Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Heinemann-Förderpreis: Forscherin vom Universitätsklinikum der RUB untersucht Glaukom-Ursachen

01.12.2011
Warum bestimmte Zellen in der Netzhaut absterben, wenn Mensch oder Tier an einem Glaukom („Grüner Star“) leiden, ist bislang unverstanden.

Für ihr Forschungsvorhaben zu diesem Thema hat Dr. Stephanie Joachim den diesjährigen Förderpreis der Sophia und Fritz Heinemann-Stiftung erhalten. Die Wissenschaftlerin von der Universitätsaugenklinik der RUB untersucht, ob T-Zellen des eigenen Immunsystems dafür verantwortlich sind, dass die Netzhautzellen zugrunde gehen. Der Preis ist mit 15.000 € dotiert und wurde auf der FoRUM-Tagung an der RUB verliehen.

Immunsystem greift Netzhaut an
Forscherin vom Universitätsklinikum der RUB untersucht Glaukom-Ursachen
Heinemann-Förderpreis für Dr. Stephanie Joachim
Warum bestimmte Zellen in der Netzhaut absterben, wenn Mensch oder Tier an einem Glaukom („Grüner Star“) leiden, ist bislang unverstanden. Für ihr Forschungsvorhaben zu diesem Thema hat Dr. Stephanie Joachim den diesjährigen Förderpreis der Sophia und Fritz Heinemann-Stiftung erhalten. Die Wissenschaftlerin von der Universitätsaugenklinik der RUB untersucht, ob T-Zellen des eigenen Immunsystems dafür verantwortlich sind, dass die Netzhautzellen zugrunde gehen. Der Preis ist mit 15.000 € dotiert und wurde auf der FoRUM-Tagung an der RUB verliehen.

Augeninnendruck erklärt nicht alles

Das Glaukom ist eine der Hauptursachen für Blindheit weltweit und hängt oft mit einem erhöhten Augeninnendruck zusammen. „Nicht alle Phänomene der Erkrankung lassen sich jedoch so erklären“, sagt die Preisträgerin. „Etwa ein Drittel der Patienten hat keinen erhöhten Augeninnendruck.“ Dennoch sterben die Ganglienzellen ihrer Netzhaut. Die Fortsätze dieser Zellen bilden den Sehnerv und leiten Informationen vom Auge zur Großhirnrinde. Vorangegangene Studien zeigten, dass Glaukompatienten eine erhöhte Anzahl von Antikörpern gegen das eigene Augengewebe besitzen. Joachim erforscht nun an einem speziell entwickelten Tiermodell, welche T-Zellen des Immunsystems für diese fehlerhafte Antikörperproduktion verantwortlich sind und zu welchem Zeitpunkt der Erkrankung sie nachweisbar sind. „Diese Erkenntnisse können helfen, die Ursachen des Glaukoms zu therapieren“, so die Wissenschaftlerin.

Preis und Preisträgerin

Die Sophia und Fritz Heinemann-Stiftung vergibt den Förderpreis, der von der Commerzbank verwaltet wird, für herausragende klinische und klinisch-theoretische Arbeiten an junge Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler. Mit dem Preis unterstützt sie Stephanie Joachims Projekt „Bedeutung der T‐Zell‐Antwort für Ganglienzelltod im Autoimmun Glaukom Modell“. Joachim studierte Medizin in Ulm und Mainz, erlangte 2005 die Approbation als Ärztin und beendete ein Jahr später ihre Promotion. Zurzeit ist sie Assistenzärztin an der Universitätsaugenklinik der RUB unter Leitung von Prof. Dr. Burkhard Dick und Leiterin des DFG‐Projektes „Rolle der Antikörperbeteiligung am Untergang retinaler Ganglienzellen im Experimentellen Autoimmun Glaukom Tiermodell“.

