Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Fraunhofer an vier Spitzencluster beteiligt

28.01.2010
Fraunhofer-Institute sind bei vier der fünf Spitzencluster dabei. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung BMBF fördert die Sieger dieses Wettbewerbs mit insgesamt 200 Millionen Euro. Themen dieser Kooperationen sind Logistik, Softwareentwicklung, Mikrotechnologie und Medizintechnik.

Im Verbund mit starken Partnern können auch große Themen bewältigt werden. Gemeinsam packen Unternehmen und Forschungseinrichtungen die Herausforderungen von morgen an. Sie haben sich in großen regionalen Netzwerken zusammengeschlossen und arbeiten an neuen Produkten und Dienstleistungen. Das BMBF unterstützt die leistungsfähigsten Cluster, um Schlüsseltechnologien marktnah zu entwickeln. Jetzt stehen die Gewinner des Spitzencluster-Wettbewerbs 2010 fest.

Effizienzcluster LogistikRuhr
Wie sieht unsere Mobilität in Zukunft aus? Wie verlaufen die Warenströme? Ändern sich unsere Geschäftsbeziehungen? Ausgeklügelte Logistik sorgt für effiziente Abläufe und ermöglicht einen hohen Individualisierungsgrad. In dem EffizienzCluster Logistik-Ruhr erarbeiten 124 Unternehmen und 18 Forschungs- und Bildungseinrichtungen Lösungen, um das tägliche Leben in der Region zu verbessern. Dabei sind zum Beispiel Airbus, BMW, Deutsche Bahn, Deutsche Post, Kaisers Tengelmann, RWE und Schenker. Initiator des Clusters ist Professor Michael ten Hompel, Leiter des Fraunhofer-Instituts für Materialfluss und Logistik IML in Dortmund. Er betont: "Unser Ziel ist es, individuelle Warenversorgung, Mobilität und Produktion mit 75 Prozent der Ressourcen von heute ökologisch und sozial verträglich zu meistern".

Das Netzwerk wird von den Landesregierungen Nordrhein-Westfalen und Hessen begleitet sowie unterstützt von den Wirtschaftsförderungen, dem Initiativkreis Ruhr, der Logistikinitiative Rhein-Main, den Fraunhofer-Instituten IML und ISST, dem Zentrum für Logistik und Verkehr der Uni Duisburg-Essen, der TU Dortmund sowie der European Business School Wiesbaden. Entscheidend ist der interdisziplinäre Ansatz, denn Logistik ist mit den Prozessen der Wirtschaft eng verzahnt. "Wir erwarten durch die Entwicklung und Vermarktung von über 100 Produkten bis 2015 ein Marktpotential von über zwei Millarden Euro. Das sichert Arbeitsplätze", erklärt ten Hompel.

Software-Cluster Hessen, Rheinland-Pfalz, Saarland
Informationstechnologien sind Innovationsmotoren für die meisten Branchen. Die Geschäftsmodelle digitaler Unternehmen sind hochkomplex und dynamisch. Flexible, internet-basierte Strukturen sind das Nervensystem der Firmen. Alle Daten müssen den Managern jeder Zeit zur Verfügung stehen. Ziel dieses Clusters ist ein Innovationssprung. Sie möchten innovative Produkte und Serviceleistungen für digitale Firmen erarbeiten, zum Beispiel indem man die Softwarelösungen verschiedener Anbieter auf neue Weise kombiniert und weiter entwickelt. Ein Schlüsselbegriff ist hier emergente Software, das bedeutet neuartige Steuerungs- und Planungstools bereitzustellen unter dem Motto "Die Summe ist mehr als die einzelnen Teile". Dieser Mehrwert ermöglicht flexible und sichere Kombinationen von Softwarelösungen. "Damit können sich Unternehmen im globalen Wettbewerb besser positionieren. Die für Deutschland und Europa einmalige Qualität und Quantität von Forschungskompetenz und Softwarefirmen hat das Potential, einer führenden, internationalen Marktposition für innovative Geschäftsprozess-Software auf der Basis emergenter Prinzipien", sagt Prof. Dieter Rombach, Leiter des Fraunhofer-Instituts für Experimentelles Software Engineering IESE. Zu den insgesamt 36 Partnern gehören neben dem IESE, die Fraunhofer-Institute für Techno- und Wirtschaftsmathematik ITWM in Kaiserslautern, für Graphische Datenverarbeitung IGD und für Sichere Informationstechnologie SIT in Darmstadt.
Medical Valley Europäische Metropolregion Nürnberg
Die Menschen werden immer älter und die Anzahl der Menschen nimmt zu. Eine Folge: Der Bedarf an medizinischer Versorgung und Pflege steigt. Die mehr als 70 Partner aus Industrie, Forschung und Gesundheitsversorgung des Clusters - darunter das Fraunhofer-Institut für Integrierte Schaltungen IIS - haben sich dem gemeinsamen Ziel verpflichtet, innovative Produkte und Dienstleistungen auf den Markt zu bringen, die die Gesundheitsversorgung steigern. Sie entwickeln beispielsweise Assistenzsysteme, die hilfsbedürftigen Menschen soviel Selbständigkeit wie möglich bieten. Im Leitprojekt "Barrierefreie Gesundheitsassistenz" geht es um die Bereitstellung neuer Dienstleistungen dank intelligenter Sensorik und funkbasierter Kommunikation.
MicroTec Südwest, Baden Württemberg
Mikrosystemtechnik ist ein bedeutender Wirtschaftsfaktor. Die mehr als 330 Partner des Clusters, darunter Konzerne, mittelständische Unternehmen, Hochschulen, Universitätskliniken und Forschungseinrichtungen, arbeiten an Hightechlösungen für die Mikrosystemtechnik. Sie möchten sich mit ihren Kompetenzen eine weltweite Spitzenstellung in der Miniaturisierung und bei der intelligenten Systemintegration erarbeiten.

