Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Freunde für K.I.T.T. gesucht: Neue Anwendungen sollen Autos "sprechen" lassen

24.06.2011
Der neue Prototypen-Preis des European Satellite Navigation Competition sucht gezielt nach Anwendungen, die das Autofahren sicherer, bequemer und effizienter machen. Der Gewinner erhält ein Preisgeld in Höhe von 10.000 Euro sowie eine Reise nach Taiwan.

Als sich in den Achtzigern David Hasselhoff mit K.I.T.T in Knight Rider auf die Jagd nach Verbrechern begab, erschien die Vorstellung eines sprechenden Autos noch unvorstellbar. Heute, knapp 20 Jahre später, ist die einst futuristische Vision Wirklichkeit geworden.


Drahtlos- und Nahkommunikationstechnologien vernetzen die Fahrzeuge und lassen sie miteinander "sprechen". ©Fotolia/AZO

Intelligente Fahrzeugkommunikation, Car-to-Car- oder Car-to-Infrastructure-Technologie, das vernetzte Fahrzeug - all das sind Begriffe, die den neuen Trend in der Hightechbranche beschreiben und im Prinzip für nichts anderes als für "sprechende Autos" stehen.

Die technologische Entwicklung in diesem Bereich ist rasant. Mittlerweile gibt es bereits Systeme, die den Fahrer vor roten Ampeln, bremsenden Verkehrsteilnehmern oder engen Kurven warnen oder ihn informieren, wenn er im Begriff ist, zum Geisterfahrer zu werden.

Das Konzept der vernetzten Fahrzeuge beruht auf Satellitennavigationssystemen wie GPS, oft in Verbindung mit speziellen Sensoren oder anderen Drahtlos- oder Nahkommunikationstechnologien.

Beim vernetzten Fahrzeug geht es zwar hauptsächlich um Sicherheit, doch auch andere Aspekte können mit dieser Technologie ausgebaut und verbessert werden. Effizienz und Komfort spielen ebenfalls eine Rolle. Denkbar sind Maut- und Versicherungssysteme, die auf Fahrstil und zurückgelegter Strecke basieren, neue Möglichkeiten den Spritverbrauch zu reduzieren und vieles mehr.

Und genau nach diesen neuen K.I.T.T.-Fähigkeiten sucht der European Satellite Navigation Competition (ESNC). Zusammen mit dem Industrial Technology Research Institute (ITRI) aus Taiwan hat der internationale Ideenwettbewerb den neuen Prototypen-Preis ins Leben gerufen. Dieser sucht gezielt nach Prototypen rund um das vernetzte Fahrzeug. "Die Themen unserer Spezialpreise sollen zukunftsweisend sein und neue Trends schon heute fördern", erklärt Thorsten Rudolph, Geschäftsführer der Anwendungszentrum GmbH Oberpfaffenhofen, die den jährlich stattfindenden Innovationswettbewerb organisiert. "Mit der Einführung des Prototypen-Preises in diesem Jahr zielen wir bewusst darauf ab, die Möglichkeiten im Straßenverkehr zusammen mit unserem Steckenpferd, der Satellitennavigation, weiter zu revolutionieren."

Noch bis zum 30. Juni kann jeder seine Entwicklung auf www.galileo-masters.eu einreichen. Nach einer Vorauswahl werden acht Finalisten nach Taiwan eingeladen, um dort ihren Prototypen persönlich vorzustellen. Dazu hat der Preissponsor ITRI auf seinem Campus eigens eine Teststrecke errichtet, die die Auto-zu-Infrastruktur-Kommunikation erlaubt. Mit dem "Testmobil", einem Bus mit großem Flachbildschirm und bester technischer Ausstattung, werden die Juroren den K.I.T.T. 2011 dann Probefahren. So können die besten Anwendungen live zeigen, was sie drauf haben. Der Gewinner wird mit 10.000 Euro und einer weiteren Reise nach Taiwan belohnt. Zusätzlich darf der Sieger, der erste "Galileo Pro", seine Entwicklung auf der Fachmesse sMove 360° vor- und ausstellen. Die Zweit- und Drittplatzierten gehen nicht leer aus. Sie erhalten jeweils ein Preisgeld in Höhe von 3.500 bzw. 2.500 Euro. Alle vorderen Plätze erhalten zudem ein zehntägiges Beratungsprogramm, das auf die finale Umsetzung des Projektes abzielt. Dabei können sie die Teststrecke nutzen und die Anwendung gezielt verbessern.

Mehr zum Ablauf unter:
http://galileo.itri.org.tw/english/newinfo.aspx?id=43BA17011579F3A5
Kontakt:
European Satellite Navigation Competition
Ulrike Daniels
Anwendungszentrum GmbH Oberpfaffenhofen
Friedrichshafener Straße 1
82205 Gilching
Germany
Tel.: +49(0)8105-77277-14
Fax: +49(0)8105-77277-55
daniels@anwendungszentrum.de
Der European Satellite Navigation Competition (ESNC):
Der ESNC ist ein internationaler Ideenwettbewerb, der jährlich die besten Ideen im Bereich Satellitennavigation auszeichnet. Mitmachen kann jeder - egal ob die Teilnehmer von einer Firma, oder einem Forschungsinstitut kommen, ob sie Studenten, Privatpersonen oder selbstständig sind. Was zählt, ist einzig und allein die Idee. Vom 1. April bis zum 30. Juni können sie ihre Idee unter www.galileo-masters.eu einreichen. Der Wettbewerb wurde 2004 ins Leben gerufen. Damals beteiligten sich drei Regionen dran. Seither hat sich der Wettbewerb zu einem Netzwerk im Zeichen von Innovation und Know-How entwickelt. Mehr als 20 Regionen treten gegeneinander an, und hoffen, dass der Galileo Master aus ihren Reihen kommt.

