Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Heidelberger Wissenschaftler Jonas Grethlein erhält ERC Starting Grant

30.11.2012
Hochdotierte Förderung des Europäischen Forschungsrates für exzellenten jungen Forscher

Der Heidelberger Wissenschaftler Prof. Dr. Jonas Grethlein erhält eine hochdotierte Förderung des Europäischen Forschungsrates (ERC), einen ERC Starting Grant für exzellente junge Forscher. Damit stehen Prof. Grethlein, der am Seminar für Klassische Philologie der Universität Heidelberg lehrt und forscht, rund 1,4 Millionen Euro für seine Arbeiten auf dem Gebiet der Literaturwissenschaft zur Verfügung.

Gefördert wird damit von 2013 an über einen Zeitraum von fünf Jahren das Projekt „AncNar – Experience and Teleology in Ancient Narrative“. Ziel der Forschungsarbeiten ist es, anhand von Texten der griechischen und römischen Antike einen neuen Ansatz zur anthropologischen Funktion narrativer Form zu entwickeln und dabei ein tieferes Verständnis antiker Erzählung zu gewinnen.

Wie der Wissenschaftler betont, ist Erzählung als eine Auseinandersetzung mit Zeit zu verstehen. „Sie vollzieht sich in der Spannung zwischen Erfahrung und Teleologie“, so Prof. Grethlein. „Die Untersuchung narrativer Form soll zeigen, inwiefern Erzählungen den Leser ihre Welt erfahren lassen oder aber ihn mit Hilfe teleologischer Konstruktionen distanzieren.“ Gemeinsam mit zwei Postdoktoranden und zwei Doktoranden wird Jonas Grethlein sowohl die literarischen Gattungen Epos, Historiographie und Roman als auch systematische Fragestellungen wie die erzählerische Funktion von Orakeln und die Rolle der Zeit in der antiken Literaturkritik untersuchen.

Jonas Grethlein (Jahrgang 1978) studierte Griechische und Lateinische Philologie sowie Geschichte in Göttingen, Oxford und Freiburg. 2002 wurde er an der Universität Freiburg promoviert. Im Jahr 2005 folgte hier auch die Habilitation auf den Gebieten der Klassischen Philologie und der Alten Geschichte. Nach einem zweijährigen Aufenthalt an der Harvard University wirkte Jonas Grethlein 2007 als Assistant Professor an der University of California in Santa Barbara (USA). 2008 folgte er einem Ruf der Universität Heidelberg und übernahm an der Ruperto Carola die Professur für „Klassische Philologie: Griechische Literaturwissenschaft“. Für seine Forschungen wurde der Wissenschaftler 2006 mit dem Heinz Maier-Leibnitz-Preis der Deutschen Forschungsgemeinschaft ausgezeichnet. Zu seinen jüngeren Publikationen zählt „The Greeks and Their Past“, 2010 in der Cambridge University Press erschienen. Im Akademischen Jahr 2012/2013 forscht Prof. Grethlein als Fellow am Wissenschaftskolleg zu Berlin.

Der ERC Starting Grant wird an herausragende junge Wissenschaftler vergeben. Kriterien für die Förderung sind die wissenschaftliche Exzellenz der Nachwuchsforscher und das innovative Potenzial ihrer Forschungsideen.

Hinweis an die Redaktionen:
Ein digitales Portraitfoto ist in der Pressestelle erhältlich.

Kontakt:
Prof. Dr. Jonas Grethlein
Seminar für Klassische Philologie
Telefon (06221) 54-2262
jonas.grethlein@skph.uni-heidelberg.de

Kommunikation und Marketing
Pressestelle, Telefon (06221) 54-2311
presse@rektorat.uni-heidelberg.de

Marietta Fuhrmann-Koch | idw
Weitere Informationen:
http://www.uni-heidelberg.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht Rudolf-Virchow-Preis 2017 – wegweisende Forschung zu einer seltenen Form des Hodgkin-Lymphoms
23.06.2017 | Deutsche Gesellschaft für Pathologie e.V.

nachricht Repairon erhält Finanzierung für die Entwicklung künstlicher Herzmuskelgewebe
23.06.2017 | Deutsches Zentrum für Herz-Kreislauf-Forschung e.V.

