Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Fritz-Behrens-Stiftung Hannover unterstützt MHH-Forscher mit 110.000 Euro

24.09.2013
Professor Dr. Peter M. Vogt etabliert eine Haut-Gewebebank, entwickelt Implantate aus Spinnenseide und lädt den Vorstand der Stiftung für den 27. September in sein Labor ein

Die Fritz-Behrens-Stiftung Hannover fördert erstmals die Arbeiten von Wissenschaftlern der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH): Professor Dr. Peter M. Vogt, Direktor der MHH-Klinik für Plastische, Hand- und Wiederherstellungschirurgie, erhält 110.000 Euro für Forschungsarbeiten seines Teams.

„Wir freuen uns sehr über diese Unterstützung und nutzen sie für zwei Projekte: Zum einen etablieren wir damit eine Gewebebank für konservierte Haut bei Brandverletzten und zum anderen entwickeln wir Nerven- und Hautimplantate aus Spinnenseide“, sagt Professor Vogt. Mit dem Geld werde der Sprung aus der Grundlagenforschung in die Klinik wesentlich beschleunigt.

Professor Vogt lädt den Vorstand der Stiftung, Matthias Fontaine, Thomas Himstedt und Jan Philip Poppelbaum, zum Dank am Freitag, 27. September 2013, in seine Labore im Forschungsgebäude des Klinikums Oststadt-Heidehaus ein. Dort leben die Spinnen, aus deren Seide der Nerven- und Hautersatz entsteht. „Wir fördern diese Forschung gern, da wir sehr begeistert darüber sind, was man mit Spinnenfäden machen kann. Dass sie Nerven ersetzen und als Träger für zerstörte Haut dienen können, ist faszinierend und sensationell zugleich“, sagt Matthias Fontaine.

Für Medienvertreter wird es am

Freitag, 27. September 2013
um 15.15 Uhr
im Klinikum Oststadt-Heidehaus,
Podbielskistr. 380, 30659 Hannover,
einen Fototermin geben.
Die Forschung
Die Wissenschaftlerinnen Professorin Dr. Kerstin Reimers-Fadhlaoui und Diplombiologin Christina Allmeling aus dem Team von Professor Vogt testen bereits seit 2004, ob sich Seide der Goldenen Radnetzspinne aus Tansania als Material für die Medizin eignet. 2007 gelang es ihnen, künstliche Nerven aus der Spinnenseide im Labor zu züchten. Derzeit erforschen sie in einer klinischen Studie erstmals, ob es möglich ist, bei Menschen mit Hilfe der Seide zerstörte Nervenzellen zu regenerieren. Dabei dient die Seide als Leitstruktur für nachwachsende Nervenzellen, die sich später wieder auflöst. Spinnenseide dient auch als Trägermaterial für die Züchtung künstlicher Haut und für Nahtmaterial. Die Spinnen leben im „Spidersilk Labor“: Dort stehen drei Räume für jeweils 30 bis 40 Tieren zur Verfügung. Jedes Tier produziert wöchentlich rund 500 Meter Faden.
Die Fritz-Behrens-Stiftung
Die 1923 gegründete Fritz Behrens-Stiftung ist eine gemeinnützige Stiftung mit Sitz in Hannover. Sie wurde auf testamentarischen Wunsch des Braunkohlenindustriellen Fritz Behrens gegründet und fördert Kunst, Denkmalschutz, Wissenschaft und Wohltätigkeit. Sie sorgte bereits für zahlreiche Skulpturen in Hannover, Gemälde für das Sprengel Museum, Exponate für das Museum August Kestner und wertvolle Instrumente für Musikstudenten. Seit 2010 vergibt die Stiftung zur Förderung der Wissenschaft die mit 30.000 Euro dotierten Fritz Behrens-Preise. Kontakt: Fritz Behrens-Stiftung, Matthias Fontaine, Telefon: (0511) 812033, E-Mail: matthias.fontaine@fontaine-goetze.de.

