Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

GI-Innovationspreis für mobiles Laser-Scanning

31.08.2015

Mit dem Innovations- und Entrepreneurpreis, der unter der Schirmherrschaft von Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel steht, zeichnet die Gesellschaft für Informatik e.V. (GI) informatikbezogene Erfindungen, Innovationen und einschlägige Unternehmensgründungen aus. In diesem Jahr hat die GI aus 30 Einreichungen das mobile Laser-Scanning-System „Measurement in Motion“ (MiM) ausgewählt.

„Measurement in Motion“ hat die Jury insbesondere dadurch überzeugt, dass damit ein mobiles Laser-Scanning ohne GPS-Daten möglich wird und aus den Daten binnen weniger Minuten ein 3D-Modell errechnet werden kann. Beim herkömmlichen Außeneinsatz von Scannern auf Autos wird die Bewegung mit besonders genauen GPS-Systemen verfolgt, die in Innenräumen nicht verfügbar sind, da die Verbindung zum Satelliten dort unzureichend ist. Daher ist das Alleinstellungsmerkmal des Messsystems der Einsatz gerade im Inneren von Gebäuden.


Laserscan von Bremen

Measurement in Motion

Dr. Peter Janotta, einer der Gründer von „Measurement in Motion“: „Bei unserem Messverfahren wird die Bewegung vom Messgerät selbst, das heißt autonom verfolgt, wodurch

1. das Verfahren generell unabhängig von externen Positionierungshilfen und deren Einschränkungen ist. Beispielsweise werden weder Satellitenempfang noch eine freie Sichtlinie zur Bewegungsverfolgung benötigt.

2. das Messgerät auf beliebige Weise transportiert werden kann. So ist z.B. ein Transport über Autos, Roboter, Schiebewägen, Kräne, Produktionsförderbänder oder sogar Flugkörper während der Messung möglich und teilweise bereits in der Praxis erprobt.“

Denkbare Einsatzgebiete sind beispielsweise Produktionsstätten der Automobilbranche, wo bei jedem Modellwechsel die Produktionsstraßen für die Montage angepasst werden müssen. Ein weiteres Einsatzfeld könnte der Tunnelbau sein, wo durch den Abgleich von 3D-Modellen, die in größeren Zeitabständen aufgenommen werden, Veränderungen an den Tunnelwänden sichtbar werden. Webseite zum Produkt: http://mim3d.de.

Jury-Vorsitzender und GI-Vizepräsident Prof. Dr. Andreas Oberweis: „Auch in diesem Jahr gab es eine Vielzahl von beeindruckenden Einreichungen, die neue, spannende und kreative Ideen vorstellten. Measurement in Motion haben wir deshalb ausgewählt, weil damit aufwändige Messverfahren spürbar vereinfacht werden können. Darüber hinaus gibt es bereits einen ausgefeilten Geschäftsplan und erste Interessenten aus der Industrie.“

Die Auszeichnung findet auf der GI-Jahrestagung INFORMATIK 2015 am 29. September 2015 in Cottbus statt. Verliehen wird der Preis von Stefan Schnoor vom Bundeswirtschaftsministerium und GI-Präsident Prof. Dr.-Ing. Peter Liggesmeyer. Unter http://mim3d.de/presse/ finden Sie Pressefotos des Gründungsteams, des Scansystems sowie 3D-Scans.

Die Gesellschaft für Informatik e.V. (GI) ist eine gemeinnützige Fachgesellschaft zur Förderung der Informatik in all ihren Aspekten und Belangen. Gegründet im Jahr 1969 ist die GI mit ihren heute rund 20.000 Mitgliedern die größte Vertretung von Informatikerinnen und Informatikern im deutschsprachigen Raum. Die Mitglieder der GI kommen aus Wissenschaft, Wirtschaft, öffentlicher Verwaltung, Lehre und Forschung.

Cornelia Winter, 0228-302147, cornelia.winter@gi.de.

Weitere Informationen:

https://www.gi.de/
http://mim3d.de/
http://mim3d.de/presse/
http://informatik2015.de/

Cornelia Winter | idw - Informationsdienst Wissenschaft

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht Förderung des Instituts für Lasertechnik und Messtechnik in Ulm mit rund 1,63 Millionen Euro
24.03.2017 | Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau Baden-Württemberg

nachricht TU-Bauingenieure koordinieren EU-Projekt zu Recycling-Beton von über sieben Millionen Euro
24.03.2017 | Technische Universität Kaiserslautern

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Wegweisende Erkenntnisse für die Biomedizin: NAD⁺ hilft bei Reparatur geschädigter Erbinformationen

Eine internationale Forschergruppe mit dem Bayreuther Biochemiker Prof. Dr. Clemens Steegborn präsentiert in 'Science' neue, für die Biomedizin wegweisende Forschungsergebnisse zur Rolle des Moleküls NAD⁺ bei der Korrektur von Schäden am Erbgut.

