Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Gut 11,6 Millionen Euro für die Geisteswissenschaften

06.05.2014

Kurswertvermögen der Gerda Henkel Stiftung erreicht Rekordniveau | Neuer Jahresbericht erschienen

Die Gerda Henkel Stiftung hat im vergangenen Jahr weltweit mehr als 11,6 Millionen Euro für neue Forschungsprojekte bereitgestellt.

Damit konnte die Stiftung Forschungsvorhaben aus dem Bereich der Historischen Geisteswissenschaften und ihrer benachbarten Disziplinen auf dem hohen Niveau der Vorjahre unterstützen. Darüber hinaus stieg ihr Kurswertvermögen zum 31. Dezember 2013 auf rund 670 Millionen Euro. „Die erfreuliche Entwicklung des Kurswertvermögens ist allerdings nur eine Momentaufnahme, die sehr stark von der gegenwärtigen Entwicklung auf den globalen Finanzmärkten geprägt ist“, so Dr. Michael Hanssler, Vorsitzender des Vorstands der Gerda Henkel Stiftung.

„Entscheidend ist, dass es uns auch in den kommenden Jahren gelingt, das Fördervolumen der Gerda Henkel Stiftung weiter zu steigern und damit die Unterstützung zusätzlicher wissenschaftlicher Projekte möglich zu machen.“ Die Düsseldorfer Geschäftsstelle betreute zum Jahresende 2013 knapp 1.200 Projekte weltweit. Das Themenspektrum umfasst u. a. archäologische Forschungen in Pergamon (Türkei), eine Studie zum politischen Engagement in Südafrika, eine Geschichte des Seehandels in China und die Sicherung bedrohter Handschriften aus Timbuktu (Mali). Der neue Jahresbericht stellt einige Forschungsprojekte beispielhaft vor und bietet eine Übersicht über die Initiativen der Stiftung.

Die Stiftungsgremien bewilligten Fördermittel für 257 neue Forschungsprojekte und weitere Initiativen in 26 Ländern. Der Jahresbericht 2013 nennt sie im Überblick und geht u. a. auf die folgenden Projekte ausführlich ein:

Antike Gräber und Nekropolen liefern wesentliche Informationen über die Sozialstruktur von Städten und die Lebensverhältnisse ihrer Bewohner. Eine Forschergruppe des Deutschen Archäologischen Instituts, Abteilung Istanbul, untersucht die wichtige Südostnekropole in Pergamon (http://www.gerda-henkel-stiftung.de/pergamon).

In Südafrika hat der hart erkämpfte Übergang zu einer multiethnischen Demokratie viele Möglichkeiten der politischen Mitwirkung eröffnet. Dennoch ist 20 Jahre nach dem Ende der Apartheit und den ersten freien Wahlen das politische Engagement im Rückgang begriffen. Ein in Columbus (Ohio) angesiedeltes Forschungsprojekt analysiert diesen Prozess und setzt ihn in Beziehung zu individuellen Erfahrungen von Gewalt und Selbstjustiz in der jungen Demokratie Südafrika (http://www.gerda-henkel-stiftung.de/suedafrika).

Wie hat sich der Seehandel Chinas in politischen Umbruchphasen verändert? Historiker und Archäologen der Universitäten Salzburg und Gent erforschen unter Wasser und zu Land die maritime Geschichte Chinas vom 9. bis 18. Jahrhundert (http://www.gerda-henkel-stiftung.de/china).

Als islamistische Gruppierungen 2012 die nördlichen Teile Malis besetzten, begann für die zum UNESCO-Welterbe gehörenden Handschriften Timbuktus eine beispiellose Rettungsaktion. In der malischen Hauptstadt Bamako sichern und restaurieren Handschriftenexperten aus Mali und Hamburg derzeit gemeinsam die bedeutsamen Bestände. Das Kooperationsvorhaben wird unterstützt von dem Auswärtigen Amt, internationalen Förderpartnern und der Gerda Henkel Stiftung (http://www.gerda-henkel-stiftung.de/timbuktu).

Die Gerda Henkel Stiftung wurde im Juni 1976 von Frau Lisa Maskell zum Gedenken an ihre Mutter Gerda Henkel als gemeinnützige Stiftung des privaten Rechts mit Sitz in Düsseldorf errichtet. Ausschließlicher Stiftungszweck ist die Förderung der Wissenschaft, vornehmlich durch bestimmte fachlich und zeitlich begrenzte Arbeiten auf dem Gebiet der Geisteswissenschaft an Universitäten und Forschungsinstituten. Die Weiterbildung graduierter Studenten ist ein besonderes Anliegen der Stiftung. Die Förderungen der Gerda Henkel Stiftung gelten den Historischen Geisteswissenschaften, vorrangig der Geschichtswissenschaft, der Archäologie, der Kunstgeschichte und historischen Teildisziplinen. Die Stiftung ist in Deutschland und international tätig und hat seit ihrer Gründung weltweit rund 6.000 Forschungsvorhaben mit mehr als 120 Millionen Euro unterstützt.

