großer Interdisziplinarität.

Die Anerkennung soll Nachwuchswissenschaftler motivieren und bei ihrer weiteren Forschungsarbeit unterstützen. Seit 1997 wird die mit 10.000 Euro dotierte Anerkennung jährlich vergeben. Die Verleihung des Hexal-Förderpreises 2014 fand am 3. Dezember statt.


HEXAL-Preisverleihung 2014

Foto: Hexal

Das wissenschaftliche Interesse von Dr. Selgrad gilt bakteriellen und viralen Erregern im Gastrointestinaltrakt. Insbesondere interessiert er sich für das Magenbakterium Helicobacter pylori. Im Zentrum seiner klinischen Forschungsbemühungen stehen die Verbesserung der Behandlungs-möglichkeiten der Helicobacter pylori Infektion und der Präventionsansätze für das Magenkarzinom.

Die Infektion mit Helicobacter pylori gilt als wichtigster erworbener Risikofaktor für die Entstehung des Magenkarzinoms und die frühzeitige Erkennung und effektive Behandlung der Infektion eröffnet Möglichkeiten zur verbesserten Behandlung und auch Prävention des Magenkarzinoms.

In der experimentellen Forschung widmet sich der diesjährige Hexal-Preisträger schwerpunktmäßig der Rolle von Helicobacter pylori in der Entstehung von Erkrankungen außerhalb des Magens. Die Forschungsbemühungen der letzten Jahre konnten zeigen, dass das Bakterium auch bei Erkrankungen außerhalb des Magens eine übergeordnete Rolle spielen könnte. So konnte der diesjährige Preisträger nachweisen, dass Patienten mit einer Helicobacter pylori Infektion auch ein erhöhtes Risiko für die Entstehung von Neubildungen des Dickdarmes aufweisen.

Der 35jährige Wissenschaftler kann bereits auf ein umfangreiches Publikationsverzeichnis mit hochrangigen Veröffentlichungen verweisen.

Dr. med. Michael Selgrad, Jahrgang 1979, studierte Medizin an der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg. Nach der ärztlichen Approbation nahm der gebürtige Wuppertaler eine Tätigkeit als Wissenschaftlicher Mitarbeiter an dem „Gastrointestinal Cancer Research Laboratory“ der Baylor University in Dallas, Texas, USA, auf. Seit dem Jahre 2007 ist an der Universitätsklinik für Gastroenterologie, Hepatologie und Infektiologie Magdeburg unter der Leitung von Prof. Peter Malfertheiner tätig. Er ist mit der Ärztin Dr. Christina Selgrad verheiratet.

Teilnehmer an der Preisverleihung auf dem Foto: Dr. Frank Schneider, Head Sales Oncology bei der Hexal AG, Prof. Dr. Peter Malfertheiner, Direktor der Universitätsklinik für Gastroenterologie, Hepatologie und Infektiologie, Prof. Dr. Hermann-Josef Rothkötter, Dekan der Medizinischen Fakultät der OVGU, Preisträger Dr. Michael Selgrad, Magnus von Stackelberg, Personalleiter bei der Salutas Pharma GmbH, Rektor Prof. Dr.-Ing. Jens Strackeljan, Prof. Dr. Ana Claudia Zenclussen, Vorsitzende der Kommission zur Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses der Medizinischen Fakultät (v.l.)

Kornelia Suske | idw - Informationsdienst Wissenschaft

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht Förderung des Instituts für Lasertechnik und Messtechnik in Ulm mit rund 1,63 Millionen Euro
24.03.2017 | Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau Baden-Württemberg

nachricht TU-Bauingenieure koordinieren EU-Projekt zu Recycling-Beton von über sieben Millionen Euro
24.03.2017 | Technische Universität Kaiserslautern

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Wegweisende Erkenntnisse für die Biomedizin: NAD⁺ hilft bei Reparatur geschädigter Erbinformationen

Eine internationale Forschergruppe mit dem Bayreuther Biochemiker Prof. Dr. Clemens Steegborn präsentiert in 'Science' neue, für die Biomedizin wegweisende Forschungsergebnisse zur Rolle des Moleküls NAD⁺ bei der Korrektur von Schäden am Erbgut.

