Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Göttinger Wissenschaftlerin erhält „Women in Science“-Preis für Forschungsarbeit

22.10.2010
Förderprogramm unterstützt gezielt exzellente Wissenschaftlerinnen mit Kindern

Die Göttinger Wissenschaftlerin Nataliya Rybalka erhält für ihre Forschungsarbeit mit Algenkulturen den Preis „For Women in Science“.

Die Auszeichnung wird von der deutschen UNESCO-Kommission, L’Oréal Deutschland und der Christiane Nüsslein-Volhard-Stiftung an exzellente Wissenschaftlerinnen mit Kindern verliehen und ist mit je 20.000 Euro dotiert.

Nataliya Rybalka ist seit 2008 am Albrecht-von-Haller-Institut für Pflanzenwissenschaften der Universität Göttingen tätig, wo sie in der Abteilung Experimentelle Phykologie und Sammlung von Algenkulturen unter Prof. Dr. Thomas Friedl an ihrer Promotion arbeitet. Sie hat eine anderthalb Jahre alte Tochter.

In ihrer Doktorarbeit untersucht Nataliya Rybalka die Biodiversität von Gelbgrünalgen. Gelbgrünalgen sind Mikroalgen, die eine wichtige Rolle bei der CO2-Bindung durch Photosynthese spielen. Jedes zweite Sauerstoffmolekül der Erdatmosphäre wird von Mikroalgen gebildet. Ihre hochwertigen Inhaltsstoffe und ihre kostengünstige Kultivierung machen Mikroalgen zudem zu interessanten Rohstofflieferanten, beispielsweise für die Produktion von Pigmenten, Lipiden, Fettsäuren und pharmazeutisch wichtigen Substanzen.

Nataliya Rybalka untersucht in ihrer Doktorarbeit mittels molekularer Marker, das heißt mittels Vergleichen von DNA-Abschnitten aus den Kern- und Chloroplastengenomen, Verwandtschaftsbeziehungen innerhalb der Gruppe der Gelbgrünalgen sowie deren Verbreitung und Ökologie. Die Ergebnisse ihrer Studie können dazu dienen, die Vielfalt von Mikroalgen besser zu verstehen und für biotechnologische Zwecke nutzbar zu machen.

Das Förderprogramm „For Women in Science“ hat es sich zum Ziel gemacht, exzellente Forscherinnen mit Kindern aus dem Bereich der experimentellen Naturwissenschaften zu unterstützen und so bessere Chancen für Frauen in der Wissenschaft zu schaffen. Zudem will das Projekt dazu beitragen, das große Potenzial qualifizierter weiblicher Fachkräfte zu erhalten. Die insgesamt drei Preisträgerinnen bekommen für ein Jahr finanzielle Unterstützung, wobei ein Teil des Preisgeldes in Kinderbetreuung und Haushaltshilfe fließt, der andere Teil in Weiterbildungsmaßnahmen für die Forscherinnen sowie der Förderung von Kinderbetreuungsangeboten an ihren Universitäten.

Der Preis „For Women in Science“ wird am Dienstag, 26. Oktober 2010, im Rahmen einer Veranstaltung des Center of Excellence Women in Science (CEWS) in Bonn an insgesamt drei ausgezeichnete Doktorandinnen verliehen.

Kontaktadresse:
Nataliya Rybalka
Georg-August-Universität Göttingen
Biologische Fakultät
Albrecht-von-Haller-Institut für Pflanzenwissenschaften
Abteilung Experimentelle Phykologie und Sammlung von Algenkulturen
Untere Karspüle 2, 37073 Göttingen
Telefon (0551) 39-14058, Fax (0551) 39-7871
E-Mail: nrybalk@uni-goettingen.de

Dr. Bernd Ebeling | idw
Weitere Informationen:
http://www.uni-goettingen.de
http://www.uni-goettingen.de/de/45175.html

Weitere Berichte zu: Algenkulturen Gelbgrünalgen Mikroalge Phykologie Science TV

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht Deutscher Mobilitätspreis geht an Projekt des KIT
29.06.2017 | Karlsruher Institut für Technologie

nachricht Umfangreiche Fördermaßnahmen für Forschung an Chromatin, Nebenniere und Krebstherapie
28.06.2017 | Helmholtz Zentrum München - Deutsches Forschungszentrum für Gesundheit und Umwelt

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Schnelles und umweltschonendes Laserstrukturieren von Werkzeugen zur Folienherstellung

