Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Georg Forster-Forschungspreis für Agrarwissenschaftler

17.01.2014
Prof. Dr. Ismail Cakmak forscht am Göttinger Department für Nutzpflanzenwissenschaften und am IAPN

Prof. Dr. Ismail Cakmak von der Sabanci Universität in Istanbul hat den mit 60.000 Euro dotierten Georg Forster-Forschungspreis der Alexander von Humboldt-Stiftung erhalten.

Der Agrarwissenschaftler aus der Türkei verbindet in seinem Fach Pflanzenernährung und Pflanzenphysiologie Grundlagenforschung und deren Anwendung. Er forscht seit Beginn des Jahres an der Universität Göttingen am Department für Nutzpflanzenwissenschaften in der Abteilung Pflanzenernährung und Ertragsphysiologie sowie am Institute of Applied Plant Nutrition (IAPN).

Der Preisträger wird ein Jahr in Göttingen arbeiten und so die wissenschaftliche Kooperation zwischen der Universität Göttingen und der Sabanci Universität in Istanbul verstärken.

„Wir erwarten durch seinen Besuch wichtige Fortschritte auf dem Gebiet des Nutzpflanzenanbaus unter Wasser-limitierten Bedingungen“, so Prof. Dr. Klaus Dittert, wissenschaftlicher Leiter des IAPN und der Abteilung Pflanzenernährung und Ertragsphysiologie. „Das Gebiet stellt einen Schwerpunkt unserer gemeinsamen Forschung im Bereich der Ernährungsphysiologie von Kulturpflanzen dar. Im Mittelpunkt des Forschungsaufenthaltes von Prof. Cakmak wird die Bedeutung von Kalium und Magnesium auf die Verteilung von Assimilaten innerhalb der Pflanze und auf das Spross- und Wurzelwachstum stehen.“

Ismail Cakmak, Jahrgang 1959, wurde 1988 an der Universität Hohenheim promoviert und forschte als Postdoktorand mit einem Humboldt-Forschungsstipendium unter anderem in Hannover und Hohenheim. Seit dem Jahr 2000 ist er Professor an der Sabanci Universität in Istanbul. Unter anderem ist er an dem international angesehenen HarvestPlus Program beteiligt, das sich darum bemüht, versteckten Hunger zu bekämpfen und die Mikronährstoff- sowie Spurenelementversorgung von Millionen von Menschen zu verbessern. Prof. Cakmak hat federführend Fortschritte durch Erhöhung der Zinkkonzentration im Getreidekorn erreicht, und dadurch substanziell zur Linderung des Zinkmangels beigetragen, der in der menschlichen Ernährung der Türkei und vielen Entwicklungs- und Schwellenländern ein schwerwiegendes Gesundheitsproblem darstellt.

1999 hat Prof. Cakmak den TÜBITAK-Wissenschaftspreis gewonnen, die höchste Auszeichnung für wissenschaftliche Leistungen in der Türkei. Für seine Beiträge zur menschlichen Ernährung und zur landwirtschaftlichen Produktion wurde ihm 2005 der International Fertilizer Industry Association Crop Nutrition Award verliehen. 2007 erhielt er von der Australian Academy of Technological Sciences and Engineering die Derek Tribe Award Medal, im Jahr 2008 den Humanitarian Service Award des Lions Club. Im September 2012 wurde er in die European Academy of Sciences gewählt.

