Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Herausragender Nachwuchswissenschaftler ausgezeichnet

29.11.2010
Konstanzer Biochemiker Jörg Hartig erhält Karl-Winnacker-Dozentenstipendium

Der Konstanzer Juniorprofessor Dr. Jörg Hartig wurde als herausragender Nachwuchswissenschaftler mit dem Karl-Winnacker-Dozentenstipendium ausgezeichnet.

Das Karl-Winnacker-Dozentenstipendium wird in diesem Jahr erstmals über den Fonds der Chemischen Industrie vergeben, der mit rund zehn Millionen Euro die Grundlagenforschung, den wissenschaftlichen Nachwuchs und den Chemieunterricht an Schulen unterstützt.

Der Chemiker Jörg Hartig arbeitet im Bereich der chemischen und synthetischen Biologie, an der Schnittstelle zwischen Chemie und Biologie. Schwerpunkt seiner Forschung ist die Arbeit an funktionalen Nukleinsäuren und deren Beteiligung an der Regulation der Genexpression. „Ich freue mich sehr über diese Auszeichnung“, bekundet Jörg Hartig: „Die sehr gute finanzielle Ausstattung des Stipendiums stellt einen wichtigen Beitrag für unsere vertiefenden Arbeiten im Bereich der RNA-Schalter dar.“

Das Stipendium ist mit 37.500 Euro dotiert, zusätzlich werden Jörg Hartig weitere 35.000 Euro für Sachmittel oder eine Doktorandenstelle zur Verfügung gestellt. Das Karl-Winnacker-Stipendium wurde bis 2009 von der gemeinnützigen Stiftung Aventis Foundation vergeben. Im Zuge einer Kooperation mit dem Fonds der Chemischen Industrie, dem Förderwerk des Verbandes der Chemischen Industrie, wird diese Auszeichnung fortan als Karl-Winnacker-Dozentenstipendium vergeben. Die finanziellen Mittel stellt die Aventis Foundation zur Verfügung, Auswahl und Vergabe des Stipendiums erfolgen durch den Fonds der Chemischen Industrie

Jörg Hartig ist Lichtenberg-Professor an der Universität Konstanz. Er studierte Chemie an der Universität Bonn und wurde 2003 mit einer Arbeit über Reporter-Ribozyme zur Detektion biomolekularer Interaktionen promoviert. Nach einer Forschungszeit an der kalifornischen Stanford University erhielt er 2006 eine Lichtenberg-Professur für Biopolymerchemie von der VolkswagenStiftung; seit 2007 ist er Fellow im Zukunftskolleg der Universität Konstanz. Für sein Engagement im Rahmen der Exzellenzinitiative des Bundes und der Länder wurde Jörg Hartig 2008 mit dem „Preis des Universitätsrates Konstanz“ ausgezeichnet; 2009 erhielt er für seine Arbeiten den Preis der Hellmut-Bredereck-Stiftung für Bioorganische Chemie.

Kontakt:
Universität Konstanz
Kommunikation und Marketing
Telefon 07531 / 88-3603
E-Mail: kum@uni-konstanz.de
Prof. Dr. Jörg Hartig
Universität Konstanz
Fachbereich Chemie
Universitätsstraße 10
78464 Konstanz
Telefon: 07531 / 88-4575
E-Mail: Joerg.Hartig@uni-konstanz.de

Julia Wandt | idw
Weitere Informationen:
http://www.uni-konstanz.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht Förderung des Instituts für Lasertechnik und Messtechnik in Ulm mit rund 1,63 Millionen Euro
24.03.2017 | Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau Baden-Württemberg

nachricht TU-Bauingenieure koordinieren EU-Projekt zu Recycling-Beton von über sieben Millionen Euro
24.03.2017 | Technische Universität Kaiserslautern

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Wegweisende Erkenntnisse für die Biomedizin: NAD⁺ hilft bei Reparatur geschädigter Erbinformationen

Eine internationale Forschergruppe mit dem Bayreuther Biochemiker Prof. Dr. Clemens Steegborn präsentiert in 'Science' neue, für die Biomedizin wegweisende Forschungsergebnisse zur Rolle des Moleküls NAD⁺ bei der Korrektur von Schäden am Erbgut.