Kontakt:
Gerda Henkel Stiftung
Pressestelle
Dr. Sybille Wüstemann
Malkastenstraße 15
40211 Düsseldorf
Tel.: +49 211 93 65 24 19
Fax: +49 211 93 65 24 44
E-Mail: wuestemann@gerda-henkel-stiftung.de

Weitere Informationen:

http://www.gerda-henkel-stiftung.de/jahresbericht

Dr. Sybille Wüstemann | idw - Informationsdienst Wissenschaft

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht ERC-Grants: Fünf neue Projekte an der LMU
11.08.2017 | Ludwig-Maximilians-Universität München

nachricht Krankheitserreger beim Reis blockieren
10.08.2017 | Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Forscher entwickeln maisförmigen Arzneimittel-Transporter zum Inhalieren

Er sieht aus wie ein Maiskolben, ist winzig wie ein Bakterium und kann einen Wirkstoff direkt in die Lungenzellen liefern: Das zylinderförmige Vehikel für Arzneistoffe, das Pharmazeuten der Universität des Saarlandes entwickelt haben, kann inhaliert werden. Professor Marc Schneider und sein Team machen sich dabei die körpereigene Abwehr zunutze: Makrophagen, die Fresszellen des Immunsystems, fressen den gesundheitlich unbedenklichen „Nano-Mais“ und setzen dabei den in ihm enthaltenen Wirkstoff frei. Bei ihrer Forschung arbeiteten die Pharmazeuten mit Forschern der Medizinischen Fakultät der Saar-Uni, des Leibniz-Instituts für Neue Materialien und der Universität Marburg zusammen Ihre Forschungsergebnisse veröffentlichten die Wissenschaftler in der Fachzeitschrift Advanced Healthcare Materials. DOI: 10.1002/adhm.201700478

Ein Medikament wirkt nur, wenn es dort ankommt, wo es wirken soll. Wird ein Mittel inhaliert, muss der Wirkstoff in der Lunge zuerst die Hindernisse...

Im Focus: Exotische Quantenzustände: Physiker erzeugen erstmals optische „Töpfe" für ein Super-Photon

Physikern der Universität Bonn ist es gelungen, optische Mulden und komplexere Muster zu erzeugen, in die das Licht eines Bose-Einstein-Kondensates fließt. Die Herstellung solch sehr verlustarmer Strukturen für Licht ist eine Voraussetzung für komplexe Schaltkreise für Licht, beispielsweise für die Quanteninformationsverarbeitung einer neuen Computergeneration. Die Wissenschaftler stellen nun ihre Ergebnisse im Fachjournal „Nature Photonics“ vor.

Lichtteilchen (Photonen) kommen als winzige, unteilbare Portionen vor. Viele Tausend dieser Licht-Portionen lassen sich zu einem einzigen Super-Photon...

Im Focus: Exotic quantum states made from light: Physicists create optical “wells” for a super-photon

Physicists at the University of Bonn have managed to create optical hollows and more complex patterns into which the light of a Bose-Einstein condensate flows. The creation of such highly low-loss structures for light is a prerequisite for complex light circuits, such as for quantum information processing for a new generation of computers. The researchers are now presenting their results in the journal Nature Photonics.

Light particles (photons) occur as tiny, indivisible portions. Many thousands of these light portions can be merged to form a single super-photon if they are...

Im Focus: Wissenschaftler beleuchten den „anderen Hochtemperatur-Supraleiter“

Eine von Wissenschaftlern des Max-Planck-Instituts für Struktur und Dynamik der Materie (MPSD) geleitete Studie zeigt, dass Supraleitung und Ladungsdichtewellen in Verbindungen der wenig untersuchten Familie der Bismutate koexistieren können.

Diese Beobachtung eröffnet neue Perspektiven für ein vertieftes Verständnis des Phänomens der Hochtemperatur-Supraleitung, ein Thema, welches die Forschung der...

Im Focus: Tests der Quantenmechanik mit massiven Teilchen

Quantenmechanische Teilchen können sich wie Wellen verhalten und mehrere Wege gleichzeitig nehmen, um an ihr Ziel zu gelangen. Dieses Prinzip basiert auf Borns Regel, einem Grundpfeiler der Quantenmechanik; eine mögliche Abweichung hätte weitreichende Folgen und könnte ein Indikator für neue Phänomene in der Physik sein. WissenschafterInnen der Universität Wien und Tel Aviv haben nun diese Regel explizit mit Materiewellen überprüft, indem sie massive Teilchen an einer Kombination aus Einzel-, Doppel- und Dreifachspalten interferierten. Die Analyse bestätigt den Formalismus der etablierten Quantenmechanik und wurde im Journal "Science Advances" publiziert.

Die Quantenmechanik beschreibt sehr erfolgreich das Verhalten von Partikeln auf den kleinsten Masse- und Längenskalen. Die offensichtliche Unvereinbarkeit...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Eröffnung der INC.worX-Erlebniswelt während der Technologie- und Innovationsmanagement-Tagung 2017

16.08.2017 | Veranstaltungen

Sensibilisierungskampagne zu Pilzinfektionen

15.08.2017 | Veranstaltungen

Anbausysteme im Wandel: Europäische Ackerbaubetriebe müssen sich anpassen

15.08.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Neue Einblicke in die Welt der Trypanosomen

16.08.2017 | Biowissenschaften Chemie

Maschinensteuerung an Anwender: Intelligentes System für mobile Endgeräte in der Fertigung

16.08.2017 | Informationstechnologie

Komfortable Software für die Genomanalyse

16.08.2017 | Informationstechnologie