Die Zellen von Menschen und Tieren können Schäden an der DNA, dem Träger der Erbinformation, bis zu einem gewissen Umfang selbst reparieren. Diese Fähigkeit...

Im Focus: Designer-Proteine falten DNA

Florian Praetorius und Prof. Hendrik Dietz von der Technischen Universität München (TUM) haben eine neue Methode entwickelt, mit deren Hilfe sie definierte Hybrid-Strukturen aus DNA und Proteinen aufbauen können. Die Methode eröffnet Möglichkeiten für die zellbiologische Grundlagenforschung und für die Anwendung in Medizin und Biotechnologie.

Desoxyribonukleinsäure – besser bekannt unter der englischen Abkürzung DNA – ist die Trägerin unserer Erbinformation. Für Prof. Hendrik Dietz und Florian...

Im Focus: Fliegende Intensivstationen: Ultraschallgeräte in Rettungshubschraubern können Leben retten

Etwa 21 Millionen Menschen treffen jährlich in deutschen Notaufnahmen ein. Im Kampf zwischen Leben und Tod zählt für diese Patienten jede Minute. Wenn sie schon kurz nach dem Unfall zielgerichtet behandelt werden können, verbessern sich ihre Überlebenschancen erheblich. Damit Notfallmediziner in solchen Fällen schnell die richtige Diagnose stellen können, kommen in den Rettungshubschraubern der DRF Luftrettung und zunehmend auch in Notarzteinsatzfahrzeugen mobile Ultraschallgeräte zum Einsatz. Experten der Deutschen Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin e.V. (DEGUM) schulen die Notärzte und Rettungsassistenten.

Mit mobilen Ultraschallgeräten können Notärzte beispielsweise innere Blutungen direkt am Unfallort identifizieren und sie bei Bedarf auch für Untersuchungen im...

Im Focus: Gigantische Magnetfelder im Universum

Astronomen aus Bonn und Tautenburg in Thüringen beobachteten mit dem 100-m-Radioteleskop Effelsberg Galaxienhaufen, das sind Ansammlungen von Sternsystemen, heißem Gas und geladenen Teilchen. An den Rändern dieser Galaxienhaufen fanden sie außergewöhnlich geordnete Magnetfelder, die sich über viele Millionen Lichtjahre erstrecken. Sie stellen die größten bekannten Magnetfelder im Universum dar.

Die Ergebnisse werden am 22. März in der Fachzeitschrift „Astronomy & Astrophysics“ veröffentlicht.

Galaxienhaufen sind die größten gravitativ gebundenen Strukturen im Universum, mit einer Ausdehnung von etwa zehn Millionen Lichtjahren. Im Vergleich dazu ist...

Im Focus: Giant Magnetic Fields in the Universe

Astronomers from Bonn and Tautenburg in Thuringia (Germany) used the 100-m radio telescope at Effelsberg to observe several galaxy clusters. At the edges of these large accumulations of dark matter, stellar systems (galaxies), hot gas, and charged particles, they found magnetic fields that are exceptionally ordered over distances of many million light years. This makes them the most extended magnetic fields in the universe known so far.

The results will be published on March 22 in the journal „Astronomy & Astrophysics“.

Galaxy clusters are the largest gravitationally bound structures in the universe. With a typical extent of about 10 million light years, i.e. 100 times the...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Rund 500 Fachleute aus Wissenschaft und Wirtschaft diskutierten über technologische Zukunftsthemen

24.03.2017 | Veranstaltungen

Lebenswichtige Lebensmittelchemie

23.03.2017 | Veranstaltungen

Die „Panama Papers“ aus Programmierersicht

22.03.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Rund 500 Fachleute aus Wissenschaft und Wirtschaft diskutierten über technologische Zukunftsthemen

24.03.2017 | Veranstaltungsnachrichten

Förderung des Instituts für Lasertechnik und Messtechnik in Ulm mit rund 1,63 Millionen Euro

24.03.2017 | Förderungen Preise

TU-Bauingenieure koordinieren EU-Projekt zu Recycling-Beton von über sieben Millionen Euro

24.03.2017 | Förderungen Preise