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Gerda Henkel Stiftung bewilligt knapp 1,5 Millionen Euro für neue Forschungsprojekte

23.04.2013
100.000 Euro für die Rettung wertvoller Manuskript-Bestände aus Timbuktu gewährt

Die Gerda Henkel Stiftung unterstützt 28 neue wissenschaftliche Vorhaben aus dem Bereich der Historischen Geisteswissenschaften. Die Stiftungsgremien beschlossen in ihrer Frühjahrssitzung am 18. und 19. April 2013, fast 1,5 Millionen Euro für Forschungsprojekte aus den Bereichen Archäologie, Geschichtswissenschaften, Historische Islamwissenschaften, Kunstgeschichte sowie Ur- und Frühgeschichte zur Verfügung zu stellen. Davon sollen 100.000 Euro der Sicherung wertvoller Manuskripte aus Timbuktu (Mali) zugutekommen.

Eine gemeinsame Initiative des Auswärtigen Amts und der Gerda Henkel Stiftung sieht vor, die in der malischen Hauptstadt Bamako lagernden Handschriftenbestände wissenschaftlich erfassen und restaurieren zu lassen.

Rund 350.000 naturwissenschaftliche, philosophische und theologische Schriften des 9. bis 13. Jahrhunderts haben sich in Timbuktu befunden, bevor islamistische Gruppierungen Anfang 2012 die nördlichen Teile Malis besetzten. Mehr als 200.000 Manuskripte konnten vor der drohenden Zerstörung gerettet werden. Über 4.000 von ihnen gelangten nach Bamako, weisen jedoch zum Teil einen schlechten Zustand auf.
Ziel des Kooperationsvorhabens des Auswärtigen Amts und der Gerda Henkel Stiftung ist es, diesen bedeutenden Teilbestand zu erhalten. Eine Gruppe von Experten der Mamma-Haidara-Bibliothek in Timbuktu und des Sonderforschungsbereichs 950 „Manuskriptkulturen in Asien, Afrika und Europa“ der Universität Hamburg untersucht zunächst Umfang und Zustand der Manuskript-Bestände. Die Gerda Henkel Stiftung unterstützt die anschließenden Digitalisierungs- und Restaurierungsarbeiten.

Die Gerda Henkel Stiftung wurde 1976 von Frau Lisa Maskell (1914–1998) zum Gedenken an ihre Mutter Gerda Henkel errichtet. Die Gerda Henkel Stiftung ist eine von der heutigen Henkel AG & Co. KGaA unabhängige, gemeinnützige Einrichtung privaten Rechts mit Sitz in Düsseldorf. Ausschließlicher Stiftungszweck ist die Förderung der Wissenschaft. Die Disziplinen Archäologie, Geschichtswissenschaften, Historische Islamwissenschaften, Kunstgeschichte, Rechtsgeschichte sowie Ur- und Frühgeschichte stehen im Zentrum der Fördertätigkeit. Die Gerda Henkel Stiftung hat seit ihrer Gründung weltweit knapp 6.000 Forschungsvorhaben mit rund 110 Millionen Euro unterstützt.

Kontakt:
Gerda Henkel Stiftung
Pressestelle
Dr. Sybille Wüstemann
E-Mail: wuestemann@gerda-henkel-stiftung.de
Tel.: +49 (0)211 93 65 24 0

Dr. Sybille Wüstemann | idw
Weitere Informationen:
http://www.gerda-henkel-stiftung.de

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