Kosteneffizienz und hohe Produktivität ohne dabei die Umwelt zu belasten: Im EU-Projekt »PoLaRoll« entwickelt das Fraunhofer-Institut für Produktionstechnologie IPT aus Aachen gemeinsam mit dem Oberhausener Fraunhofer-Institut für Umwelt-, Sicherheit- und Energietechnik UMSICHT und sechs Industriepartnern ein Modul zur direkten Laser-Mikrostrukturierung in einem Rolle-zu-Rolle-Verfahren. Ziel ist es, mit Hilfe dieses Systems eine siebartige Metallfolie als Demonstrator zu fertigen, die zum Sonnenschutz von Glasfassaden verwendet wird: Durch ihre besondere Geometrie wird die Sonneneinstrahlung reduziert, woraus sich ein verminderter Energieaufwand für Kühlung und Belüftung ergibt.

Das Fraunhofer IPT ist im Projekt »PoLaRoll« für die Prozessentwicklung der Laserstrukturierung sowie für die Mess- und Systemtechnik zuständig. Von den...

Im Focus: Das Auto lernt vorauszudenken

Ein neues Christian Doppler Labor an der TU Wien beschäftigt sich mit der Regelung und Überwachung von Antriebssystemen – mit Unterstützung des Wissenschaftsministeriums und von AVL List.

Wer ein Auto fährt, trifft ständig Entscheidungen: Man gibt Gas, bremst und dreht am Lenkrad. Doch zusätzlich muss auch das Fahrzeug selbst ununterbrochen...

Im Focus: Vorbild Delfinhaut: Elastisches Material vermindert Reibungswiderstand bei Schiffen

Für eine elegante und ökonomische Fortbewegung im Wasser geben Delfine den Wissenschaftlern ein exzellentes Vorbild. Die flinken Säuger erzielen erstaunliche Schwimmleistungen, deren Ursachen einerseits in der Körperform und andererseits in den elastischen Eigenschaften ihrer Haut zu finden sind. Letzteres Phänomen ist bereits seit Mitte des vorigen Jahrhunderts bekannt, konnte aber bislang nicht erfolgreich auf technische Anwendungen übertragen werden. Experten des Fraunhofer IFAM und der HSVA GmbH haben nun gemeinsam mit zwei weiteren Forschungspartnern eine Oberflächenbeschichtung entwickelt, die ähnlich wie die Delfinhaut den Strömungswiderstand im Wasser messbar verringert.

Delfine haben eine glatte Haut mit einer darunter liegenden dicken, nachgiebigen Speckschicht. Diese speziellen Hauteigenschaften führen zu einer signifikanten...

Im Focus: Kaltes Wasser: Und es bewegt sich doch!

Bei minus 150 Grad Celsius flüssiges Wasser beobachten, das beherrschen Chemiker der Universität Innsbruck. Nun haben sie gemeinsam mit Forschern in Schweden und Deutschland experimentell nachgewiesen, dass zwei unterschiedliche Formen von Wasser existieren, die sich in Struktur und Dichte stark unterscheiden.

Die Wissenschaft sucht seit langem nach dem Grund, warum ausgerechnet Wasser das Molekül des Lebens ist. Mit ausgefeilten Techniken gelingt es Forschern am...

Im Focus: Hyperspektrale Bildgebung zur 100%-Inspektion von Oberflächen und Schichten

„Mehr sehen, als das Auge erlaubt“, das ist ein Anspruch, dem die Hyperspektrale Bildgebung (HSI) gerecht wird. Die neue Kameratechnologie ermöglicht, Licht nicht nur ortsaufgelöst, sondern simultan auch spektral aufgelöst aufzuzeichnen. Das bedeutet, dass zur Informationsgewinnung nicht nur herkömmlich drei spektrale Bänder (RGB), sondern bis zu eintausend genutzt werden.

Das Fraunhofer IWS Dresden entwickelt eine integrierte HSI-Lösung, die das Potenzial der HSI-Technologie in zuverlässige Hard- und Software überführt und für...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Marine Pilze – hervorragende Quellen für neue marine Wirkstoffe?

28.06.2017 | Veranstaltungen

Willkommen an Bord!

28.06.2017 | Veranstaltungen

Internationale Fachkonferenz IEEE ICDCM - Lokale Gleichstromnetze bereichern die Energieversorgung

27.06.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

EUROSTARS-Projekt gestartet - mHealth-Lösung: time4you Forschungs- und Entwicklungspartner bei IMPACHS

28.06.2017 | Unternehmensmeldung

Proteine entdecken, zählen, katalogisieren

28.06.2017 | Biowissenschaften Chemie

Neue Scheinwerfer-Dimension: Volladaptive Lichtverteilung in Echtzeit

28.06.2017 | Automotive