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Can we see monkeys from space? Emerging technologies to map biodiversity

An international team of scientists has proposed a new multi-disciplinary approach in which an array of new technologies will allow us to map biodiversity and the risks that wildlife is facing at the scale of whole landscapes. The findings are published in Nature Ecology and Evolution. This international research is led by the Kunming Institute of Zoology from China, University of East Anglia, University of Leicester and the Leibniz Institute for Zoo and Wildlife Research.

Using a combination of satellite and ground data, the team proposes that it is now possible to map biodiversity with an accuracy that has not been previously...

Im Focus: Klima-Satellit: Mit robuster Lasertechnik Methan auf der Spur

Hitzewellen in der Arktis, längere Vegetationsperioden in Europa, schwere Überschwemmungen in Westafrika – mit Hilfe des deutsch-französischen Satelliten MERLIN wollen Wissenschaftler ab 2021 die Emissionen des Treibhausgases Methan auf der Erde erforschen. Möglich macht das ein neues robustes Lasersystem des Fraunhofer-Instituts für Lasertechnologie ILT in Aachen, das eine bisher unerreichte Messgenauigkeit erzielt.

Methan entsteht unter anderem bei Fäulnisprozessen. Es ist 25-mal wirksamer als das klimaschädliche Kohlendioxid, kommt in der Erdatmosphäre aber lange nicht...

Im Focus: Climate satellite: Tracking methane with robust laser technology

Heatwaves in the Arctic, longer periods of vegetation in Europe, severe floods in West Africa – starting in 2021, scientists want to explore the emissions of the greenhouse gas methane with the German-French satellite MERLIN. This is made possible by a new robust laser system of the Fraunhofer Institute for Laser Technology ILT in Aachen, which achieves unprecedented measurement accuracy.

Methane is primarily the result of the decomposition of organic matter. The gas has a 25 times greater warming potential than carbon dioxide, but is not as...

Im Focus: How protons move through a fuel cell

Hydrogen is regarded as the energy source of the future: It is produced with solar power and can be used to generate heat and electricity in fuel cells. Empa researchers have now succeeded in decoding the movement of hydrogen ions in crystals – a key step towards more efficient energy conversion in the hydrogen industry of tomorrow.

As charge carriers, electrons and ions play the leading role in electrochemical energy storage devices and converters such as batteries and fuel cells. Proton...

Im Focus: Die Schweiz in Pole-Position in der neuen ESA-Mission

Die Europäische Weltraumagentur ESA gab heute grünes Licht für die industrielle Produktion von PLATO, der grössten europäischen wissenschaftlichen Mission zu Exoplaneten. Partner dieser Mission sind die Universitäten Bern und Genf.

Die Europäische Weltraumagentur ESA lanciert heute PLATO (PLAnetary Transits and Oscillation of stars), die grösste europäische wissenschaftliche Mission zur...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Von Batterieforschung bis Optoelektronik

23.06.2017 | Veranstaltungen

10. HDT-Tagung: Elektrische Antriebstechnologie für Hybrid- und Elektrofahrzeuge

22.06.2017 | Veranstaltungen

„Fit für die Industrie 4.0“ – Tagung von Hochschule Darmstadt und Schader-Stiftung am 27. Juni

22.06.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Der Form eine Funktion verleihen

23.06.2017 | Informationstechnologie

Von Batterieforschung bis Optoelektronik

23.06.2017 | Veranstaltungsnachrichten

Rudolf-Virchow-Preis 2017 – wegweisende Forschung zu einer seltenen Form des Hodgkin-Lymphoms

23.06.2017 | Förderungen Preise