Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Fraunhofer ILT gewinnt Aviation Week Innovation Challenge 2012 für generatives Fertigen von BLISKs

29.03.2012
Die US-amerikanische Zeitschrift Aviation Week zeichnet jährlich herausragende Lösungen für den Bereich Aerospace and Defense (A&D) aus.
Gefragt sind neue Entwicklungen unter anderem zur Senkung der Produktionskosten und zur besseren Integration innovativer Technologien. Das Team des Fraunhofer-Instituts für Lasertechnik ILT gewann die Innovation Challenge 2012 in der Kategorie »Power and Propulsion« für ihr Verfahren zum Additive Manufacturing von BLISKs. Stellvertretend für das gesamte Team nahmen Dr. Ingomar Kelbassa und Johannes Witzel die Auszeichnung am 7. März 2012 in Washington DC, USA entgegen.

Turbomaschinen bilden das Herz von Kraftwerken und Flugzeugen. Mit der Zunahme des Energie- und Mobilitätsbedarfs wächst gleichzeitig auch die Nachfrage nach Turbomaschinen als Energie-Lieferanten. Nun gilt es, diese so zu gestalten, dass sie mit weniger Treibstoff mehr Energie erzeugen und weniger CO2 ausstoßen. Forscher des Fraunhofer-Instituts für Produktionstechnologie IPT und des Fraunhofer-Instituts für Lasertechnik ILT haben sich zum Ziel gesetzt, Prozesse für die Fertigung und Instandhaltung energieeffizienter Turbomaschinen auf den Weg zu bringen. Gemeinsam mit der Fraunhofer-Gesellschaft und dem Land NRW haben sie 2008 das Aachener Fraunhofer-Innovationscluster »Integrative Produktionstechnik für energieeffiziente Turbomaschinen – TurPro« mit einem Gesamtvolumen von 10,25 Mio. Euro ins Leben gerufen. Mit von der Partie sind 16 Industrieunternehmen, darunter Global Player wie MAN Diesel & Turbo, Siemens PG, Rolls-Royce Deutschland und MTU Aero Engines.
Intelligent Ressourcen und Umwelt schonen

BLISKs sind wichtige Bauteile für den Triebwerk- und Turbinenbau, bestehend aus Scheiben mit integrierten Kompressorschaufeln. Derzeit werden BLISKs unter großem Materialverlust und mit großem Energieeinsatz und Zeitaufwand beispielsweise durch 5-Achs-Fräsen gefertigt. Dies verursacht sehr hohe Produktionskosten. Innerhalb des Fraunhofer-Innovationsclusters »TurPro« wurde nun am Fraunhofer ILT in Kooperation mit Rolls-Royce Deutschland Ltd & Co KG sowie in Partnerschaft mit dem Fraunhofer IPT ein lasergestütztes Verfahren zur ressourcenschonenden Fertigung und Instandhaltung von BLISKs entwickelt.

Auf die Scheibe wird mithilfe einer Pulverzufuhrdüse eine Schicht aus Nickel- oder Titanbasis-Legierung mit höchster Präzision genau dort aufgetragen, wo eine Schaufel entstehen soll. Der Laserstrahl schmilzt das Pulver und verbindet es mit dem darunterliegenden Material. So wird eine Kompressorschaufel nach der anderen schichtweise aufgebaut. Dieses generative Fertigungsverfahren, das Laserstrahl-Auftragschweißen, eignet sich auch zum Instandhalten der Bauteile. Mit der innovativen Fertigungstechnologie gelingt es den Aachener Forschern im Vergleich zu konventionellen Verfahren, durch eine Materialeinsparung von bis zu 60 Prozent und die Verkürzung der gesamten Fertigungszeit um rund 30 Prozent, die Produktionskosten von BLISKs signifikant zu reduzieren.

