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Gestern lief mein Computerprogramm doch noch...

30.07.2009
Andreas Zeller, Informatik-Professor an der Universität des Saarlandes, wird für seine Arbeiten der automatischen Fehlersuche in Programmen ausgezeichnet.

Die Untergruppe für Softwaretechnik der großen amerikanische Informatiker-Vereinigung ACM (ACM Special Interest Group on Software Engineering, kurz SIGSOFT) verleiht dem Informatiker ihren diesjährigen "Impact Award" für seinen Beitrag "Yesterday, my program worked. Today, it does not. Why?".

In dem Beitrag beschreibt Andreas Zeller, wie man aus einer Vielzahl von Programmänderungen vollautomatisch die Änderung herausfinden kann, die einen Programmfehler verursacht. Dabei findet man nicht nur die Fehlerquelle, sondern macht diese auch gleich unschädlich.

Der "Impact Award" wird jedes Jahr für den Forschungsbeitrag vergeben, der seit seinem Erscheinen vor zehn Jahren den größten Einfluss auf das ganze Forschungsgebiet hatte. Zellers Ansatz, durch systematisches Testen Fehlerursachen einzugrenzen, wurde von Hunderten weiteren Beiträgen aufgegriffen und wird nun als Meilenstein in der Softwareentwicklung geehrt. Prof. Zeller konzentriert sich schon seit einigen Jahren darauf, systematisch nach Fehlern in großen Computerprogrammen zu suchen. Der SIGSOFT-Preis wird am 27. August auf der europäischen Softwaretechnik-Konferenz (ESEC) in Amsterdam überreicht.

Der jetzt prämierte Beitrag war einer der ersten weltweit, der systematisch die Änderungsgeschichte von Programmen nutzte, um Fehlerursachen aufzuspüren. In den vergangenen Jahren konnte Prof. Zeller außerdem als erster Forscher die Fehlerdatenbanken von Microsoft systematisch durchforsten, um herauszufinden, wo sich die meisten Fehler häufen. Zellers Verfahren sagen jetzt voraus, welche Stellen am fehlerträchtigsten sind - und wie man die Fehler automatisch eingrenzen und beheben kann.

Mehr zum Preis und den bisherigen Gewinnern:
http://www.sigsoft.org/awards/ImpactAward.htm
Homepage von Prof. Andreas Zeller:
http://www.st.cs.uni-saarland.de/zeller/
Und den Beitrag selbst (auch für Nicht-Fachleute) gibt es hier:
http://doi.acm.org/10.1145/318773.318946
Fragen beantwortet:
Prof. Dr. Andreas Zeller
Tel. 0681/302-64010
zeller@cs.uni-sb.de
Hinweis für Hörfunk-Journalisten: Sie können Telefoninterviews in Studioqualität mit Wissenschaftlern und Studierenden der Universität des Saarlandes führen, über Rundfunk-ISDN-Codec. Technische Angaben: MPEG Layer 2, 48 KHz, 64 KBit/s, mono (CDQ-1000-Modus). Interviewwünsche bitte an die Pressestelle (0681/302-3610) richten.

Friederike Meyer zu Tittingdorf | idw
Weitere Informationen:
http://www.uni-sb.de

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