Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

GDCh-Förderpreis für Angel Topalov

06.09.2013
Wissenschaftler am Max-Planck-Institut für Eisenforschung erhält Preis auf dem Gebiet der Angewandten Elektrochemie

Angel Topalov hat am 02. September im Rahmen des GDCh-Wissenschaftsforums den Förderpreis auf dem Gebiet der Angewandten Elektrochemie verliehen bekommen. Topalov ist Doktorand am Max-Planck-Institut für Eisenforschung, er arbeitet in der Gruppe „Elektrokatalyse“ der Abteilung Grenzflächenchemie und Oberflächentechnik. Den Preis bekam er für seine Arbeit mit dem Thema „Die Auflösung von Platin – Grenzen für den Einsatz zur elektrochemischen Energieumwandlung?“[1].


Links: Modell des Aufbaus der Rasterdurchflusszelle. Das Besondere an dieser Zelle ist, dass sich die Flüssigkeit, die für Untersuchungen verwendet wird, im ständigen Fluss befindet und die Zusammensetzung der Flüssigkeit während des Versuches geändert werden kann. Rechts: So sieht die Raster-durchflusszelle im Labor aus.

Bei dieser Arbeit ging es darum, extrem kleine Mengen Platin zu detektieren, die sich bei einer elektrochemischen Behandlung von der Platin-Elektrode ablösen. Diesen Vorgang genau zu verstehen und Bedingungen zu finden, bei denen sich möglichst wenig Platin löst, spielt z.B. bei der Entwicklung von Brennstoffzellen eine wichtige Rolle. Brennstoffzellen sollen in naher Zukunft klassische Automotoren ersetzen.

Für den Betrieb von Brennstoffzellen sind sogenannte Elektrokatalysatoren nötig, die Elektroden aus Platin enthalten. Platin ist ein sehr teures Edelmetall, welches sich trotz der hohen Kosten am besten für diese Anwendung eignet. Herauszufinden, wie man dieses Edelmetall vor der Auflösung schützt, ist somit ein wichtiger Schritt für die Verwendung alternativer Energiequellen.

Besonders an der Untersuchung von Topalov ist, dass er mit seinem Versuchsaufbau in Echtzeit untersuchen kann, wie viel Platin sich unter welchen Bedingungen ablöst. Dies geschieht, indem er eine sogenannte Rasterdurchflusszelle an ein Massenspektrometer koppelt.

In seiner Doktorarbeit am Max-Planck-Institut für Eisenforschung forscht Topalov auf dem Gebiet der Elektrokatalyse. Er hat erfolgreich das Verfahren entwickelt, um die Rasterdurchflusszelle mit der Massenspektroskopie zu koppeln und so die Auflösungen von Metallen in winzigen Mengen in Echtzeit zu detektieren. Im Anschluss erforscht er mit dem neuen Versuchsaufbau, wie sich polykristallines Platin bei verschiedenen elektrochemischen Bedingungen verhält.

Die Fachgruppe Angewandte Elektrochemie der Gesellschaft Deutscher Elektrochemie für eine herausragende wissenschaftliche Arbeit (Promotionsarbeit oder wissenschaftliche Veröffentlichung). Die Arbeit soll in den letzten drei Jahren entstanden und der Preisträger nicht älter als 30 Jahre sein. Die Auszeichnung ist verbunden mit einer Verleihungsurkunde und einem Preisgeld von 1.000,-- Euro, das von der BASF gestiftet wird

https://www.gdch.de/netzwerk-strukturen/fachstrukturen/angewandte-elektrochemie/foerderpreis.html

___________________________
[1] Angel A. Topalov,Ioannis Katsounaros, Michael Auinger, Serhiy Cherevko, Josef C. Meier,Sebastian O. Klemm und Karl J. J. Mayrhofer, Angew. Chem., 2012, 124, 12782 –12785

Yasmin Ahmed Salem | Max-Planck-Institut
Weitere Informationen:
http://www.mpie.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht Berührungslose Ladesysteme
16.11.2017 | Albert-Ludwigs-Universität Freiburg im Breisgau

nachricht Studenten nehmen mit Frühwarnsystem für Geisterfahrer an internationalem Wettbewerb in Peking teil
15.11.2017 | Universität des Saarlandes