Die Zellen von Menschen und Tieren können Schäden an der DNA, dem Träger der Erbinformation, bis zu einem gewissen Umfang selbst reparieren. Diese Fähigkeit...

Im Focus: Designer-Proteine falten DNA

Florian Praetorius und Prof. Hendrik Dietz von der Technischen Universität München (TUM) haben eine neue Methode entwickelt, mit deren Hilfe sie definierte Hybrid-Strukturen aus DNA und Proteinen aufbauen können. Die Methode eröffnet Möglichkeiten für die zellbiologische Grundlagenforschung und für die Anwendung in Medizin und Biotechnologie.

Desoxyribonukleinsäure – besser bekannt unter der englischen Abkürzung DNA – ist die Trägerin unserer Erbinformation. Für Prof. Hendrik Dietz und Florian...

Im Focus: Fliegende Intensivstationen: Ultraschallgeräte in Rettungshubschraubern können Leben retten

Etwa 21 Millionen Menschen treffen jährlich in deutschen Notaufnahmen ein. Im Kampf zwischen Leben und Tod zählt für diese Patienten jede Minute. Wenn sie schon kurz nach dem Unfall zielgerichtet behandelt werden können, verbessern sich ihre Überlebenschancen erheblich. Damit Notfallmediziner in solchen Fällen schnell die richtige Diagnose stellen können, kommen in den Rettungshubschraubern der DRF Luftrettung und zunehmend auch in Notarzteinsatzfahrzeugen mobile Ultraschallgeräte zum Einsatz. Experten der Deutschen Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin e.V. (DEGUM) schulen die Notärzte und Rettungsassistenten.

Mit mobilen Ultraschallgeräten können Notärzte beispielsweise innere Blutungen direkt am Unfallort identifizieren und sie bei Bedarf auch für Untersuchungen im...

Im Focus: Gigantische Magnetfelder im Universum

Astronomen aus Bonn und Tautenburg in Thüringen beobachteten mit dem 100-m-Radioteleskop Effelsberg Galaxienhaufen, das sind Ansammlungen von Sternsystemen, heißem Gas und geladenen Teilchen. An den Rändern dieser Galaxienhaufen fanden sie außergewöhnlich geordnete Magnetfelder, die sich über viele Millionen Lichtjahre erstrecken. Sie stellen die größten bekannten Magnetfelder im Universum dar.

Die Ergebnisse werden am 22. März in der Fachzeitschrift „Astronomy & Astrophysics“ veröffentlicht.

Galaxienhaufen sind die größten gravitativ gebundenen Strukturen im Universum, mit einer Ausdehnung von etwa zehn Millionen Lichtjahren. Im Vergleich dazu ist...

Im Focus: Giant Magnetic Fields in the Universe

Astronomers from Bonn and Tautenburg in Thuringia (Germany) used the 100-m radio telescope at Effelsberg to observe several galaxy clusters. At the edges of these large accumulations of dark matter, stellar systems (galaxies), hot gas, and charged particles, they found magnetic fields that are exceptionally ordered over distances of many million light years. This makes them the most extended magnetic fields in the universe known so far.

The results will be published on March 22 in the journal „Astronomy & Astrophysics“.

Galaxy clusters are the largest gravitationally bound structures in the universe. With a typical extent of about 10 million light years, i.e. 100 times the...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Rund 500 Fachleute aus Wissenschaft und Wirtschaft diskutierten über technologische Zukunftsthemen

24.03.2017 | Veranstaltungen

Lebenswichtige Lebensmittelchemie

23.03.2017 | Veranstaltungen

Die „Panama Papers“ aus Programmierersicht

22.03.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Rund 500 Fachleute aus Wissenschaft und Wirtschaft diskutierten über technologische Zukunftsthemen

24.03.2017 | Veranstaltungsnachrichten

Förderung des Instituts für Lasertechnik und Messtechnik in Ulm mit rund 1,63 Millionen Euro

24.03.2017 | Förderungen Preise

TU-Bauingenieure koordinieren EU-Projekt zu Recycling-Beton von über sieben Millionen Euro

24.03.2017 | Förderungen Preise