Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Freiburger Fraunhofer-Forscher erhält Ulrich Gösele Young Scientist Award

05.11.2013
Dr. Martin Schubert für Forschungsergebnisse zur Verunreinigung von multikristallinem Silicium ausgezeichnet

Dr. Martin Schubert vom Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme ISE wurde mit dem Ulrich Gösele Young Scientist Award 2013 ausgezeichnet. Er erhielt die Auszeichnung für seine Forschungsarbeiten über Messung, Simulation und Herkunft von Verunreinigungen in multikristallinem Silicium. Die Verleihung fand am 23. Oktober anlässlich der 7. Internationalen Konferenz »Crystalline Silicon for Solar Cells (CSSC-7)« in Fukuoka, Japan, statt.

»Wir freuen uns sehr über diese renommierte Auszeichnung für Dr. Martin Schubert. Er befasst sich seit vielen Jahren u. a. mit der Charakterisierung und Qualitätssicherung von Siliciummaterial. Mit seiner wissenschaftlichen Arbeit hat er wesentlich zur Forschung und Entwicklung in diesem Bereich beigetragen«, so Dr. Wilhelm Warta, Abteilungsleiter »Charakterisierung und Simulation« am Fraunhofer ISE. Martin Schubert arbeitet seit 2004 in verschiedenen Funktionen am Fraunhofer ISE. Seit 2012 ist er Gruppenleiter »Material- und Zellanalyse«.

Zu Schuberts Forschungsschwerpunkten zählen die Entwicklung von lumineszenzbasierten Charakterisierungsmethoden, die Simulation von Verunreinigungen in Silicium sowie die bildgebende Zellcharakterisierung. Im Besonderen beschäftigt er sich mit Einflüssen von Metallen auf den Wirkungsgrad von Solarzellen. Für seine herausragenden Forschungsergebnisse auf diesem Gebiet wurde er jetzt mit dem Ulrich Gösele Young Scientist Award ausgezeichnet. Der Preis wurde Schubert im Rahmen der 7. Internationalen Konferenz »Crystalline Silicon for Solar Cells (CSSC-7)« in Fukuoka, Japan, vom Chairman der Konferenz, Prof. Koichi Kakimoto verliehen. Auf der Konferenz hielt Martin Schubert einen eingeladenen Vortrag über den Einfluss von Eisen und Kobalt aus dem Kristallisierungstiegel auf die Siliciumqualität.

Dr. Martin Schubert hat an der Universität Montpellier, Frankreich, und der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg Physik studiert und an der Universität Konstanz zum Thema »Detektion von infraroter Strahlung zur Beurteilung der

Materialqualität von Solar-Silizium« promoviert. Seit Oktober 2013 arbeitet Schubert im Rahmen eines Forschungs-stipendiums der Japan Society for the Promotion of Science (JSPS) als Gastprofessor an der Meiji-University in Tokyo sowie bei der Japan Aerospace Exploration Agency (JAXA), und forscht an spektroskopischen Methoden zur Untersuchung von Silicium.

Der Ulrich Gösele Young Scientist Award
Der Ulrich Gösele Young Scientist Award wird seit 2011 von einer Jury aus Mitgliedern des CSSC-Konferenz Komitees an junge Wissenschaftler verliehen, die herausragende Ergebnisse in der Siliciumforschung erzielt haben. Ausgezeichnet werden wissenschaftlich-technische Beiträge auf dem Gebiet des Siliciumausgangsmaterials, der Kristallzüchtung, der Waferherstellung oder des sogenannnten Defect Engineering. Der Preis ist nach Prof. Dr. Ulrich Gösele benannt. Gösele war u. a. Direktor am Max-Planck-Institut für Mikrostrukturphysik in Halle und gilt bis heute weltweit als einer der renommiertesten Wissenschaftler auf dem Gebiet der Halbleiterphysik und -technik.