Ansprechpartner im Fraunhofer ILT
Für Fragen stehen Ihnen unsere Experten zur Verfügung:

Akad. Oberrat Dr.-Ing. Ingomar Kelbassa
Lehrstuhl für Lasertechnik LLT, RWTH Aachen University
Fraunhofer-Institut für Lasertechnik ILT
Telefon +49 241 8906-143
ingomar.kelbassa@ilt.fraunhofer.de

Dipl.-Ing. Johannes Witzel M.Eng.
Laserstrahl-Auftragschweißen
Telefon +49 241 8906-535
johannes.witzel@ilt.fraunhofer.de

Dr.-Ing. Andres Gasser
Leiter Laserstrahl-Auftragschweißen
Telefon +49 241 8906-209
andres.gasser@ilt.fraunhofer.de

Fraunhofer-Institut für Lasertechnik ILT
Steinbachstraße 15
52074 Aachen
Tel. +49 241 8906-0
Fax. +49 241 8906-121

Axel Bauer | Fraunhofer ILT
Weitere Informationen:
http://www.ilt.fraunhofer.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht Bund fördert Entwicklung sicherer Schnellladetechnik für Hochleistungsbatterien mit 2,5 Millionen
06.12.2016 | Technische Universität Clausthal

nachricht Fraunhofer WKI koordiniert vom BMEL geförderten Forschungsverbund zu Zusatznutzen von Dämmstoffen aus nachwachsenden Rohstoffen
05.12.2016 | Fraunhofer-Institut für Holzforschung - Wilhelm-Klauditz-Institut WKI

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Elektronenautobahn im Kristall

Physiker der Universität Würzburg haben an einer bestimmten Form topologischer Isolatoren eine überraschende Entdeckung gemacht. Die Erklärung für den Effekt findet sich in der Struktur der verwendeten Materialien. Ihre Arbeit haben die Forscher jetzt in Science veröffentlicht.

Sie sind das derzeit „heißeste Eisen“ der Physik, wie die Neue Zürcher Zeitung schreibt: topologische Isolatoren. Ihre Bedeutung wurde erst vor wenigen Wochen...

Im Focus: Electron highway inside crystal

Physicists of the University of Würzburg have made an astonishing discovery in a specific type of topological insulators. The effect is due to the structure of the materials used. The researchers have now published their work in the journal Science.

Topological insulators are currently the hot topic in physics according to the newspaper Neue Zürcher Zeitung. Only a few weeks ago, their importance was...

Im Focus: Rätsel um Mott-Isolatoren gelöst

Universelles Verhalten am Mott-Metall-Isolator-Übergang aufgedeckt

Die Ursache für den 1937 von Sir Nevill Francis Mott vorhergesagten Metall-Isolator-Übergang basiert auf der gegenseitigen Abstoßung der gleichnamig geladenen...

Im Focus: Poröse kristalline Materialien: TU Graz-Forscher zeigt Methode zum gezielten Wachstum

Mikroporöse Kristalle (MOFs) bergen große Potentiale für die funktionalen Materialien der Zukunft. Paolo Falcaro von der TU Graz et al zeigen in Nature Materials, wie man MOFs gezielt im großen Maßstab wachsen lässt.

„Metal-organic frameworks“ (MOFs) genannte poröse Kristalle bestehen aus metallischen Knotenpunkten mit organischen Molekülen als Verbindungselemente. Dank...

Im Focus: Gravitationswellen als Sensor für Dunkle Materie

Die mit der Entdeckung von Gravitationswellen entstandene neue Disziplin der Gravitationswellen-Astronomie bekommt eine weitere Aufgabe: die Suche nach Dunkler Materie. Diese könnte aus einem Bose-Einstein-Kondensat sehr leichter Teilchen bestehen. Wie Rechnungen zeigen, würden Gravitationswellen gebremst, wenn sie durch derartige Dunkle Materie laufen. Dies führt zu einer Verspätung von Gravitationswellen relativ zu Licht, die bereits mit den heutigen Detektoren messbar sein sollte.

Im Universum muss es gut fünfmal mehr unsichtbare als sichtbare Materie geben. Woraus diese Dunkle Materie besteht, ist immer noch unbekannt. Die...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Firmen- und Forschungsnetzwerk Munitect tagt am IOW

08.12.2016 | Veranstaltungen

NRW Nano-Konferenz in Münster

07.12.2016 | Veranstaltungen

Wie aus reinen Daten ein verständliches Bild entsteht

05.12.2016 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Hochgenaue Versuchsstände für dynamisch belastete Komponenten – Workshop zeigt Potenzial auf

09.12.2016 | Seminare Workshops

Ein Nano-Kreisverkehr für Licht

09.12.2016 | Physik Astronomie

Pflanzlicher Wirkstoff lässt Wimpern wachsen

09.12.2016 | Biowissenschaften Chemie