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Helmholtz Zentrum München erfolgreich bei der Einwerbung von ERC-Grants

26.07.2010
Untersuchung von Volkskrankheiten und Entwicklung neuer Bildgebender Verfahren im Fokus

Drei Wissenschaftler am Helmholtz Zentrum München haben erfolgreich eine Forschungsförderung des Europäischen Forschungsrats (European Research Council, ERC) in einer Gesamthöhe von 4 Millionen Euro eingeworben. Mit dem ERC Starting Grant werden die drei Wissenschaftler jeweils in den nächsten fünf Jahren die Mechanismen der Entstehung von Leberkrebs und der Lungenregeneration untersuchen bzw. neue Methoden im Bio-Imaging entwickeln.

Lungen- und Krebserkrankungen gehören zu den Erkrankungen, für die dringend neue Therapien benötigt werden. Eine entscheidende Voraussetzung hierfür ist das Verständnis, wie diese Erkrankungen entstehen. Drei Wissenschaftler am Helmholtz Zentrum München haben sich erfolgreich an der Ausschreibung des Europäischen Forschungsrats um die sogenannten ERC-Grants beteiligt: Dr. Matthias Heikenwälder, Institut für Virologie, Dr. Dr. Melanie Königshoff, Comprehensive Pneumology Center, und Dr. Daniel Razansky, Institut für Biologische und Medizinische Bildgebung. Sie erhalten Fördermittel in Höhe von insgesamt 4 Millionen Euro.

„Die hohe Erfolgsquote des Helmholtz Zentrums München bei dieser Ausschreibung beweist die wissenschaftliche Exzellenz des Zentrums“, sagt Prof. Dr. Günther Wess, Wissenschaftlicher Geschäftsführer des Helmholtz Zentrums München.

PD Dr. Mathias Heikenwälder vom Institut für Virologie wird im Rahmen des ERC-Projekts untersuchen, wie es in Folge chronischer Leberschädigung (zum Beispiel durch Infektion mit dem Hepatitis-B- oder Hepatitis-C-Virus) zu Gewebeschädigung und Krebs kommt und wie entzündliche Prozesse dazu beitragen. Leberkrebs ist eine der aggressivsten Krebsformen und weltweit der dritthäufigste Krebs mit Todesfolge.

Regenerationsprozesse in der Lunge genauer zu verstehen, ist eine Voraussetzung für die Entwicklung neuer Therapien gegen chronische Lungenerkrankungen, wie z. B. der Chronisch Obstruktiven Lungenerkrankung, COPD. Am Comprehensive Pneumology Center des Helmholtz Zentrums München wird Dr. Dr. Melanie Königshoff im Rahmen des ERC-Grants die Mechanismen der Lungenregeneration untersuchen, die vom alveolären Lungengewebe ausgehen.

Die Darstellung molekularer Abläufe in Echtzeit hat sich Dr. Daniel Razansky vom Institut für Biologische und Medizinische Bildgebung zum Ziel gesetzt: Mit Hilfe eines neuen optoakustischen Verfahrens sollen neurodegenerative und kardiovaskuläre Mechanismen künftig nachvollziehbar werden. Damit können im zweiten Schritt auch Krankheitsverläufe und Behandlungserfolge künftig besser analysiert werden.

Weitere Informationen

Das Helmholtz Zentrum München ist das deutsche Forschungszentrum für Gesundheit und Umwelt. Als führendes Zentrum mit der Ausrichtung auf Environmental Health erforscht es chronische und komplexe Krankheiten, die aus dem Zusammenwirken von Umweltfaktoren und individueller genetischer Disposition entstehen.

Das Helmholtz Zentrum München beschäftigt rund 1.700 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Der Hauptsitz des Zentrums liegt in Neuherberg im Norden Münchens auf einem 50 Hektar großen Forschungscampus.

Das Helmholtz Zentrum München gehört der größten deutschen Wissenschaftsorganisation, der Helmholtz-Gemeinschaft an, in der sich 16 naturwissenschaftlich-technische und medizinisch-biologische Forschungszentren mit insgesamt 26.500 Beschäftigten zusammengeschlossen haben. - http://www.helmholtz-muenchen.de

Ansprechpartner für Medienvertreter

Sven Winkler, Helmholtz Zentrum München - Deutsches Forschungszentrum für Gesundheit und Umwelt (GmbH), Ingolstädter Landstraße 1 85764 Neuherberg; Tel.: 089-3187-3946, Fax 089-3187-3324, E-Mail: presse@helmholtz-muenchen.de

Sven Winkler | idw
Weitere Informationen:
http://www.helmholtz-muenchen.de

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