Karin Schneider | Fraunhofer-Institut
Weitere Informationen:
http://www.ise.fraunhofer.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht DFG bewilligt drei neue Forschergruppen und eine neue Klinische Forschergruppe
22.09.2017 | Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG)

nachricht Millionen für die Krebsforschung
20.09.2017 | Julius-Maximilians-Universität Würzburg

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: The pyrenoid is a carbon-fixing liquid droplet

Plants and algae use the enzyme Rubisco to fix carbon dioxide, removing it from the atmosphere and converting it into biomass. Algae have figured out a way to increase the efficiency of carbon fixation. They gather most of their Rubisco into a ball-shaped microcompartment called the pyrenoid, which they flood with a high local concentration of carbon dioxide. A team of scientists at Princeton University, the Carnegie Institution for Science, Stanford University and the Max Plank Institute of Biochemistry have unravelled the mysteries of how the pyrenoid is assembled. These insights can help to engineer crops that remove more carbon dioxide from the atmosphere while producing more food.

A warming planet

Im Focus: Hochpräzise Verschaltung in der Hirnrinde

Es ist noch immer weitgehend unbekannt, wie die komplexen neuronalen Netzwerke im Gehirn aufgebaut sind. Insbesondere in der Hirnrinde der Säugetiere, wo Sehen, Denken und Orientierung berechnet werden, sind die Regeln, nach denen die Nervenzellen miteinander verschaltet sind, nur unzureichend erforscht. Wissenschaftler um Moritz Helmstaedter vom Max-Planck-Institut für Hirnforschung in Frankfurt am Main und Helene Schmidt vom Bernstein-Zentrum der Humboldt-Universität in Berlin haben nun in dem Teil der Großhirnrinde, der für die räumliche Orientierung zuständig ist, ein überraschend präzises Verschaltungsmuster der Nervenzellen entdeckt.

Wie die Forscher in Nature berichten (Schmidt et al., 2017. Axonal synapse sorting in medial entorhinal cortex, DOI: 10.1038/nature24005), haben die...

Im Focus: Highly precise wiring in the Cerebral Cortex

Our brains house extremely complex neuronal circuits, whose detailed structures are still largely unknown. This is especially true for the so-called cerebral cortex of mammals, where among other things vision, thoughts or spatial orientation are being computed. Here the rules by which nerve cells are connected to each other are only partly understood. A team of scientists around Moritz Helmstaedter at the Frankfiurt Max Planck Institute for Brain Research and Helene Schmidt (Humboldt University in Berlin) have now discovered a surprisingly precise nerve cell connectivity pattern in the part of the cerebral cortex that is responsible for orienting the individual animal or human in space.

The researchers report online in Nature (Schmidt et al., 2017. Axonal synapse sorting in medial entorhinal cortex, DOI: 10.1038/nature24005) that synapses in...

Im Focus: Tiny lasers from a gallery of whispers

New technique promises tunable laser devices

Whispering gallery mode (WGM) resonators are used to make tiny micro-lasers, sensors, switches, routers and other devices. These tiny structures rely on a...

Im Focus: Wundermaterial Graphen: Gewölbt wie das Polster eines Chesterfield-Sofas

Graphen besitzt extreme Eigenschaften und ist vielseitig verwendbar. Mit einem Trick lassen sich sogar die Spins im Graphen kontrollieren. Dies gelang einem HZB-Team schon vor einiger Zeit: Die Physiker haben dafür eine Lage Graphen auf einem Nickelsubstrat aufgebracht und Goldatome dazwischen eingeschleust. Im Fachblatt 2D Materials zeigen sie nun, warum dies sich derartig stark auf die Spins auswirkt. Graphen kommt so auch als Material für künftige Informationstechnologien infrage, die auf der Verarbeitung von Spins als Informationseinheiten basieren.

Graphen ist wohl die exotischste Form von Kohlenstoff: Alle Atome sind untereinander nur in der Ebene verbunden und bilden ein Netz mit sechseckigen Maschen,...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

11. BusinessForum21-Kongress „Aktives Schadenmanagement"

22.09.2017 | Veranstaltungen

Internationale Konferenz zum Biomining ab Sonntag in Freiberg

22.09.2017 | Veranstaltungen

Die Erde und ihre Bestandteile im Fokus

21.09.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

11. BusinessForum21-Kongress „Aktives Schadenmanagement"

22.09.2017 | Veranstaltungsnachrichten

DFG bewilligt drei neue Forschergruppen und eine neue Klinische Forschergruppe

22.09.2017 | Förderungen Preise

Lebendiges Gewebe aus dem Drucker

22.09.2017 | Biowissenschaften Chemie