Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Hentschel-Preis 2013 für Schlaganfall-Forschung vergeben

28.10.2013
Im Rahmen des Arzt-Patienten-Seminars „Schlaganfall“ haben das Uniklinikum Würzburg und die Stiftung „Kampf dem Schlaganfall“ am Samstag, den 26. Oktober 2013, den diesjährigen Hentschel-Preis vergeben. Der Preisträger, Dipl.-Biochemiker Carsten Deppermann, untersuchte in seiner Doktorarbeit die Zusammenhänge zwischen spezifischen Thrombozytenbestandteilen und der beim Schlaganfall so fatalen Bildung von Blutpfropfen.

Rund 120 Interessierte nutzten am Samstag, den 26. Oktober 2013, das jährliche Angebot des Universitätsklinikums Würzburg und der Stiftung „Kampf den Schlaganfall“ sich über Warnsymptome, Therapieoptionen und die weitere Erforschung der Volkskrankheit Schlaganfall zu informieren. Neben zwei Expertenvorträgen mit anschließender Diskussion war das öffentliche Arzt-Patienten-Seminar im Hörsaal des Zentrums für Operative Medizin (ZOM) auch die Plattform für die Vergabe des diesjährigen Hentschel-Preises.

Gezielte Unterstützung junger Schlaganfall-Forscherinnen und -Forscher
Mit dieser Auszeichnung ehrt die Stiftung „Kampf dem Schlaganfall“ thematisch passende wissenschaftliche Arbeiten aus der Grundlagen- oder klinischen Forschung, einschließlich Prävention, Diagnostik und Therapie. Der mit 4.000 Euro dotierte Preis richtet sich ausschließlich an Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler bis maximal bis 35 Jahre. Außerdem müssen sie die preiswürdigen Leistungen am Würzburger Universitätsklinikum oder an der Medizinischen Fakultät der Universität Würzburg erbracht haben.
Im Fokus: α-Granula und Thrombenbildung
In diesem Jahr ging der Hentschel-Preis an Dipl.-Biochemiker Carsten Deppermann. Der gebürtige Frankfurter, Jahrgang 1985, arbeitet seit Oktober 2011 in der Arbeitsgruppe von Prof. Bernhard Nieswandt, dem Leiter des Lehrstuhls für Experimentelle Biomedizin der Uni Würzburg, an seiner Doktorarbeit. Thema ist die „Thrombozyten-Degranulierung in Hämostase, Thrombose und Schlaganfall“. In diesem Zusammenhang untersuchte Deppermann die Rolle von Blutplättchen und das Fehlen spezifischer Zellbestandteile, der so genannten α-Granula, in den Blutplättchen in Hinblick auf die Bildung von Thromben (Blutpfropfen) nach Gefäßverletzungen und beim Schlaganfall. Es zeigte sich, dass genetisch manipulierte Mäuse, denen ein Gen, das zur Bildung der α-Granula führt, fehlt, gegen die Bildung von Blutpfropfen als Folge des Schlaganfalls geschützt sind. „Die Ergebnisse von Carsten Deppermann sind von therapeutischer Relevanz, da sie mithelfen, das komplexe Zusammenspiel von Blutplättchen, Thrombenbildung und Schlaganfall besser zu verstehen und damit neue Behandlungsstrategien zu entwickeln“, verdeutlichte Prof. Christoph Reiners, der Ärztliche Direktor des Universitätsklinikums Würzburg, in seiner Laudatio.
Stiftung „Kampf dem Schlaganfall“
Um die Schlaganfall-Forschung zu unterstützen, hat Günter Hentschel, der ehemalige Leiter des Würzburger Gewerbeaufsichtsamts, im Jahr 2009 die Stiftung „Kampf dem Schlaganfall“ ins Leben gerufen. Der Kapitalgrundstock der gemeinnützigen Initiative stammt aus seinem Privatvermögen. Die Motivation für Hentschels Engagement war eine einschneidende persönliche Erfahrung: Seine Schwiegermutter war nach einem Schlaganfall bis zu ihrem Tod eineinhalb Jahre ans Bett gefesselt und musste künstlich ernährt werden. „Ich hoffe auf die Entwicklung eines Medikaments, das Schlaganfall-Risikopatienten prophylaktisch einnehmen können“, beschreibt Hentschel seine Vision. Um auch in Zukunft den Kampf gegen den Schlaganfall vorantreiben zu können, freuen sich Günter Hentschel und seine Stiftung über Spenden auf das Konto:
Kampf dem Schlaganfall, HypoVereinsbank Würzburg,
BLZ 790 200 76, Konto-Nr. 347 390 402
(BIC: HYVEDEMM455 / IBAN: DE45790200760347390402).
Die Stiftung ist vom Finanzamt Würzburg unter der Steuernummer 257/147/00343 als gemeinnützig anerkannt. Zustiftungen und Spenden sind daher steuerlich absetzbar

