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Helmholtz Zentrum München erhält Förderung für neuartige Technologie zum Wissensmanagement

08.06.2010
Die Helmholtz-Gemeinschaft unterstützt die Unternehmensausgründung InfoDabble des Helmholtz Zentrums München mit Mitteln aus dem Impuls- und Vernetzungsfonds. InfoDabble wird (basierend auf Semantic Web Technologien) Wissensmanagement, Wissensgenerierung und -interpretation als Dienstleistung für die biomedizinische Forschung anbieten.

Die Bioinformatiker Dr. Volker Stümpflen und Prof. Dr. Hans-Werner Mewes vom Helmholtz Zentrum München erhalten aus dem Impuls- und Vernetzungsfonds der Helmholtz-Gemeinschaft eine Ausgründungsförderung. Geschäftszweck wird die Lizensierung von Software und der Verkauf von Dienstleistungen zum Betrieb eines Wissensmanagementsystems sein. Basierend auf Semantic Web Technologien wird es den Kunden des Unternehmens ermöglichen, themenspezifisches Wissen wesentlich schneller als bisher zu erfassen (Speed Reading), strukturieren und viele Informationsquellen gleichzeitig semantisch zu integrieren und bearbeiten.

Informationen sind heute für Wissenschaft und Unternehmen gleichermaßen entscheidende Wirtschaftsfaktoren. Obwohl sie nahezu unbegrenzt zur Verfügung stehen, erfolgt ihre Auswertung und Interpretation meist unsystematisch, intuitiv und ohne die notwendige Unterstützung der Entscheidungsfindung. Die Dienstleistung und die Software von InfoDabble können insbesondere langfristige und risikoreiche Entscheidungen der Pharmabranche und das effiziente Management der immensen Datenmengen der modernen biomedizinischen Forschung unterstützen. „Wir haben das neue System zunächst entwickelt, um unsere eigenen Daten am Institut für Bioinformatik und Systembiologie des Helmholtz Zentrums München besser überblicken und auswerten zu können. Dafür sehen wir auch zunehmenden Bedarf in der Forschung von Biotech und Pharmaunternehmen,“ so Volker Stümpflen.

Die Förderung durch die Maßnahme Helmholtz Enterprise unterstützt die Startphase von Unternehmen in einer entscheidenden Phase des Innovationsprozesses. „Dieses Beispiel zeigt erneut das Potenzial unserer Forschung für die Entstehung hochkarätiger Arbeitsplätze,“ erklärt Prof. Dr. Günther Wess, wissenschaftlich-technischer Geschäftsführer des Helmholtz-Zentrums München.

Informationen über die Entwickler:

Dr. Volker Stümpflen hat Chemie an den Universitäten Stuttgart und Marburg studiert und über organische Halbleiter promoviert. Nach seiner Zeit als PostDoc an der TU Eindhoven war er bei debis/T-Systems Trainee und Teamleiter im Bereich IT-Telekommunikation und ist seither als Teamleiter am Institut für Bioinformatik und Systembiologie tätig; er besitzt langjährige Erfahrung im Bereich Biologische Wissenssysteme und als Koordinator für IT-Vernetzungsprojekte der Helmholtz Gemeinschaft.

Prof. Dr. Hans-Werner Mewes ist Ordinarius f. Bioinformatik und Direktor des Instituts für Bioinformatik und Systembiologie. Mewes war an der Entzifferung der ersten eukaryotischen Genome beteiligt und hat in diesem Zusammenhang die ersten qualitativ hochwertigen Datenressourcen im Bereich annotierter Genome höherer Organismen begründet. Er ist darüber hinaus Gründer der Biomax AG, eines Unternehmens das bioinformatische Software und Dienstleistungen anbietet und ebenfalls aus dem Helmholtz Zentrum München erfolgreich ausgegründet wurde.

Weiterführende Informationen:

Das Helmholtz Zentrum München ist das deutsche Forschungszentrum für Gesundheit und Umwelt. Unser Ziel ist es, eine personalisierte Medizin für die Prävention und Therapie großer Volkskrankheiten wie Diabetes mellitus, Erkrankungen der Lunge und des Nervensystems zu entwickeln. Als ein weltweit führendes Zentrum mit der Ausrichtung auf Environmental Health untersuchen wir hierfür das Zusammenwirken von Genetik, Umweltfaktoren und Lebensstil. Das Helmholtz Zentrum München beschäftigt rund 1.800 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Der Hauptsitz des Zentrums liegt in Neuherberg im Norden Münchens auf einem 50 Hektar großen Forschungscampus. Das Helmholtz Zentrum München gehört der größten deutschen Wissenschaftsorganisation, der Helmholtz-Gemeinschaft an, in der sich 16 naturwissenschaftlich-technische und medizinisch-biologische Forschungszentren mit insgesamt fast 30.000 Beschäftigten zusammengeschlossen haben. Homepage: http://www.helmholtz-muenchen.de

Die Helmholtz-Gemeinschaft leistet Beiträge zur Lösung großer und drängender Fragen von Gesellschaft, Wissenschaft und Wirtschaft durch wissenschaftliche Spitzenleistungen in sechs Forschungsbereichen: Energie, Erde und Umwelt, Gesundheit, Schlüsseltechnologien, Struktur der Materie sowie Luftfahrt, Raumfahrt und Verkehr. Die Helmholtz-Gemeinschaft ist mit fast 30.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in 16 Forschungszentren und einem Jahresbudget von rund 3 Milliarden Euro die größte Wissenschaftsorganisation Deutschlands. Ihre Arbeit steht in der Tradition des großen Naturforschers Hermann von Helmholtz (1821-1894). Homepage: http://www.helmholtz.de

Ansprechpartner für Medienvertreter

Sven Winkler, Helmholtz Zentrum München - Deutsches Forschungszentrum für Gesundheit und Umwelt (GmbH), Ingolstädter Landstraße 1 85764 Neuherberg

Tel.: 089-3187-3946, Fax 089-3187-3324, E-Mail: presse@helmholtz-muenchen.de

Michael van den Heuvel | Helmholtz-Zentrum
Weitere Informationen:
http://www.helmholtz.de
http://www.helmholtz-muenchen.de

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