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Hengstberger-Preis für herausragende Heidelberger Nachwuchswissenschaftler

25.10.2010
Vier Auszeichnungen – Preisgeld ist für die Durchführung eigener Symposien am Internationalen Wissenschaftsforum vorgesehen

Acht hochqualifizierte Heidelberger Nachwuchswissenschaftler werden mit dem diesjährigen Klaus-Georg und Sigrid Hengstberger-Preis ausgezeichnet.

Ausgewählt wurden drei Preisträgerteams mit Dr. Claudia Wagenknecht und Dr. Thomas Amthor (Physik), Prof. Dr. Marc-André Weber, Dr. Erick Amarteifio und Dr. Armin Nagel (Radiologie und Medizinphysik) sowie Dr. Rodney Ast und Dr. Patrick Sänger (Papyrologie).

Eine weitere der ingesamt vier Auszeichnungen des Jahres 2010, die mit jeweils 12.500 Euro dotiert sind, geht an Dr. Bernhard Höfle (Geographie). Das Preisgeld ist für die Durchführung eigener Symposien am Internationalen Wissenschaftsforum Heidelberg (IWH) vorgesehen. Die Preisverleihung findet im Rahmen der Jahresfeier der Universität Heidelberg am 23. Oktober 2010 statt.

Um „Neue Wege in der Quanteninformation mit Atomen und Photonen“ geht es in der Tagung, die Dr. Claudia Wagenknecht und Dr. Thomas Amthor vom Physikalischen Institut durchführen werden. Diskutiert wird die Realisierung einer absolut sicheren weltweiten Informationsübertragung mittels Einzelphotonen als Informationsträger und Rydbergatom-basierten Quantenspeichern. An der geplanten Veranstaltung werden Wissenschaftler aus international führenden Gruppen der Atom- und der Photonenforschung teilnehmen, um ihre Zusammenarbeit zu intensivieren und die physikalischen Herausforderungen globaler Quantenkommunikation zu diskutieren.

Dr. Erick Amarteifio und Prof. Dr. Marc-André Weber von der Radiologischen Universitätsklinik Heidelberg planen mit dem Physiker Dr. Armin Nagel vom Deutschen Krebsforschungszentrum (DKFZ) eine Tagung mit dem Titel „Innovative moderne Bildgebung der Muskulatur – Motor der translationalen Forschung bei Muskelerkrankungen“. Dabei geht es um neue Diagnosemethoden, die auch pathophysiologische Veränderungen des Muskels darstellen können. Zu der Veranstaltung werden Experten verschiedener Fachrichtungen eingeladen, um gemeinsam zukunftsweisende Studien und schnelle klinische Anwendungen zu planen.

Mit „Minderheiten und Migrationsphänomenen“ befassen sich Dr. Rodney Ast und Dr. Patrick Sänger vom Institut für Papyrologie der Universität Heidelberg. Im Mittelpunkt stehen dabei religiöse und ethnische Minderheiten innerhalb eines Staatsgefüges und ihr Migrationshintergrund. Die Tagung soll Wissenschaftler zusammenführen, die auf der Basis von Schriftquellen Gesellschaften von der Antike bis in die Neuzeit erforschen, um einen vergleichenden Blick auf Einzelergebnisse zu ermöglichen.

Dr. Bernhard Höfle vom Geographischen Institut bereitet eine Tagung zum Thema „Towards Digital Earth – 3D Spatial Data Infrastructures“ vor. Im Mittelpunkt steht dabei die Erforschung der dritten Dimension computerbasierter Geodaten mit der Vision einer „digitalen Erde“. Das international besetzte Symposion soll wichtige Anstöße für die Formulierung zentraler Forschungsfragen zur Entwicklung einer Infrastruktur für 3D-Geodaten liefern.

„Die Verleihung der Hengstberger-Preise verstehen wir als Anerkennung für die kreativen Ideen und die wissenschaftliche Kompetenz der jungen Forscher“, erklärt Dr. Klaus-Georg Hengstberger, der für das Jahr 2010 vier Auszeichnungen gestiftet hat. Die Preissumme beträgt damit insgesamt 50.000 Euro. Auch im Jahr 2011 schreibt das Internationale Wissenschaftsforum Heidelberg den Preis wieder aus.

Weitere Informationen zu den Preisträgern und ihren Symposien können auf den Seiten des IWH im Internet unter http://www.iwh.uni-hd.de/hengstberger/hengstberger_2010.html abgerufen werden.

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presse@rektorat,uni-heidelberg.de

Marietta Fuhrmann-Koch | idw
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