Susanne Just | idw
Weitere Informationen:
http://www.hentschel-stiftung.ukw.de/
http://www.ukw.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht Signal-Shaping macht Bits und Bytes Beine
23.11.2017 | VDE Verband der Elektrotechnik Elektronik Informationstechnik e.V.

nachricht CAU-Wissenschaftlerin erhält EU-Förderung zur Entwicklung neuer Implantate
22.11.2017 | Christian-Albrechts-Universität zu Kiel

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Reibungswärme treibt hydrothermale Aktivität auf Enceladus an

Computersimulation zeigt, wie der Eismond Wasser in einem porösen Gesteinskern aufheizt

Wärme aus der Reibung von Gestein, ausgelöst durch starke Gezeitenkräfte, könnte der „Motor“ für die hydrothermale Aktivität auf dem Saturnmond Enceladus sein....

Im Focus: Frictional Heat Powers Hydrothermal Activity on Enceladus

Computer simulation shows how the icy moon heats water in a porous rock core

Heat from the friction of rocks caused by tidal forces could be the “engine” for the hydrothermal activity on Saturn's moon Enceladus. This presupposes that...

Im Focus: Kleine Strukturen – große Wirkung

Innovative Schutzschicht für geringen Verbrauch künftiger Rolls-Royce Flugtriebwerke entwickelt

Gemeinsam mit Rolls-Royce Deutschland hat das Fraunhofer-Institut für Werkstoff- und Strahltechnik IWS im Rahmen von zwei Vorhaben aus dem...

Im Focus: Nanoparticles help with malaria diagnosis – new rapid test in development

The WHO reports an estimated 429,000 malaria deaths each year. The disease mostly affects tropical and subtropical regions and in particular the African continent. The Fraunhofer Institute for Silicate Research ISC teamed up with the Fraunhofer Institute for Molecular Biology and Applied Ecology IME and the Institute of Tropical Medicine at the University of Tübingen for a new test method to detect malaria parasites in blood. The idea of the research project “NanoFRET” is to develop a highly sensitive and reliable rapid diagnostic test so that patient treatment can begin as early as possible.

Malaria is caused by parasites transmitted by mosquito bite. The most dangerous form of malaria is malaria tropica. Left untreated, it is fatal in most cases....

Im Focus: Transparente Beschichtung für Alltagsanwendungen

Sport- und Outdoorbekleidung, die Wasser und Schmutz abweist, oder Windschutzscheiben, an denen kein Wasser kondensiert – viele alltägliche Produkte können von stark wasserabweisenden Beschichtungen profitieren. Am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) haben Forscher um Dr. Bastian E. Rapp einen Werkstoff für solche Beschichtungen entwickelt, der sowohl transparent als auch abriebfest ist: „Fluoropor“, einen fluorierten Polymerschaum mit durchgehender Nano-/Mikrostruktur. Sie stellen ihn in Nature Scientific Reports vor. (DOI: 10.1038/s41598-017-15287-8)

In der Natur ist das Phänomen vor allem bei Lotuspflanzen bekannt: Wassertropfen perlen von der Blattoberfläche einfach ab. Diesen Lotuseffekt ahmen...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Kinderanästhesie aktuell: Symposium für Ärzte und Pflegekräfte

23.11.2017 | Veranstaltungen

IfBB bei 12th European Bioplastics Conference mit dabei: neue Marktzahlen, neue Forschungsthemen

22.11.2017 | Veranstaltungen

Zahnimplantate: Forschungsergebnisse und ihre Konsequenzen – 31. Kongress der DGI

22.11.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Kinderanästhesie aktuell: Symposium für Ärzte und Pflegekräfte

23.11.2017 | Veranstaltungsnachrichten

Seminar „Leichtbau im Automobil- und Maschinenbau“ im Haus der Technik Berlin am 16. - 17. Januar 2018

23.11.2017 | Seminare Workshops

Biohausbau-Unternehmen Baufritz erhält von „ Capital“ die Auszeichnung „Beste Ausbilder Deutschlands“

23.11.2017 | Unternehmensmeldung