Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Helmholtz fördert deutsch-chinesische Forschungsprojekte

19.10.2012
Im Rahmen eines neuen Förderprogramms unterstützt die Helmholtz-Gemeinschaft zusammen mit der Chinesischen Akademie der Wissenschaften (CAS) fünf deutsch-chinesische Forschungsvorhaben mit bis zu 155.000 Euro pro Jahr für zunächst drei Jahre. Die ausgewählten Projekte behandeln aktuelle Themen aus den Forschungsbereichen Energie, Erde und Umwelt, Gesundheit, Schlüsseltechnologien sowie Struktur der Materie.

Im Jahr 2011 haben die Helmholtz-Gemeinschaft und die Chinesische Akademie der Wissenschaften (CAS) ein neues Programm zur Förderung deutsch-chinesischer Forschergruppen ins Leben gerufen, um ihre langjährige und erfolgreiche Zusammenarbeit weiter zu stärken.

Das gemeinsame Vorhaben „Helmholtz-CAS Joint Research Groups“ unterstützt Forschungsprojekte, die deutsche und chinesische Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler in enger Kooperation bearbeiten. Fünf Projekte wurden nun für die Aufnahme in das neue Programm ausgewählt. Die Helmholtz-Gemeinschaft unterstützt die Forscherteams mit bis zu 120.000 Euro pro Jahr aus ihrem Impuls- und Vernetzungsfonds, während die CAS bis zu 35.000 Euro pro Jahr beisteuert.

„Mit diesen Mitteln wollen wir gemeinsame Projekte unterstützen und talentierte Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler beider Länder fördern“, sagt Prof. Dr. Jürgen Mlynek, Präsident der Helmholtz-Gemeinschaft. „Die Forschung profitiert vom Wissenstransfer. Wir bieten mit den Helmholtz-CAS Joint Research Groups herausragenden chinesischen Wissenschaftlern eine Grundlage für exzellente Forschung, werben sie dabei aber nicht aus ihrem Land ab.“

Somit trägt die Helmholtz-Gemeinschaft nicht nur dazu bei, die Abwanderung des wissenschaftlichen Nachwuchses aus China einzudämmen, sondern stärkt gleichzeitig die deutsche Forschung durch die Gewinnung hervorragender Kooperationspartner. Ein ähnliches Programm läuft bereits erfolgreich seit 2006 mit Russland.

Die nächste Ausschreibung für die Helmholtz-CAS Joint Research Groups findet im Frühjahr 2013 statt. Bewerben können sich ausgewiesene Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler beider Länder, die ein strategisch relevantes Thema bearbeiten. Das Pekinger Büro der Helmholtz-Gemeinschaft unterstützt Interessenten bei der Bewerbung und bei anderen Kooperationsvorhaben.

Für die erste Förderrunde wurden folgende Forschungsvorhaben ausgewählt:

Development and application of graphene FET arrays for the study of neuronal networks
Prof. Dr. Andreas Offenhäusser, Forschungszentrum Jülich, und Prof. Dr. Jianlong Zhao, Shanghai Institute of Microsystem and Information Technology (SIMIT)

Experiments with stored highly-charged ions at the borderline between nuclear and atomic physics
Yuri A. Litvinov, GSI Helmholtzzentrum für Schwerionenforschung, und Prof. Dr. Xinwen Ma, Institute of Modern Physics, Lanzhou

Zoonotic Streptococci: Comparative Studies on Molecular Mechanisms of Host Adaption and cross-Species Infections with Chinese and German Isolates ZOO STREP

Prof. Dr. G. Singh Chhatwal, Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung, und Prof. Dr. George Fu Gao, CAS Key Laboratory of Pathogenic Microbiology and Immunology, Peking

Space-borne Microwave Remote Sensing for Prevention and Forensic analysis of Natural Hazards and Extreme Events
Prof. Dr. Stefan Hinz, Karlsruher Institut für Technologie, Prof. Dr. Doris Dransch, Helmholtz-Zentrum Potsdam – Deutsches GeoForschungsZentrum GFZ, sowie Prof. Yun Kai Deng und Prof. Dr. Robert Yu Wang, Institute of Electronics, Peking

Integrated catalytic technologies for efficient hydrogen production
Roland Dittmeier, Karlsruher Institut für Technologie, und Andreas Goldbach, Dalian Institute of Chemical Physics