www.galileo-masters.eu

Ulrike Daniels | Anwendungszentrum GmbH
Weitere Informationen:
http://www.anwendungszentrum.de
http://www.galileo-masters.eu/index.php?kat=press_dt.html&anzeige=press44_dt.html

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht Parkinson-Krankheit und Dystonien: DFG-Forschergruppe eingerichtet
02.12.2016 | Universität zu Lübeck

nachricht Ohne erhöhtes Blutungsrisiko: Schlaganfall innovativ therapieren
02.12.2016 | Universität Duisburg-Essen

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Greifswalder Forscher dringen mit superauflösendem Mikroskop in zellulären Mikrokosmos ein

Das Institut für Anatomie und Zellbiologie weiht am Montag, 05.12.2016, mit einem wissenschaftlichen Symposium das erste Superresolution-Mikroskop in Greifswald ein. Das Forschungsmikroskop wurde von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) und dem Land Mecklenburg-Vorpommern finanziert. Nun können die Greifswalder Wissenschaftler Strukturen bis zu einer Größe von einigen Millionstel Millimetern mittels Laserlicht sichtbar machen.

Weit über hundert Jahre lang galt die von Ernst Abbe 1873 publizierte Theorie zur Auflösungsgrenze von Lichtmikroskopen als ein in Stein gemeißeltes Gesetz....

Im Focus: Durchbruch in der Diabetesforschung: Pankreaszellen produzieren Insulin durch Malariamedikament

Artemisinine, eine zugelassene Wirkstoffgruppe gegen Malaria, wandelt Glukagon-produzierende Alpha-Zellen der Bauchspeicheldrüse (Pankreas) in insulinproduzierende Zellen um – genau die Zellen, die bei Typ-1-Diabetes geschädigt sind. Das haben Forscher des CeMM Forschungszentrum für Molekulare Medizin der Österreichischen Akademie der Wissenschaften im Rahmen einer internationalen Zusammenarbeit mit modernsten Einzelzell-Analysen herausgefunden. Ihre bahnbrechenden Ergebnisse werden in Cell publiziert und liefern eine vielversprechende Grundlage für neue Therapien gegen Typ-1 Diabetes.

Seit einigen Jahren hatten sich Forscher an diesem Kunstgriff versucht, der eine simple und elegante Heilung des Typ-1 Diabetes versprach: Die vom eigenen...

Im Focus: Makromoleküle: Mit Licht zu Präzisionspolymeren

Chemikern am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) ist es gelungen, den Aufbau von Präzisionspolymeren durch lichtgetriebene chemische Reaktionen gezielt zu steuern. Das Verfahren ermöglicht die genaue, geplante Platzierung der Kettengliedern, den Monomeren, entlang von Polymerketten einheitlicher Länge. Die präzise aufgebauten Makromoleküle bilden festgelegte Eigenschaften aus und eignen sich möglicherweise als Informationsspeicher oder synthetische Biomoleküle. Über die neuartige Synthesereaktion berichten die Wissenschaftler nun in der Open Access Publikation Nature Communications. (DOI: 10.1038/NCOMMS13672)

Chemische Reaktionen lassen sich durch Einwirken von Licht bei Zimmertemperatur auslösen. Die Forscher am KIT nutzen diesen Effekt, um unter Licht die...

Im Focus: Neuer Sensor: Was im Inneren von Schneelawinen vor sich geht

Ein neuer Radarsensor erlaubt Einblicke in die inneren Vorgänge von Schneelawinen. Entwickelt haben ihn Ingenieure der Ruhr-Universität Bochum (RUB) um Dr. Christoph Baer und Timo Jaeschke gemeinsam mit Kollegen aus Innsbruck und Davos. Das Messsystem ist bereits an einem Testhang im Wallis installiert, wo das Schweizer Institut für Schnee- und Lawinenforschung im Winter 2016/17 Messungen damit durchführen möchte.

Die erhobenen Daten sollen in Simulationen einfließen, die das komplexe Geschehen im Inneren von Lawinen detailliert nachbilden. „Was genau passiert, wenn sich...

Im Focus: Neuer Rekord an BESSY II: 10 Millionen Ionen erstmals bis auf 7,4 Kelvin gekühlt

Magnetische Grundzustände von Nickel2-Ionen spektroskopisch ermittelt

Ein internationales Team aus Deutschland, Schweden und Japan hat einen neuen Temperaturrekord für sogenannte Quadrupol-Ionenfallen erreicht, in denen...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Von „Coopetition“ bis „Digitale Union“ – Die Fertigungsindustrien im digitalen Wandel

02.12.2016 | Veranstaltungen

Experten diskutieren Perspektiven schrumpfender Regionen

01.12.2016 | Veranstaltungen

Die Perspektiven der Genom-Editierung in der Landwirtschaft

01.12.2016 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Parkinson-Krankheit und Dystonien: DFG-Forschergruppe eingerichtet

02.12.2016 | Förderungen Preise

Smart Data Transformation – Surfing the Big Wave

02.12.2016 | Studien Analysen

Nach der Befruchtung übernimmt die Eizelle die Führungsrolle

02.12.2016 | Biowissenschaften Chemie