Kontaktadresse:
Prof. Dr. Klaus Dittert
Georg-August-Universität Göttingen und Institute of Applied Plant Nutrition (IAPN)
Department für Nutzpflanzenwissenschaften
Abteilung Pflanzenernährung und Ertragsphysiologie
Carl-Sprengel-Weg 1, 37075 Göttingen, Telefon (0551) 39-5569
E-Mail: klaus.dittert@agr.uni-goettingen.de
Weitere Informationen:
http://wwwuser.gwdg.de/~uaac/

Thomas Richter | idw
Weitere Informationen:
http://www.uni-goettingen.de/

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht Bund fördert Entwicklung sicherer Schnellladetechnik für Hochleistungsbatterien mit 2,5 Millionen
06.12.2016 | Technische Universität Clausthal

nachricht Fraunhofer WKI koordiniert vom BMEL geförderten Forschungsverbund zu Zusatznutzen von Dämmstoffen aus nachwachsenden Rohstoffen
05.12.2016 | Fraunhofer-Institut für Holzforschung - Wilhelm-Klauditz-Institut WKI

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Elektronenautobahn im Kristall

Physiker der Universität Würzburg haben an einer bestimmten Form topologischer Isolatoren eine überraschende Entdeckung gemacht. Die Erklärung für den Effekt findet sich in der Struktur der verwendeten Materialien. Ihre Arbeit haben die Forscher jetzt in Science veröffentlicht.

Sie sind das derzeit „heißeste Eisen“ der Physik, wie die Neue Zürcher Zeitung schreibt: topologische Isolatoren. Ihre Bedeutung wurde erst vor wenigen Wochen...

Im Focus: Electron highway inside crystal

Physicists of the University of Würzburg have made an astonishing discovery in a specific type of topological insulators. The effect is due to the structure of the materials used. The researchers have now published their work in the journal Science.

Topological insulators are currently the hot topic in physics according to the newspaper Neue Zürcher Zeitung. Only a few weeks ago, their importance was...

Im Focus: Rätsel um Mott-Isolatoren gelöst

Universelles Verhalten am Mott-Metall-Isolator-Übergang aufgedeckt

Die Ursache für den 1937 von Sir Nevill Francis Mott vorhergesagten Metall-Isolator-Übergang basiert auf der gegenseitigen Abstoßung der gleichnamig geladenen...

Im Focus: Poröse kristalline Materialien: TU Graz-Forscher zeigt Methode zum gezielten Wachstum

Mikroporöse Kristalle (MOFs) bergen große Potentiale für die funktionalen Materialien der Zukunft. Paolo Falcaro von der TU Graz et al zeigen in Nature Materials, wie man MOFs gezielt im großen Maßstab wachsen lässt.

„Metal-organic frameworks“ (MOFs) genannte poröse Kristalle bestehen aus metallischen Knotenpunkten mit organischen Molekülen als Verbindungselemente. Dank...

Im Focus: Gravitationswellen als Sensor für Dunkle Materie

Die mit der Entdeckung von Gravitationswellen entstandene neue Disziplin der Gravitationswellen-Astronomie bekommt eine weitere Aufgabe: die Suche nach Dunkler Materie. Diese könnte aus einem Bose-Einstein-Kondensat sehr leichter Teilchen bestehen. Wie Rechnungen zeigen, würden Gravitationswellen gebremst, wenn sie durch derartige Dunkle Materie laufen. Dies führt zu einer Verspätung von Gravitationswellen relativ zu Licht, die bereits mit den heutigen Detektoren messbar sein sollte.

Im Universum muss es gut fünfmal mehr unsichtbare als sichtbare Materie geben. Woraus diese Dunkle Materie besteht, ist immer noch unbekannt. Die...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Firmen- und Forschungsnetzwerk Munitect tagt am IOW

08.12.2016 | Veranstaltungen

NRW Nano-Konferenz in Münster

07.12.2016 | Veranstaltungen

Wie aus reinen Daten ein verständliches Bild entsteht

05.12.2016 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Hochgenaue Versuchsstände für dynamisch belastete Komponenten – Workshop zeigt Potenzial auf

09.12.2016 | Seminare Workshops

Ein Nano-Kreisverkehr für Licht

09.12.2016 | Physik Astronomie

Pflanzlicher Wirkstoff lässt Wimpern wachsen

09.12.2016 | Biowissenschaften Chemie