Die Zellen von Menschen und Tieren können Schäden an der DNA, dem Träger der Erbinformation, bis zu einem gewissen Umfang selbst reparieren. Diese Fähigkeit...

Im Focus: Designer-Proteine falten DNA

Florian Praetorius und Prof. Hendrik Dietz von der Technischen Universität München (TUM) haben eine neue Methode entwickelt, mit deren Hilfe sie definierte Hybrid-Strukturen aus DNA und Proteinen aufbauen können. Die Methode eröffnet Möglichkeiten für die zellbiologische Grundlagenforschung und für die Anwendung in Medizin und Biotechnologie.

Desoxyribonukleinsäure – besser bekannt unter der englischen Abkürzung DNA – ist die Trägerin unserer Erbinformation. Für Prof. Hendrik Dietz und Florian...

Im Focus: Fliegende Intensivstationen: Ultraschallgeräte in Rettungshubschraubern können Leben retten

Etwa 21 Millionen Menschen treffen jährlich in deutschen Notaufnahmen ein. Im Kampf zwischen Leben und Tod zählt für diese Patienten jede Minute. Wenn sie schon kurz nach dem Unfall zielgerichtet behandelt werden können, verbessern sich ihre Überlebenschancen erheblich. Damit Notfallmediziner in solchen Fällen schnell die richtige Diagnose stellen können, kommen in den Rettungshubschraubern der DRF Luftrettung und zunehmend auch in Notarzteinsatzfahrzeugen mobile Ultraschallgeräte zum Einsatz. Experten der Deutschen Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin e.V. (DEGUM) schulen die Notärzte und Rettungsassistenten.

Mit mobilen Ultraschallgeräten können Notärzte beispielsweise innere Blutungen direkt am Unfallort identifizieren und sie bei Bedarf auch für Untersuchungen im...

Im Focus: Gigantische Magnetfelder im Universum

Astronomen aus Bonn und Tautenburg in Thüringen beobachteten mit dem 100-m-Radioteleskop Effelsberg Galaxienhaufen, das sind Ansammlungen von Sternsystemen, heißem Gas und geladenen Teilchen. An den Rändern dieser Galaxienhaufen fanden sie außergewöhnlich geordnete Magnetfelder, die sich über viele Millionen Lichtjahre erstrecken. Sie stellen die größten bekannten Magnetfelder im Universum dar.

Die Ergebnisse werden am 22. März in der Fachzeitschrift „Astronomy & Astrophysics“ veröffentlicht.

Galaxienhaufen sind die größten gravitativ gebundenen Strukturen im Universum, mit einer Ausdehnung von etwa zehn Millionen Lichtjahren. Im Vergleich dazu ist...

Im Focus: Giant Magnetic Fields in the Universe

Astronomers from Bonn and Tautenburg in Thuringia (Germany) used the 100-m radio telescope at Effelsberg to observe several galaxy clusters. At the edges of these large accumulations of dark matter, stellar systems (galaxies), hot gas, and charged particles, they found magnetic fields that are exceptionally ordered over distances of many million light years. This makes them the most extended magnetic fields in the universe known so far.

The results will be published on March 22 in the journal „Astronomy & Astrophysics“.

Galaxy clusters are the largest gravitationally bound structures in the universe. With a typical extent of about 10 million light years, i.e. 100 times the...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Rund 500 Fachleute aus Wissenschaft und Wirtschaft diskutierten über technologische Zukunftsthemen

24.03.2017 | Veranstaltungen

Lebenswichtige Lebensmittelchemie

23.03.2017 | Veranstaltungen

Die „Panama Papers“ aus Programmierersicht

22.03.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Rund 500 Fachleute aus Wissenschaft und Wirtschaft diskutierten über technologische Zukunftsthemen

24.03.2017 | Veranstaltungsnachrichten

Förderung des Instituts für Lasertechnik und Messtechnik in Ulm mit rund 1,63 Millionen Euro

24.03.2017 | Förderungen Preise

TU-Bauingenieure koordinieren EU-Projekt zu Recycling-Beton von über sieben Millionen Euro

24.03.2017 | Förderungen Preise