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Gründen mit nachhaltigem Erfolg

20.05.2011
Nachhaltigkeitsgedanke in der deutschen Wirtschaft noch wenig ausgeprägt

Trotz der allgegenwärtigen Diskussion in Politik und Wirtschaft schneiden deutsche Unternehmen im internationalen Vergleich in Sachen Nachhaltigkeit relativ schlecht ab. In einer auf dem Weltwirtschaftsgipfel in Davos vorgestellten Rangliste der weltweit 100 nachhaltigsten Unternehmen finden sich mit Adidas, Henkel und SAP lediglich drei deutsche Firmen. Laut einer Studie der KPMG zur Realisierung der Nachhaltigkeit haben nur 60 Prozent der befragten Unternehmen eine eigene Nachhaltigkeitsstrategie.

Hauptstadtregion wegweisend bei Clean Technologies

Dabei bringt nachhaltiges Wirtschaften nicht nur gesellschaftliche Mehrwerte, sondern bedeutet auch einen konkreten wirtschaftlichen Nutzen. So ermöglichen innovative Prozess- und Produktlösungen einen effizienten und kostensparenden Einsatz von Ressourcen und sichern damit langfristig die eigene Marktfähigkeit. Gerade in der Hauptstadtregion hat man die Zeichen der Zeit erkannt: Im Bereich Clean Technologies gilt sie als wegweisend mit der höchsten Dichte an Umweltunternehmen, Forschungseinrichtungen und Beschäftigten in Deutschland. Hier werden in einem breiten Spektrum aus Solar-, Bio- und Windenergie neue, effiziente Lösungen zur umweltfreundlichen Erzeugung, Speicherung und Nutzung von Energie entwickelt.

Davon zeugen z. B. die gerade zu Ende gegangenen 12. Berliner Energietage - mit rund 6.000 Veranstaltungsteilnehmern und 45 Einzelveranstaltungen die Leitveranstaltung in Deutschland rund um die Themen Energieeffizienz, Klimaschutz, Gebäudesanierung und Energiewirtschaft. Anschauliche Ergebnisse liefern auch Branchenmessen wie die CLEAN TECH WORLD, auf der auch dieses Jahr im Herbst Aussteller ihre verbrauchsarmen Innovationen auf dem Gelände des ehemaligen Fughafens Berlin-Tempelhof präsentieren werden.

Nachhaltigkeit als integraler Teil des Geschäftsmodells

Auch Existenzgründer haben bei der Konzeption ihres Geschäftsmodells die Möglichkeit, mit einem nachhaltigen Ansatz schon zu Beginn Kostenersparnisse und Umsatzsteigerungen zu erzielen. Zudem steigern die Maßnahmen zur Nachhaltigkeit die Produktivität und fördern das Image bei Kunden, Mitarbeitern und Geschäftspartnern.

Businessplan-Wettbewerb Berlin-Brandenburg führt Sonderpreis "Nachhaltigkeit" ein

Damit Gründer das Thema Nachhaltigkeit bereits in der Konzeption stärker als Teil des Geschäftsmodells berücksichtigen, hat der Businessplan-Wettbewerb Berlin-Brandenburg (BPW) in diesem Jahr als deutschlandweit erster Businessplan-Wettbewerb die Nachhaltigkeitsthematik nicht nur in sein Seminarangebot integriert, sondern auch einen Sonderpreis "Nachhaltigkeit" eingeführt, welcher mit 2.000 Euro dotiert ist.

Ausgehend von einem ganzheitlichen Ansatz bewerten die Juroren die wirtschaftliche Tragfähigkeit des gesamten Businessplans. Während das Kapitel "Nachhaltigkeit" in diesem Jahr noch optional behandelt werden kann, soll es in den nächsten Jahren ein verbindliches Element in der Businessplan-Erstellung werden. Die Gewinner des Sonderpreises werden zusammen mit den Siegern der dritten Wettbewerbsrunde des BPW bei der finalen Prämierung am 22. Juni 2011 bekannt gegeben.

Hintergrund

Der BPW: Drei Stufen ? drei Bewertungskategorien ? eine Initiative Der Wettbewerb richtet sich an alle, die eine gute Idee haben und deren Umsetzung in Berlin oder Brandenburg planen. Der BPW gestaltet sich in drei Stufen von der Idee über Marktanalyse bis hin zur Finanzierung. Jede Stufe hat zum Ziel, die Geschäftsidee weiter zu entwickeln und an die Anforderungen für einen Erfolg versprechenden Businessplan anzupassen und zu optimieren. Die Beratungsangebote sind inhaltlich auf die Schwerpunkte der jeweiligen Stufe zugeschnitten. Der Einstieg kann in jeder Stufe erfolgen.

Die Bewertung der eingereichten Geschäftskonzepte erfolgt dabei in den zwei gleichwertigen Kategorien [BPWtechnology] für technologieorientierte Produkt- und Geschäftsideen und [BPWservice] für alle anderen Ideen. In der 1. und 2. Stufe werden die besten zehn Businesspläne und in der 3. Stufe die besten sechs Businesspläne mit insgesamt 65.000 EUR prämiert. Neu im Wettbewerb 2011 ist das Kapitel Nachhaltigkeit, welches in der 3. Stufe zusätzlich mit einem Preisgeld in Höhe von 2.000 EUR ausgezeichnet wird.In der dritten Kategorie [BPWstudy] können die Businesspläne, die im Rahmen einer Hochschulvorlesung erstellt werden, zu gesonderten Abgabeterminen für das Winter- bzw. Sommersemester gesammelt durch die Hochschulen eingereicht werden. Eine Prämierung erfolgt am Ende des Wettbewerbs.

Rückblick BPW 1996 bis 2010
Im Businessplan-Wettbewerb Berlin-Brandenburg 2010 wurden von 1.904 Teilnehmerinnen und Teilnehmern insgesamt 885 Businesspläne entwickelt und eingereicht. Aus den Wettbewerben 1996 bis 2009 entstanden bis heute 1.313 noch bestehende Unternehmen mit 5.906 Arbeitsplätzen.
BPW-Netzwerk
Der BPW wird organisiert von der Investitionsbank Berlin (IBB), der Investitionsbank des Landes Brandenburg (ILB) sowie dem UVB Unternehmensverbände Berlin-Brandenburg e.V. Träger des Wettbewerbs sind die Hochschulen in Berlin und Brandenburg. Die Schirmherren des BPW sind Harald Wolf, Senator für Wirtschaft, Technologie und Frauen Berlin und Ralf Christoffers, Minister für Wirtschaft und Europaangelegenheiten des Landes Brandenburg.

Der BPW dankt seinen Premiumpartnern, Partnern, Kooperationspartnern und Schirmherren, deren Unterstützung die Umsetzung des BPW erst möglich macht. Der BPW wird zum Großteil aus Mitteln von Premiumpartnern, Partnern und Eigenmitteln der Organisatoren finanziert. In Brandenburg ist für das Projekt zusätzlich eine Förderung des Ministeriums für Wirtschaft und Europaangelegenheiten aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) vorgesehen.

Detaillierte Informationen zum Wettbewerb erhalten Sie unter: www.b-p-w.de

Pressekontakt:
Matthias Haensch
Pressesprecher
Tel.: (0331) 660 15 05
Fax: (0331) 660 12 31
E-Mail: presse@ilb.de

Matthias Haensch | BPW
Weitere Informationen:
http://www.b-p-w.de

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