Intelligente Lösungen in der Mikrosystemtechnik sind die Basis für viele Anwendungen. Die Projekte tragen dazu bei, Produkte und Service in den Bereichen Umweltschutz, Energieeffizienz, Mobilität, Gesundheitsversorgung und vielen mehr zu verbessern. Zu den Clusterakteuren gehören die Fraunhofer-Institute für Angewandte Festkörperphysik IAF, für Kurzzeitdynamik Ernst-Mach Institut EMI, für Chemische Technologie ICT, für Integrierte Systeme und Bauelementetechnologie IISB, für Produktionstechnik und Automatisierung IPA, für Physikalische Messtechnik IPM, für Solare Energiesysteme ISE und für Werkstoffmechanik IWM.

| idw
Weitere Informationen:
http://www.fraunhofer.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht Innovationspreis 2017 der Deutschen Hochschulmedizin e.V.
24.04.2017 | Deutsche Hochschulmedizin e.V.

nachricht EU-Förderung in Millionenhöhe für Regensburger Wissenschaftler
21.04.2017 | Universität Regensburg

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Nanoskopie auf dem Chip: Mikroskopie in HD-Qualität

Neue Erfindung der Universitäten Bielefeld und Tromsø (Norwegen)

Physiker der Universität Bielefeld und der norwegischen Universität Tromsø haben einen Chip entwickelt, der super-auflösende Lichtmikroskopie, auch...

Im Focus: Löschbare Tinte für den 3-D-Druck

Im 3-D-Druckverfahren durch Direktes Laserschreiben können Mikrometer-große Strukturen mit genau definierten Eigenschaften geschrieben werden. Forscher des Karlsruher Institus für Technologie (KIT) haben ein Verfahren entwickelt, durch das sich die 3-D-Tinte für die Drucker wieder ‚wegwischen‘ lässt. Die bis zu hundert Nanometer kleinen Strukturen lassen sich dadurch wiederholt auflösen und neu schreiben - ein Nanometer entspricht einem millionstel Millimeter. Die Entwicklung eröffnet der 3-D-Fertigungstechnik vielfältige neue Anwendungen, zum Beispiel in der Biologie oder Materialentwicklung.

Beim Direkten Laserschreiben erzeugt ein computergesteuerter, fokussierter Laserstrahl in einem Fotolack wie ein Stift die Struktur. „Eine Tinte zu entwickeln,...

Im Focus: Leichtbau serientauglich machen

Immer mehr Autobauer setzen auf Karosserieteile aus kohlenstofffaserverstärktem Kunststoff (CFK). Dennoch müssen Fertigungs- und Reparaturkosten weiter gesenkt werden, um CFK kostengünstig nutzbar zu machen. Das Laser Zentrum Hannover e.V. (LZH) hat daher zusammen mit der Volkswagen AG und fünf weiteren Partnern im Projekt HolQueSt 3D Laserprozesse zum automatisierten Besäumen, Bohren und Reparieren von dreidimensionalen Bauteilen entwickelt.

Automatisiert ablaufende Bearbeitungsprozesse sind die Grundlage, um CFK-Bauteile endgültig in die Serienproduktion zu bringen. Ausgerichtet an einem...

Im Focus: Making lightweight construction suitable for series production

More and more automobile companies are focusing on body parts made of carbon fiber reinforced plastics (CFRP). However, manufacturing and repair costs must be further reduced in order to make CFRP more economical in use. Together with the Volkswagen AG and five other partners in the project HolQueSt 3D, the Laser Zentrum Hannover e.V. (LZH) has developed laser processes for the automatic trimming, drilling and repair of three-dimensional components.

Automated manufacturing processes are the basis for ultimately establishing the series production of CFRP components. In the project HolQueSt 3D, the LZH has...

Im Focus: Wonder material? Novel nanotube structure strengthens thin films for flexible electronics

Reflecting the structure of composites found in nature and the ancient world, researchers at the University of Illinois at Urbana-Champaign have synthesized thin carbon nanotube (CNT) textiles that exhibit both high electrical conductivity and a level of toughness that is about fifty times higher than copper films, currently used in electronics.

"The structural robustness of thin metal films has significant importance for the reliable operation of smart skin and flexible electronics including...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Berührungslose Schichtdickenmessung in der Qualitätskontrolle

25.04.2017 | Veranstaltungen

Forschungsexpedition „Meere und Ozeane“ mit dem Ausstellungsschiff MS Wissenschaft

24.04.2017 | Veranstaltungen

3. Bionik-Kongress Baden-Württemberg

24.04.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Neuer Blue e+ Chiller von Rittal - Exakt regeln und effizient kühlen

25.04.2017 | HANNOVER MESSE

RWI/ISL-Containerumschlag-Index: Kräftiger Anstieg setzt sich fort

25.04.2017 | Wirtschaft Finanzen

Pharmacoscopy: Mikroskopie der nächsten Generation

25.04.2017 | Medizintechnik