Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

HAW Hamburg erhält über eine Million Euro für Klima- und Wasserforschung in Afrika

15.05.2014

Das Forschungs- und Transferzentrum "Applications of Life Sciences", kurz FTZ-ALS, an der HAW Hamburg erhält von der EU im "Programms Europe-AID" eine Forschungsförderung in der Höhe von über einer Million Euro. Das Fördergeld ist für das Projekt „AFRHINET“, das ist eine Studie über Regenwassernutzung und Klimaanpassung in Afrika.

Das Projekt AFRHINET ist die Abkürzung von: "An ACP-EU Technology Transfer Network on Rainwater Harvesting Irrigation Management for Sustainable Dryland Agriculture, Food Security and Poverty Alleviation in sub-Saharan Africa“. AFRHINET steht für „EU-Afrika-Karibik Technologietransfer Netzwerk im Bereich Regenwassermanagement mit Schwerpunkt auf Bewässerung in der Landwirtschaft in Sub-Sahara-Afrika“.

In dessen Rahmen soll auch ein Beitrag für Ernährungssicherheit und Armutsbekämpfung geleistet werden. Konkret soll in den nächsten drei Jahren untersucht werden, wie die erneuerbaren Süßwasserressourcen Afrikas – vor allem das Regenwasser – optimaler verwendet werden können.

Uns geht es darum ein effektiveres Regenwassermanagement in Afrika aufzubauen. Dabei wird das Projekt AFRHINET vor allem neue Kompetenzen, Strategien und ein Bewusstsein für ein effektiveres Monitoring und Management von Regenwasser schaffen. Ziel ist es, dass die Menschen insgesamt mehr Wasser trotz der gleichen Ressource für ihre Versorgung und die Landwirtschaft zur Verfügung haben.Professor und bekannte Klimaforscher Prof. Dr. Dr. Walter Leal.

Nach Angaben von Prof. Walter Leal wird der Klimawandel Afrikas die dort bereits vorhandenen Wasserprobleme hochwahrscheinlich weiter verstärken. Berechnungsmodelle zeigen weitgehend übereinstimmend eine deutliche Abnahme der Abflussmengen der Flüsse in Nord- und eine leichte Zunahme in Ostafrika.

„Knapp zwei Drittel des afrikanischen Kontinents südlich der Sahara haben ein halbtrockenes bis trockenes Klima“, so Prof. Leal. Derzeit sind knapp Zweidrittel der Fläche von Sub-Sahara-Afrika „arid oder semiarid, das heißt trocken oder halbtrocken“. Den dort mehr als 300 Millionen lebenden Menschen stehen rund 100 Kubikmeter Wasser pro Jahr und Person zur Verfügung, das heißt, sie leiden unter starker Wasserknappheit. Nun soll die regionale Wasserverfügbarkeit durch eine optimalere Nutzung von Regenwasser verbessert werden.

Das Projekt AFRHINET wird die aktuelle Situation in Äthiopien, Kenia, Mozambik und Simbabwe untersuchen und Methoden erproben, die zu einer Optimierung der Regenwassernutzung, vor allem in den Bereichen Sammlung, Einlagerung und Verteilung führen kann. Auch Gesundheitsaspekte werden untersucht. Technologietransferzentren sollen dafür in Hamburg, Addis Abeba, Maputo, Harare und in Nairobi etabliert werden.

Kontakte:
Prof. Dr. (mult.) Dr. h.c. (mult.) Walter Leal, Leiter des FTZ-ALS und Projektkoordinator AFRHINET
Tel. +49.40.428 75-6313
walter.leal@haw-hamburg.de

AFRHINET Koordinations-Team
Josep de la Trincheria/Johanna Vogt
afrhinet@ls.haw-hamburg.de

Weitere Informationen:

http://www.haw-hamburg.de/ftz-als.html

Dr. Katharina Jeorgakopulos | idw - Informationsdienst Wissenschaft

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht Über 1,6 Millionen Euro für Forschung im Bereich Innovative Materialien und Werkstofftechnologie
17.05.2017 | Hochschule Osnabrück

nachricht MHH-Forscher beleben Narbengewebe in der Leber wieder
16.05.2017 | Medizinische Hochschule Hannover

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Tumult im trägen Elektronen-Dasein

Ein internationales Team von Physikern hat erstmals das Streuverhalten von Elektronen in einem nichtleitenden Material direkt beobachtet. Ihre Erkenntnisse könnten der Strahlungsmedizin zu Gute kommen.