Stefan Zorn | idw
Weitere Informationen:
http://www.mh-hannover.de/

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht DFG fördert 15 neue Sonderforschungsbereiche (SFB)
26.05.2017 | Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG)

nachricht Neues Helmholtz-Institut in Würzburg erforscht Infektionen auf genetischer Ebene
24.05.2017 | Hermann von Helmholtz-Gemeinschaft Deutscher Forschungszentren

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Lässt sich mit Boten-RNA das Immunsystem gegen Staphylococcus aureus scharf schalten?

Staphylococcus aureus ist aufgrund häufiger Resistenzen gegenüber vielen Antibiotika ein gefürchteter Erreger (MRSA) insbesondere bei Krankenhaus-Infektionen. Forscher des Paul-Ehrlich-Instituts haben immunologische Prozesse identifiziert, die eine erfolgreiche körpereigene, gegen den Erreger gerichtete Abwehr verhindern. Die Forscher konnten zeigen, dass sich durch Übertragung von Protein oder Boten-RNA (mRNA, messenger RNA) des Erregers auf Immunzellen die Immunantwort in Richtung einer aktiven Erregerabwehr verschieben lässt. Dies könnte für die Entwicklung eines wirksamen Impfstoffs bedeutsam sein. Darüber berichtet PLOS Pathogens in seiner Online-Ausgabe vom 25.05.2017.

Staphylococcus aureus (S. aureus) ist ein Bakterium, das bei weit über der Hälfte der Erwachsenen Haut und Schleimhäute besiedelt und dabei normalerweise keine...

Im Focus: Can the immune system be boosted against Staphylococcus aureus by delivery of messenger RNA?

Staphylococcus aureus is a feared pathogen (MRSA, multi-resistant S. aureus) due to frequent resistances against many antibiotics, especially in hospital infections. Researchers at the Paul-Ehrlich-Institut have identified immunological processes that prevent a successful immune response directed against the pathogenic agent. The delivery of bacterial proteins with RNA adjuvant or messenger RNA (mRNA) into immune cells allows the re-direction of the immune response towards an active defense against S. aureus. This could be of significant importance for the development of an effective vaccine. PLOS Pathogens has published these research results online on 25 May 2017.

Staphylococcus aureus (S. aureus) is a bacterium that colonizes by far more than half of the skin and the mucosa of adults, usually without causing infections....

Im Focus: Orientierungslauf im Mikrokosmos

Physiker der Universität Würzburg können auf Knopfdruck einzelne Lichtteilchen erzeugen, die einander ähneln wie ein Ei dem anderen. Zwei neue Studien zeigen nun, welches Potenzial diese Methode hat.

Der Quantencomputer beflügelt seit Jahrzehnten die Phantasie der Wissenschaftler: Er beruht auf grundlegend anderen Phänomenen als ein herkömmlicher Rechner....

Im Focus: A quantum walk of photons

Physicists from the University of Würzburg are capable of generating identical looking single light particles at the push of a button. Two new studies now demonstrate the potential this method holds.

The quantum computer has fuelled the imagination of scientists for decades: It is based on fundamentally different phenomena than a conventional computer....

Im Focus: Tumult im trägen Elektronen-Dasein

Ein internationales Team von Physikern hat erstmals das Streuverhalten von Elektronen in einem nichtleitenden Material direkt beobachtet. Ihre Erkenntnisse könnten der Strahlungsmedizin zu Gute kommen.

Elektronen in nichtleitenden Materialien könnte man Trägheit nachsagen. In der Regel bleiben sie an ihren Plätzen, tief im Inneren eines solchen Atomverbunds....

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Meeresschutz im Fokus: Das IASS auf der UN-Ozean-Konferenz in New York vom 5.-9. Juni

24.05.2017 | Veranstaltungen

Diabetes Kongress in Hamburg beginnt heute: Rund 6000 Teilnehmer werden erwartet

24.05.2017 | Veranstaltungen

Wissensbuffet: „All you can eat – and learn”

24.05.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

DFG fördert 15 neue Sonderforschungsbereiche (SFB)

26.05.2017 | Förderungen Preise

Lässt sich mit Boten-RNA das Immunsystem gegen Staphylococcus aureus scharf schalten?

26.05.2017 | Biowissenschaften Chemie

Unglaublich formbar: Lesen lernen krempelt Gehirn selbst bei Erwachsenen tiefgreifend um

26.05.2017 | Gesellschaftswissenschaften