Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Grätzel gewinnt ersten UofL-Preis für erneuerbare Energie

21.11.2013
Der Schweizer Chemiker Michael Grätzel - bekannt für die Erfindung einer neuen Solarzelle, die im Vergleich zu Solarzellen auf Siliziumbasis einfacher und kostengünstiger herzustellen ist - hat den erstmals vergebenen und mit einem Preisgeld von 50.000 USD dotierten Leigh Ann Conn Prize for Renewable Energy [http://www.conncenter.org/leigh-ann-conn-prize/] der University of Louisville erhalten.

Der als Professor und Direktor des Labors für Photonik und Grenzflächen (Laboratory of Photonics and Interfaces) an der École Polytechnique Fédérale in Lausanne tätige Grätzel erhält diese Auszeichnung, weil es ihm bei der Entwicklung der als Grätzel-Zelle [http://www.youtube.com/watch?v=LYVwJyQBXcM] bekannten Farbstoffsolarzelle gelungen ist, Elemente der Nanowissenschaft und Photokonversion erfolgreich miteinander zu vereinen.

Mithilfe von Ressourcen, die weltweit im Überfluss vorhanden sind, verwandeln die von ihm entwickelten Zellen Sonnenlicht in elektrischen Strom. Die dabei erzielten Effizienzwerte kommen Dünnfilm-Solarzellen auf Siliziumbasis sehr nahe, wobei die Produktionskosten deutlich geringer ausfallen. Die Massenproduktion der Zellen wurde im Jahr 2009 aufgenommen.

Grätzel, einer der am häufigsten zitierten Chemiker der Welt, besitzt mehr als 50 Patente und hat neben zwei Büchern bereits über 1.200 Fachpublikationen verfasst. Seine Konzepte waren Gegenstand Hunderter Forschungsgruppen und zahlreicher Konferenzen.

Im kommenden Frühling wird er in Louisville einen öffentlichen Vortrag über seine preisgekrönte Arbeit halten und die zum Conn Prize gehörende Medaille und Auszeichnung entgegennehmen. Der Preis wird für herausragende Ideen und Errungenschaften im Bereich der erneuerbaren Energien vergeben, die sich auf globaler Ebene bewährt haben.

"Im Hinblick auf eine effizientere, zweckmäßigere und kostengünstigere Gestaltung der Solarenergie ist Dr. Grätzel im internationalen Raum führend. Wir schätzen seine Forschung sehr und sind überaus stolz, dass er der erste Gewinner des Leigh Ann Conn Prize ist", erklärte UofL-Präsident James Ramsey, der die Auszeichnung auch überreichen wird.

Der seitens des Conn Center for Renewable Energy Research der UofL vergebene Preis ist nach der verstorbenen Tochter von Hank und Rebecca Conn benannt, die das Forschungszentrum gemeinsam unterstützen und den Preis gestiftet haben.

"Die Auszeichnung derart herausragender Innovationen im Bereich der erneuerbaren Energie ist ein wundervoller Anlass, um Leigh Ann zu gedenken", so Hank Conn. "Wir sind begeistert, weil sich das wissenschaftliche Verfahren bewährt hat und in aller Welt eingesetzt wird. Dass die Wahl auf Michael Grätzel gefallen ist, spricht für seine Arbeit am Conn Center und verleiht all dem, was wir in den vergangenen fünf Jahren zu erreichen versucht haben, noch mehr Tragkraft. Sie wäre stolz."

Nominierungen für den im Jahr 2014 vergebenen Preis werden vom 1.
Januar bis 1. Juni entgegengenommen. Ein Foto von Grätzel steht hier [http://www.conncenter.net/news/GRAETZEL.jpg] zum Download bereit.

KONTAKT:

Andrew Marsh unter +1-502-852-8597 oder andrew.marsh@louisville.edu

Andrew Marsh | presseportal
Weitere Informationen:
http://www.louisville.edu/

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht Neues Helmholtz-Institut in Würzburg erforscht Infektionen auf genetischer Ebene
24.05.2017 | Hermann von Helmholtz-Gemeinschaft Deutscher Forschungszentren

nachricht CRTD erhält 1.56 Millionen Euro BMBF-Förderung für Forschung zu degenerativen Netzhauterkrankungen
24.05.2017 | DFG-Forschungszentrum für Regenerative Therapien TU Dresden

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Orientierungslauf im Mikrokosmos

Physiker der Universität Würzburg können auf Knopfdruck einzelne Lichtteilchen erzeugen, die einander ähneln wie ein Ei dem anderen. Zwei neue Studien zeigen nun, welches Potenzial diese Methode hat.

Der Quantencomputer beflügelt seit Jahrzehnten die Phantasie der Wissenschaftler: Er beruht auf grundlegend anderen Phänomenen als ein herkömmlicher Rechner....

Im Focus: A quantum walk of photons

Physicists from the University of Würzburg are capable of generating identical looking single light particles at the push of a button. Two new studies now demonstrate the potential this method holds.

The quantum computer has fuelled the imagination of scientists for decades: It is based on fundamentally different phenomena than a conventional computer....

Im Focus: Tumult im trägen Elektronen-Dasein

Ein internationales Team von Physikern hat erstmals das Streuverhalten von Elektronen in einem nichtleitenden Material direkt beobachtet. Ihre Erkenntnisse könnten der Strahlungsmedizin zu Gute kommen.

Elektronen in nichtleitenden Materialien könnte man Trägheit nachsagen. In der Regel bleiben sie an ihren Plätzen, tief im Inneren eines solchen Atomverbunds....

Im Focus: Turmoil in sluggish electrons’ existence

An international team of physicists has monitored the scattering behaviour of electrons in a non-conducting material in real-time. Their insights could be beneficial for radiotherapy.

We can refer to electrons in non-conducting materials as ‘sluggish’. Typically, they remain fixed in a location, deep inside an atomic composite. It is hence...

Im Focus: Hauchdünne magnetische Materialien für zukünftige Quantentechnologien entwickelt

Zweidimensionale magnetische Strukturen gelten als vielversprechendes Material für neuartige Datenspeicher, da sich die magnetischen Eigenschaften einzelner Molekülen untersuchen und verändern lassen. Forscher haben nun erstmals einen hauchdünnen Ferrimagneten hergestellt, bei dem sich Moleküle mit verschiedenen magnetischen Zentren auf einer Goldfläche selbst zu einem Schachbrettmuster anordnen. Dies berichten Wissenschaftler des Swiss Nanoscience Institutes der Universität Basel und des Paul Scherrer Institutes in der Wissenschaftszeitschrift «Nature Communications».

Ferrimagneten besitzen zwei magnetische Zentren, deren Magnetismus verschieden stark ist und in entgegengesetzte Richtungen zeigt. Zweidimensionale, quasi...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Meeresschutz im Fokus: Das IASS auf der UN-Ozean-Konferenz in New York vom 5.-9. Juni

24.05.2017 | Veranstaltungen

Diabetes Kongress in Hamburg beginnt heute: Rund 6000 Teilnehmer werden erwartet

24.05.2017 | Veranstaltungen

Wissensbuffet: „All you can eat – and learn”

24.05.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Hochspannung für den Teilchenbeschleuniger der Zukunft

24.05.2017 | Physik Astronomie

3D-Graphen: Experiment an BESSY II zeigt, dass optische Eigenschaften einstellbar sind

24.05.2017 | Physik Astronomie

Optisches Messverfahren für Zellanalysen in Echtzeit - Ulmer Physiker auf der Messe "Sensor+Test"

24.05.2017 | Messenachrichten