Elektronen in nichtleitenden Materialien könnte man Trägheit nachsagen. In der Regel bleiben sie an ihren Plätzen, tief im Inneren eines solchen Atomverbunds....

Im Focus: Turmoil in sluggish electrons’ existence

An international team of physicists has monitored the scattering behaviour of electrons in a non-conducting material in real-time. Their insights could be beneficial for radiotherapy.

We can refer to electrons in non-conducting materials as ‘sluggish’. Typically, they remain fixed in a location, deep inside an atomic composite. It is hence...

Im Focus: Hauchdünne magnetische Materialien für zukünftige Quantentechnologien entwickelt

Zweidimensionale magnetische Strukturen gelten als vielversprechendes Material für neuartige Datenspeicher, da sich die magnetischen Eigenschaften einzelner Molekülen untersuchen und verändern lassen. Forscher haben nun erstmals einen hauchdünnen Ferrimagneten hergestellt, bei dem sich Moleküle mit verschiedenen magnetischen Zentren auf einer Goldfläche selbst zu einem Schachbrettmuster anordnen. Dies berichten Wissenschaftler des Swiss Nanoscience Institutes der Universität Basel und des Paul Scherrer Institutes in der Wissenschaftszeitschrift «Nature Communications».

Ferrimagneten besitzen zwei magnetische Zentren, deren Magnetismus verschieden stark ist und in entgegengesetzte Richtungen zeigt. Zweidimensionale, quasi...

Im Focus: Neuer Ionisationsweg in molekularem Wasserstoff identifiziert

„Wackelndes“ Molekül schüttelt Elektron ab

Wie reagiert molekularer Wasserstoff auf Beschuss mit intensiven ultrakurzen Laserpulsen? Forscher am Heidelberger MPI für Kernphysik haben neben bekannten...

Im Focus: Wafer-thin Magnetic Materials Developed for Future Quantum Technologies

Two-dimensional magnetic structures are regarded as a promising material for new types of data storage, since the magnetic properties of individual molecular building blocks can be investigated and modified. For the first time, researchers have now produced a wafer-thin ferrimagnet, in which molecules with different magnetic centers arrange themselves on a gold surface to form a checkerboard pattern. Scientists at the Swiss Nanoscience Institute at the University of Basel and the Paul Scherrer Institute published their findings in the journal Nature Communications.

Ferrimagnets are composed of two centers which are magnetized at different strengths and point in opposing directions. Two-dimensional, quasi-flat ferrimagnets...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Diabetes Kongress 2017:„Closed Loop“-Systeme als künstliche Bauchspeicheldrüse ab 2018 Realität

23.05.2017 | Veranstaltungen

Aachener Werkzeugmaschinen-Kolloquium 2017: Internet of Production für agile Unternehmen

23.05.2017 | Veranstaltungen

14. Dortmunder MST-Konferenz zeigt individualisierte Gesundheitslösungen mit Mikro- und Nanotechnik

22.05.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Medikamente aus der CLOUD: Neuer Standard für die Suche nach Wirkstoffkombinationen

23.05.2017 | Biowissenschaften Chemie

Diabetes Kongress 2017:„Closed Loop“-Systeme als künstliche Bauchspeicheldrüse ab 2018 Realität

23.05.2017 | Veranstaltungsnachrichten

CAST-Projekt setzt Dunkler Materie neue Grenzen

23.05.2017 | Physik Astronomie