Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Was das Herz begehrt

17.06.2009
Implantierbare Glukosebrennstoffzellen könnten Herzschrittmacher dauerhaft mit Energie versorgen – Erleichterung für Patienten

Sven Kerzenmacher, Gruppenleiter „Biologische Brennstoffzelle“ am Lehrstuhl Anwendungsentwicklung des Instituts für Mikrosystemtechnik (IMTEK) erhält den GMM Preis 2009. Damit prämiert die VDE/VDI-Gesellschaft Mikroelektronik, Mikro- und Feinwerktechnik (GMM) einen äußerst innovativen Ansatz zur autarken Energieversorgung medizinischer Implantate.

Die Batterie eines herkömmlichen Herzschrittmachers hält mit der gestiegenen Lebenserwartung von Patienten nicht mehr mit – bis zu drei zusätzlichen Operationen sind für den Austausch der Batterien nötig. Implantierbare Glukosebrennstoffzellen könnten Abhilfe schafften. Ihr Konzept wurde bereits in den 1960er Jahren als Alternative zu den damals verwendeten Batterien entwickelt.

Nachdem es in den 1970ern in Vergessenheit geriet, gewinnt es heute wieder an Brisanz: implantierbare Glukosebrennstoffzellen können mithilfe biokompatibler Katalysatoren wie Platin oder Aktivkohle elektrische Energie direkt aus der Gewebeflüssigkeit gewinnen und machen so spätere Operationen überflüssig. Vor allem im Hinblick auf die Langzeitstabilität und Sterilisierbarkeit eignen sich Edelmetall-Katalysatoren auf Basis von Platin bestens für Implantatsysteme. Zukünftig ist durch den Einsatz neuer Materialien und Techniken auf dem Gebiet der Brennstoffzellen und Biosensoren eine deutliche Leistungssteigerung zu erwarten.

Die GMM fördert technisch-wissenschaftliche Publikationen wie Kongress-, Tagungs- und Konferenzberichte, Positionspapiere der GMM, Broschüren und GMM-Periodika sowie und verschiedene Fachzeitschriften. Der Fachbereich Mikrosystemtechnik und Nanotechnologie setzt sich daher das Ziel, an der Erschließung dieser Arbeitsgebiete für Wissenschaft, Technik, Wirtschaft und in vielen Bereichen des täglichen Lebens mitzuwirken.

Der Preis ist mit 2.500 Euro dotiert, er wird im Jahr 2009 jedoch auf zwei Preisträger aufgeteilt. Die offizielle Preisverleihung findet am 12. Oktober auf dem Mikrosystemtechnik-Kongress 2009 in Berlin statt.

Institut für Mikrosystemtechnik
Lehrstuhl für Anwendungsentwicklung
Universität Freiburg

Katrin Grötzinger | IMTEK
Weitere Informationen:
http://www.imtek.uni-freiburg.de
http://www.imtek.uni-freiburg.de/anwendungen/

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht Mikrophotonik – Optische Technologien auf dem Weg in die Hochintegration
21.07.2017 | VDI Technologiezentrum GmbH

nachricht 1,4 Millionen Euro für Forschungsprojekte im Industrie 4.0-Kontext
20.07.2017 | Hochschule RheinMain

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Kohlenstoff-Nanoröhrchen verwandeln Strom in leuchtende Quasiteilchen

Starke Licht-Materie-Kopplung in diesen halbleitenden Röhrchen könnte zu elektrisch gepumpten Lasern führen

Auch durch Anregung mit Strom ist die Erzeugung von leuchtenden Quasiteilchen aus Licht und Materie in halbleitenden Kohlenstoff-Nanoröhrchen möglich....

Im Focus: Carbon Nanotubes Turn Electrical Current into Light-emitting Quasi-particles

Strong light-matter coupling in these semiconducting tubes may hold the key to electrically pumped lasers

Light-matter quasi-particles can be generated electrically in semiconducting carbon nanotubes. Material scientists and physicists from Heidelberg University...

Im Focus: Breitbandlichtquellen mit flüssigem Kern

Jenaer Forschern ist es gelungen breitbandiges Laserlicht im mittleren Infrarotbereich mit Hilfe von flüssigkeitsgefüllten optischen Fasern zu erzeugen. Mit den Fasern lieferten sie zudem experimentelle Beweise für eine neue Dynamik von Solitonen – zeitlich und spektral stabile Lichtwellen – die aufgrund der besonderen Eigenschaften des Flüssigkerns entsteht. Die Ergebnisse der Arbeiten publizierte das Jenaer Wissenschaftler-Team vom Leibniz-Instituts für Photonische Technologien (Leibniz-IPHT), dem Fraunhofer-Insitut für Angewandte Optik und Feinmechanik, der Friedrich-Schiller-Universität Jena und des Helmholtz-Insituts im renommierten Fachblatt Nature Communications.

Aus einem ultraschnellen intensiven Laserpuls, den sie in die Faser einkoppeln, erzeugen die Wissenschaftler ein, für das menschliche Auge nicht sichtbares,...

Im Focus: Flexible proximity sensor creates smart surfaces

Fraunhofer IPA has developed a proximity sensor made from silicone and carbon nanotubes (CNT) which detects objects and determines their position. The materials and printing process used mean that the sensor is extremely flexible, economical and can be used for large surfaces. Industry and research partners can use and further develop this innovation straight away.

At first glance, the proximity sensor appears to be nothing special: a thin, elastic layer of silicone onto which black square surfaces are printed, but these...

Im Focus: 3-D scanning with water

3-D shape acquisition using water displacement as the shape sensor for the reconstruction of complex objects

A global team of computer scientists and engineers have developed an innovative technique that more completely reconstructs challenging 3D objects. An ancient...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

2. Spitzentreffen »Industrie 4.0 live«

25.07.2017 | Veranstaltungen

Gipfeltreffen der String-Mathematik: Internationale Konferenz StringMath 2017

24.07.2017 | Veranstaltungen

Von atmosphärischen Teilchen bis hin zu Polymeren aus nachwachsenden Rohstoffen

24.07.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

IT-Experten entdecken Chancen für den Channel-Markt

25.07.2017 | Unternehmensmeldung

Erst hot dann Schrott! – Elektronik-Überhitzung effektiv vorbeugen

25.07.2017 | Seminare Workshops

Dichtes Gefäßnetz reguliert Bildung von Thrombozyten im Knochenmark

25.07.2017 | Biowissenschaften Chemie