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Herausragende Dissertation auf dem Gebiet der Feststoffverfahrenstechnik ausgezeichnet

07.04.2010
Dr.-Ing. Anne Collin wurde für ihre im Jahr 2008 abgeschlossene Dissertation zum Thema "Strömungsmechanische Charakterisierung des Ringwirbelschichtreaktors im Hinblick auf Scale-Up" mit dem Johannes Möller-Preis 2010 ausgezeichnet.

Anne Collin hat diese Arbeit bei Prof. Dr.-Ing. Karl-Ernst Wirth am Lehrstuhl für Feststoff- und Grenzflächen- Verfahrenstechnik der Universität Erlangen-Nürnberg durchgeführt.

Im Rahmen des Jahrestreffens der ProcessNet-Fachausschüsse Lebensmittelverfahrenstechnik und Mehrphasenströmungen wurde am 15. März 2010 zum zwölften Mal der Johannes Möller-Preis der Möller-Stiftung für Wissenschaft und Forschung, Hamburg, verliehen. Der mit 5.000 Euro dotierte Preis wird jährlich für herausragende Dissertationen auf dem Gebiet der Feststoffverfahrenstechnik vergeben.

Frau Dr. Collin erhielt den Preis für ihre grundlegende Arbeit zur Beschreibung und Charakterisierung des Betriebsverhaltens einer Ringwirbelschicht. Sie hat die spezifischen Eigenschaften dieses neuartigen Reaktors experimentell untersucht und mit physikalischen Modellen beschrieben. Insbesondere konnte sie durch lokale Messungen der strömungsmechanischen Kenngrössen den Mechanismus der Feststoffeinmischung aus der Ringwirbelschicht in die zentrale Sekundärgas-strömung aufklären.

Zur Überprüfung der Massstabsvergrösserung hat sie vergleichende Untersuchungen an einer halbtechnischen Ringwirbelschicht des über eine Forschungskooperation beteiligten Industriepartners durchgeführt und damit ihre Modellierung verifiziert. Aus ihren strömungsmechanischen Untersuchungen hat sie Hinweise zum Scale-Up der Ringwirbelschicht abgeleitet, die durch Messungen an einer grossmassstäblichen Industrieanlage bestätigt werden konnten. Die aus ihrer Arbeit resultierenden Ergebnisse werden zwischenzeitlich in der industriellen Praxis erfolgreich eingesetzt.

Dr. Christine Dillmann | idw
Weitere Informationen:
http://www.dechema.de/

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