Weitere Informationen

Dr. Stephanie Joachim, Experimental Eye Research Institute, Universitätsklinikum Knappschaftskrankenhaus, In der Schornau 23‐25, 44892 Bochum, Tel.: 0234/299‐3156

stephanie.joachim@kk-bochum.de

Redaktion
Dr. Julia Weiler

Dr. Josef König | idw
Weitere Informationen:
http://www.ruhr-uni-bochum.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht Rudolf-Virchow-Preis 2017 – wegweisende Forschung zu einer seltenen Form des Hodgkin-Lymphoms
23.06.2017 | Deutsche Gesellschaft für Pathologie e.V.

nachricht Repairon erhält Finanzierung für die Entwicklung künstlicher Herzmuskelgewebe
23.06.2017 | Deutsches Zentrum für Herz-Kreislauf-Forschung e.V.

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Can we see monkeys from space? Emerging technologies to map biodiversity

An international team of scientists has proposed a new multi-disciplinary approach in which an array of new technologies will allow us to map biodiversity and the risks that wildlife is facing at the scale of whole landscapes. The findings are published in Nature Ecology and Evolution. This international research is led by the Kunming Institute of Zoology from China, University of East Anglia, University of Leicester and the Leibniz Institute for Zoo and Wildlife Research.

Using a combination of satellite and ground data, the team proposes that it is now possible to map biodiversity with an accuracy that has not been previously...

Im Focus: Klima-Satellit: Mit robuster Lasertechnik Methan auf der Spur

Hitzewellen in der Arktis, längere Vegetationsperioden in Europa, schwere Überschwemmungen in Westafrika – mit Hilfe des deutsch-französischen Satelliten MERLIN wollen Wissenschaftler ab 2021 die Emissionen des Treibhausgases Methan auf der Erde erforschen. Möglich macht das ein neues robustes Lasersystem des Fraunhofer-Instituts für Lasertechnologie ILT in Aachen, das eine bisher unerreichte Messgenauigkeit erzielt.

Methan entsteht unter anderem bei Fäulnisprozessen. Es ist 25-mal wirksamer als das klimaschädliche Kohlendioxid, kommt in der Erdatmosphäre aber lange nicht...

Im Focus: Climate satellite: Tracking methane with robust laser technology

Heatwaves in the Arctic, longer periods of vegetation in Europe, severe floods in West Africa – starting in 2021, scientists want to explore the emissions of the greenhouse gas methane with the German-French satellite MERLIN. This is made possible by a new robust laser system of the Fraunhofer Institute for Laser Technology ILT in Aachen, which achieves unprecedented measurement accuracy.

Methane is primarily the result of the decomposition of organic matter. The gas has a 25 times greater warming potential than carbon dioxide, but is not as...

Im Focus: How protons move through a fuel cell

Hydrogen is regarded as the energy source of the future: It is produced with solar power and can be used to generate heat and electricity in fuel cells. Empa researchers have now succeeded in decoding the movement of hydrogen ions in crystals – a key step towards more efficient energy conversion in the hydrogen industry of tomorrow.

As charge carriers, electrons and ions play the leading role in electrochemical energy storage devices and converters such as batteries and fuel cells. Proton...

Im Focus: Die Schweiz in Pole-Position in der neuen ESA-Mission

Die Europäische Weltraumagentur ESA gab heute grünes Licht für die industrielle Produktion von PLATO, der grössten europäischen wissenschaftlichen Mission zu Exoplaneten. Partner dieser Mission sind die Universitäten Bern und Genf.

Die Europäische Weltraumagentur ESA lanciert heute PLATO (PLAnetary Transits and Oscillation of stars), die grösste europäische wissenschaftliche Mission zur...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Von Batterieforschung bis Optoelektronik

23.06.2017 | Veranstaltungen

10. HDT-Tagung: Elektrische Antriebstechnologie für Hybrid- und Elektrofahrzeuge

22.06.2017 | Veranstaltungen

„Fit für die Industrie 4.0“ – Tagung von Hochschule Darmstadt und Schader-Stiftung am 27. Juni

22.06.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Radioaktive Elemente in Cassiopeia A liefern Hinweise auf Neutrinos als Ursache der Supernova-Explosion

23.06.2017 | Physik Astronomie

Dünenökosysteme modellieren

23.06.2017 | Ökologie Umwelt- Naturschutz

Makro-Mikrowelle macht Leichtbau für Luft- und Raumfahrt effizienter

23.06.2017 | Materialwissenschaften