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Ultrakalte chemische Prozesse: Physikern gelingt beispiellose Vermessung auf Quantenniveau

Wissenschaftler um den Ulmer Physikprofessor Johannes Hecker Denschlag haben chemische Prozesse mit einer beispiellosen Auflösung auf Quantenniveau vermessen. Bei ihrer wissenschaftlichen Arbeit kombinierten die Forscher Theorie und Experiment und können so erstmals die Produktzustandsverteilung über alle Quantenzustände hinweg - unmittelbar nach der Molekülbildung - nachvollziehen. Die Forscher haben ihre Erkenntnisse in der renommierten Fachzeitschrift "Science" publiziert. Durch die Ergebnisse wird ein tieferes Verständnis zunehmend komplexer chemischer Reaktionen möglich, das zukünftig genutzt werden kann, um Reaktionsprozesse auf Quantenniveau zu steuern.

Einer deutsch-amerikanischen Forschergruppe ist es gelungen, chemische Prozesse mit einer nie dagewesenen Auflösung auf Quantenniveau zu vermessen. Dadurch...

Im Focus: Leoniden 2017: Sternschnuppen im Anflug?

Gemeinsame Pressemitteilung der Vereinigung der Sternfreunde und des Hauses der Astronomie in Heidelberg

Die Sternschnuppen der Leoniden sind in diesem Jahr gut zu beobachten, da kein Mondlicht stört. Experten sagen für die Nächte vom 16. auf den 17. und vom 17....

Im Focus: «Kosmische Schlange» lässt die Struktur von fernen Galaxien erkennen

Die Entstehung von Sternen in fernen Galaxien ist noch weitgehend unerforscht. Astronomen der Universität Genf konnten nun erstmals ein sechs Milliarden Lichtjahre entferntes Sternensystem genauer beobachten – und damit frühere Simulationen der Universität Zürich stützen. Ein spezieller Effekt ermöglicht mehrfach reflektierte Bilder, die sich wie eine Schlange durch den Kosmos ziehen.

Heute wissen Astronomen ziemlich genau, wie sich Sterne in der jüngsten kosmischen Vergangenheit gebildet haben. Aber gelten diese Gesetzmässigkeiten auch für...

Im Focus: A “cosmic snake” reveals the structure of remote galaxies

The formation of stars in distant galaxies is still largely unexplored. For the first time, astron-omers at the University of Geneva have now been able to closely observe a star system six billion light-years away. In doing so, they are confirming earlier simulations made by the University of Zurich. One special effect is made possible by the multiple reflections of images that run through the cosmos like a snake.

Today, astronomers have a pretty accurate idea of how stars were formed in the recent cosmic past. But do these laws also apply to older galaxies? For around a...

Im Focus: Pflanzenvielfalt von Wäldern aus der Luft abbilden

Produktivität und Stabilität von Waldökosystemen hängen stark von der funktionalen Vielfalt der Pflanzengemeinschaften ab. UZH-Forschenden gelang es, die Pflanzenvielfalt von Wäldern durch Fernerkundung mit Flugzeugen in verschiedenen Massstäben zu messen und zu kartieren – von einzelnen Bäumen bis hin zu ganzen Artengemeinschaften. Die neue Methode ebnet den Weg, um zukünftig die globale Pflanzendiversität aus der Luft und aus dem All zu überwachen.

Ökologische Studien zeigen, dass die Pflanzenvielfalt zentral ist für das Funktionieren von Ökosys-temen. Wälder mit einer höheren funktionalen Vielfalt –...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Technologievorsprung durch Textiltechnik

17.11.2017 | Veranstaltungen

Roboter für ein gesundes Altern: „European Robotics Week 2017“ an der Frankfurt UAS

17.11.2017 | Veranstaltungen

Börse für Zukunftstechnologien – Leichtbautag Stade bringt Unternehmen branchenübergreifend zusammen

17.11.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Technologievorsprung durch Textiltechnik

17.11.2017 | Veranstaltungsnachrichten

IHP präsentiert sich auf der productronica 2017

17.11.2017 | Messenachrichten

Roboter schafft den Salto rückwärts

17.11.2017 | Innovative Produkte