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Helmholtz fördert fünf deutsch-chinesische Forschungsprojekte

30.09.2013
Zehn Jahre nach Eröffnung ihres Pekinger Büros hat die Helmholtz-Gemeinschaft ein vielseitiges Netzwerk zu wichtigen chinesischen Kooperationspartnern aufgebaut.

Ein bedeutender Partner ist die Chinesische Akademie der Wissenschaften (CAS). Seit 2012 fördert die Gemeinschaft zusammen mit der CAS deutsch-chinesische Forschungsvorhaben mit einem hohen gesellschaftlichen Nutzen. In diesem Jahr wurden fünf Projekte aus den Forschungsbereichen Energie, Erde und Umwelt, Gesundheit, Schlüsseltechnologien sowie Struktur der Materie ausgewählt. Die Helmholtz-Gemeinschaft und die CAS finanzieren die Projekte gemeinsam mit bis zu 155.000 Euro pro Jahr für drei Jahre.

Stärkung der deutsch-chinesischen Partnerschaft
„Den globalen Herausforderungen von morgen können wir nur mit vereinter Expertise begegnen“, sagt Jürgen Mlynek, Präsident der Helmholtz-Gemeinschaft. Je komplexer die Forschungsfragen würden, desto schlagkräftiger müssten die internationalen Kooperationsnetzwerke werden. „Mit China pflegen wir seit vielen Jahren eine besondere Beziehung. Durch die gemeinsame Förderung deutsch-chinesischer Forschergruppen haben wir die Partnerschaft auf die nächste Ebene gehoben.“

Die ausgewählten Projekte der so genannten „Helmholtz-CAS Joint Research Groups“ werden von der Helmholtz-Gemeinschaft mit bis zu 120.000 Euro pro Jahr aus ihrem Impuls- und Vernetzungsfonds unterstützt, den sie für die rasche Umsetzung strategischer Vorhaben eingerichtet hat. Die CAS finanziert die Projekte mit bis zu 35.000 Euro pro Jahr.

„Mit diesen Mitteln fördern wir auch talentierte Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler beider Länder und bieten ihnen die Rahmenbedingungen, die sie für ihre exzellente Forschung brauchen – und das, ohne sie aus ihrem Land abzuwerben“, sagt Mlynek. Somit trage die Helmholtz-Gemeinschaft nicht nur dazu bei, die Abwanderung des wissenschaftlichen Nachwuchses aus China einzudämmen, sondern stärke gleichzeitig die deutsche Forschung durch den Gewinn hervorragender Kooperationspartner. Ein ähnliches Programm läuft bereits seit 2006 mit Russland – mit großem Erfolg, wie Mlynek betont.

Nächste Ausschreibungsrunde
Die nächste Ausschreibung für die Helmholtz-CAS Joint Research Groups ist für Januar 2014 geplant. Bewerben können sich ausgewiesene Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler beider Länder, die mit ihrer Forschung wesentlich zur Lösung drängender Zukunftsfragen beitragen. Das Pekinger Büro der Helmholtz-Gemeinschaft unterstützt Interessenten bei der Bewerbung und bei anderen Kooperationsvorhaben.
Geförderte Helmholtz-CAS Joint Research Groups 2013
Advanced Laser Technologies for Ultrafast Spectroscopy of Quantum Materials
Deutsches Elektronen-Synchrotron, DESY
Development of human norovirus antivirals
Deutsches Krebsforschungszentrum
Characterization and Energy Production Strategies of Gas Hydrate Deposits in the Northern South China Sea

GEOMAR Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel

RevHy - Study on the synthesis, structures and performances of complex hydrides systems for REVersible high capacity Hydrogen storage at low temperatures

Helmholtz-Zentrum Geesthacht Zentrum für Material- und Küstenforschung

Tailored Interfaces for High-Performance Nanolayered Materials
Karlsruher Institut für Technologie
Die Helmholtz-Gemeinschaft leistet Beiträge zur Lösung großer und drängender Fragen von Gesellschaft, Wissenschaft und Wirtschaft durch wissenschaftliche Spitzenleistungen in sechs Forschungsbereichen: Energie, Erde und Umwelt, Gesundheit, Schlüsseltechnologien, Struktur der Materie sowie Luftfahrt, Raumfahrt und Verkehr. Die Helmholtz-Gemeinschaft ist mit fast 36.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in 18 Forschungszentren und einem Jahresbudget von rund 3,8 Milliarden Euro die größte Wissenschaftsorganisation Deutschlands. Ihre Arbeit steht in der Tradition des großen Naturforschers Hermann von Helmholtz (1821-1894).

Ansprechpartner für die Medien:

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Jan-Martin Wiarda | Helmholtz-Gemeinschaft
Weitere Informationen:
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