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Fraunhofer-Forscher für den Deutschen Zukunftspreis 2011 nominiert

26.10.2011
Jährlich werden drei Teams, die zukunftsweisende Produkte auf den Markt bringen, von der Jury des Deutschen Zukunftspreises für ihre exzellente Forschungsarbeit nominiert.

Am 27. August 2011 wurden die diesjährigen Nominierten von Bundespräsident Christian Wulff in Hannover im Rahmen der IdeenExpo vorgestellt. In zwei von den drei nominierten Teams sind Fraunhofer-Wissenschaftler beteiligt. Es sind ein Solarforscherteam, das für seine Arbeiten an der Konzentratortechnologie gewürdigt wird sowie ein weiteres Team, das sich um die Forschung und Entwicklung von Bauelementen, basierend auf organischen Halbleitermaterialien, verdient gemacht hat.

Konzentratortechnologie

Hansjörg Lerchenmüller (Soitex Solar GmbH), Dr. Andreas Bett (Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme ISE) und Dr. Klaus-Dieter Rasch (AZUR SPACE Solar Power GmbH) haben spezielle Solarzellen, -module und -systeme entwickelt, die doppelt so viel Sonnenlicht in elektrische Energie umwandeln wie dies auf Basis von Silizium möglich ist. Das Prinzip: Mehrfachsolarzellen, die unterschiedliche Wellenlängenbereiche des Sonnenlichts aufnehmen, werden kombiniert mit Linsen, die das Sonnenlicht konzentrieren. Diese Kombination ist heute als Konzentratortechnologie weltweit etabliert. Neben der Silizium- und Dünnschichttechnologie für Dach- oder Freiflächen, spielt sie für große Kraftwerke in sonnenreichen Gegenden eine wichtige Rolle.

Dr. Andreas Bett ist Bereichsleiter »Materialien – Solarzellen und Technologie« und stellvertretender Institutsleiter am Fraunhofer ISE. Im Jahr 2009 erzielten die am Fraunhofer ISE entwickelten Mehrfachsolarzellen einen Rekordwirkungsgrad von 41,1 Prozent. Dafür wurde Dr. Bett mit dem Joseph-von-Fraunhofer-Preis 2010 ausgezeichnet.

Presseinformation: Konzentratortechnologie für Deutschen Zukunftspreis nominiert
Forschung an organischen Halbleitermaterialien und Systemen (OLEDs)
Prof. Karl Leo, einer der beiden Institutsleiter des Fraunhofer-Instituts für Photonische Mikrosysteme IPMS in Dresden, Dr. Jan Blochwitz-Nimoth (Novaled AG) und Dr. Martin Pfeiffer (Heliatek GmbH) erhalten die Nominierung für ihre Arbeiten auf dem Gebiet der organischen Halbleiter, die in energieeffizienten Flächenleuchten und neuartigen Photovoltaiksystemen umwelt- und ressourcenschonend eingesetzt werden. Professor Leo ist seit 2001 am Fraunhofer IPMS tätig und führt die Arbeiten an Bauelementen, die auf organischen Halbleitern basieren, im Institutsteil COMEDD (Center for Organic Materials and Electronic Devices) aus. Der Schwerpunkt von COMEDD liegt in der anwendungsnahen Forschung und Entwicklung an Bauelementen wie OLEDs (Organische Leuchtdioden) als neuartige Flächenbeleuchtungsmittel, OLED-Mikrodisplays, z.B. für Datenbrillen, und organischen Solarzellen.
Presseinformation: Prof. Karl Leo für Deutschen Zukunftspreis 2011 nominiert
Deutscher Zukunftspreis – Preis des Bundespräsidenten für Forschung und Innovation

Mit dem Deutschen Zukunftspreis für Technik und Innovation würdigt der Bundespräsident Forscherinnen und Forscher für ihre exzellente Forschungsleistung. Sie entwickeln neue Produkte und Verfahren, die das Leben der Menschen verbessern und schaffen damit Arbeitsplätze. Die Preisverleihung findet am 14. Dezember 2011 in Berlin statt.

Karin Schneider | Fraunhofer-Institut
Weitere Informationen:
http://www.fraunhofer.de/de/ueber-fraunhofer/wissenschaftliche-exzellenz/wissenschaftspreise/nominierung-deutscher-zukunftspreis-2011.h

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