Die Helmholtz-Gemeinschaft leistet Beiträge zur Lösung großer und drängender Fragen von Gesellschaft, Wissenschaft und Wirtschaft durch wissenschaftliche Spitzenleistungen in sechs Forschungsbereichen: Energie, Erde und Umwelt, Gesundheit, Schlüsseltechnologien, Struktur der Materie sowie Luftfahrt, Raumfahrt und Verkehr. Die Helmholtz-Gemeinschaft ist mit fast 34.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in 18 Forschungszentren und einem Jahresbudget von rund 3,4 Milliarden Euro die größte Wissenschaftsorganisation Deutschlands. Ihre Arbeit steht in der Tradition des großen Naturforschers Hermann von Helmholtz (1821-1894).

Angela Bittner | Helmholtz-Gemeinschaft
Weitere Informationen:
http://www.helmholtz.de/
http://www.helmholtz.de/socialmedia

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht Maschinen über die eigene Handfläche steuern: Nachwuchspreis für Medieninformatik-Student
24.11.2017 | Universität des Saarlandes

nachricht Signal-Shaping macht Bits und Bytes Beine
23.11.2017 | VDE Verband der Elektrotechnik Elektronik Informationstechnik e.V.

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Metamaterial mit Dreheffekt

Mit 3D-Druckern für den Mikrobereich ist es Forschern des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) gelungen ein Metamaterial aus würfelförmigen Bausteinen zu schaffen, das auf Druckkräfte mit einer Rotation antwortet. Üblicherweise gelingt dies nur mit Hilfe einer Übersetzung wie zum Beispiel einer Kurbelwelle. Das ausgeklügelte Design aus Streben und Ringstrukturen, sowie die zu Grunde liegende Mathematik stellen die Wissenschaftler in der aktuellen Ausgabe der renommierten Fachzeitschrift Science vor.

„Übt man Kraft von oben auf einen Materialblock aus, dann deformiert sich dieser in unterschiedlicher Weise. Er kann sich ausbuchten, zusammenstauchen oder...

Im Focus: Proton-Rekord: Magnetisches Moment mit höchster Genauigkeit gemessen

Hochpräzise Messung des g-Faktors elf Mal genauer als bisher – Ergebnisse zeigen große Übereinstimmung zwischen Protonen und Antiprotonen

Das magnetische Moment eines einzelnen Protons ist unvorstellbar klein, aber es kann dennoch gemessen werden. Vor über zehn Jahren wurde für diese Messung der...

Im Focus: New proton record: Researchers measure magnetic moment with greatest possible precision

High-precision measurement of the g-factor eleven times more precise than before / Results indicate a strong similarity between protons and antiprotons

The magnetic moment of an individual proton is inconceivably small, but can still be quantified. The basis for undertaking this measurement was laid over ten...

Im Focus: Reibungswärme treibt hydrothermale Aktivität auf Enceladus an

Computersimulation zeigt, wie der Eismond Wasser in einem porösen Gesteinskern aufheizt

Wärme aus der Reibung von Gestein, ausgelöst durch starke Gezeitenkräfte, könnte der „Motor“ für die hydrothermale Aktivität auf dem Saturnmond Enceladus sein....

Im Focus: Frictional Heat Powers Hydrothermal Activity on Enceladus

Computer simulation shows how the icy moon heats water in a porous rock core

Heat from the friction of rocks caused by tidal forces could be the “engine” for the hydrothermal activity on Saturn's moon Enceladus. This presupposes that...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Mathematiker-Jahrestagung DMV + GDM: 5. bis 9. März 2018 an Uni Paderborn - Über 1.000 Teilnehmer

24.11.2017 | Veranstaltungen

Forschungsschwerpunkt „Smarte Systeme für Mensch und Maschine“ gegründet

24.11.2017 | Veranstaltungen

Schonender Hüftgelenkersatz bei jungen Patienten - Schlüssellochchirurgie und weniger Abrieb

24.11.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Mathematiker-Jahrestagung DMV + GDM: 5. bis 9. März 2018 an Uni Paderborn - Über 1.000 Teilnehmer

24.11.2017 | Veranstaltungsnachrichten

Maschinen über die eigene Handfläche steuern: Nachwuchspreis für Medieninformatik-Student

24.11.2017 | Förderungen Preise

Treibjagd in der Petrischale

24.11.2017 | Biowissenschaften Chemie