Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Französische Alzheimer-Stiftung zeichnet Manuela Neumann von DZNE und Universität Tübingen aus

19.09.2012
Die französische Stiftung zur Erforschung von Alzheimer („Fondation pour la Recherche sur Alzheimer“) ehrt Prof. Manuela Neumann für ihre Arbeiten auf dem Gebiet der degenerativen Krankheiten.
Sie erhält den „Grand Prix Européen de la Recherche sur la maladie d’Alzheimer“ (Europäischer Preis zur Erforschung der Alzheimer-Erkrankung). Neumann forscht am Deutschen Zentrum für Neurodegenerative Erkrankungen (DZNE) und ist Professorin und ärztliche Leiterin der Neuropathologie der medizinischen Fakultät der Universität Tübingen und am Universitätsklinikum Tübingen. Der Preis ist mit 150.000 Euro dotiert. Die Preisverleihung fand gestern Abend in Paris im Rahmen einer festlichen Gala statt.

„Die Wahl ist auf Manuela Neumann gefallen. Ihre Forschungsarbeiten haben dazu geführt, neue anormale Proteine im Gehirn von Patienten mit verschiedenen degenerativen Krankheiten zu identifizieren“, so der Wissenschaftsausschuss der Stiftung. Die Isolation dieser Proteine habe zu neuen Möglichkeiten der Forschung und zu einer neuen Klassifikation dieser Krankheiten geführt. Der Ausschuss wählt den Preisträger. Er setzt sich aus hochrangigen internationalen Alzheimer-Forschern zusammen. Der Preis wird erst seit 2011 verliehen, hat sich aber international sehr schnell einen Namen gemacht. Das Preisgeld von 150.000 Euro geht an Manuela Neumann und ihr Forschungslabor.

„Ich freue mich sehr über die Auszeichnung. Es ermöglicht mir und meinem Labor die Mechanismen und Ursachen verschiedener neurodegenerativer Erkrankungen wie der frontotemporalen Demenz genauer zu untersuchen“, so Manuela Neumann. Dabei werde sie auf ihren bisherigen Arbeiten aufbauen. Der Fokus liege jetzt auf der Entwicklung neuer Modellsysteme. Ziel ist es letztlich, neue Ansätze für die Therapie und Diagnostik zu entwickeln. Seit Juni 2012 ist Neumann am DZNE und der Uni Tübingen. „Wir freuen uns, dass wir mit Manuela Neumann eine international anerkannte Expertin auf dem Gebiet der Neuropathologie gewinnen konnten“, so Prof. Pierluigi Nicotera, wissenschaftlicher Vorstand und Vorstandsvorsitzender des DZNE. Diese Auszeichnung zeige, für wie bedeutend auch die Wissenschaftsgemeinschaft ihre Arbeiten hält.

Die 43jährige Medizinerin hat in München und Göttingen studiert. Danach folgten Forschungsaufenthalte an der University of Pennsylvania und der Ludwigs-Maximilians-Universität München. Bis Ende Mai diesen Jahres war sie Assistenzprofessorin für Experimentelle Neuropathologie und Oberärztin am Institut für Neuropathologie des Universitätsspitals Zürich. Sie erhielt unter anderem den Forschungspreis der Hans und Ilse Breuer-Stiftung. Ihre Arbeit wird in den nächsten fünf Jahren im Rahmen des Förderprogramms der Helmholtz-Gemeinschaft „Förderung von Stellen für exzellente Wissenschaftlerinnen aus Mitteln des Impuls- und Vernetzungsfonds“ unterstützt.

Kontakt:
Prof. Dr. Manuela Neumann
Deutsches Zentrum für Neurodegenerative Erkrankungen (DZNE) Standort Tübingen und
Universität Tübingen
Medizinisches Fakultät und Universitätsklinikum
Institut für Pathologie und Neuropathologie Universität Tübingen
Calwerstr. 3
72076 Tübingen
+49 7071 29-82672 (Direktwahl)
+49 7071 29-82283 (Sekretariat)
+49 7071 29-4846
manuela.neumann@dzne.de

Michael Seifert | idw
Weitere Informationen:
http://www.dzne.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht Forschungspreis „Transformative Wissenschaft 2018“ ausgelobt
16.02.2018 | Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie gGmbH

nachricht Preis der DPG für superpräzisen 3-D-Laserdruck aus Karlsruhe
14.02.2018 | Karlsruher Institut für Technologie

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Eine Frage der Dynamik

Die meisten Ionenkanäle lassen nur eine ganz bestimmte Sorte von Ionen passieren, zum Beispiel Natrium- oder Kaliumionen. Daneben gibt es jedoch eine Reihe von Kanälen, die für beide Ionensorten durchlässig sind. Wie den Eiweißmolekülen das gelingt, hat jetzt ein Team um die Wissenschaftlerin Han Sun (FMP) und die Arbeitsgruppe von Adam Lange (FMP) herausgefunden. Solche nicht-selektiven Kanäle besäßen anders als die selektiven eine dynamische Struktur ihres Selektivitätsfilters, berichten die FMP-Forscher im Fachblatt Nature Communications. Dieser Filter könne zwei unterschiedliche Formen ausbilden, die jeweils nur eine der beiden Ionensorten passieren lassen.

Ionenkanäle sind für den Organismus von herausragender Bedeutung. Wenn zum Beispiel Sinnesreize wahrgenommen, ans Gehirn weitergeleitet und dort verarbeitet...

Im Focus: In best circles: First integrated circuit from self-assembled polymer

For the first time, a team of researchers at the Max-Planck Institute (MPI) for Polymer Research in Mainz, Germany, has succeeded in making an integrated circuit (IC) from just a monolayer of a semiconducting polymer via a bottom-up, self-assembly approach.

In the self-assembly process, the semiconducting polymer arranges itself into an ordered monolayer in a transistor. The transistors are binary switches used...

Im Focus: Erste integrierte Schaltkreise (IC) aus Plastik

Erstmals ist es einem Forscherteam am Max-Planck-Institut (MPI) für Polymerforschung in Mainz gelungen, einen integrierten Schaltkreis (IC) aus einer monomolekularen Schicht eines Halbleiterpolymers herzustellen. Dies erfolgte in einem sogenannten Bottom-Up-Ansatz durch einen selbstanordnenden Aufbau.

In diesem selbstanordnenden Aufbauprozess ordnen sich die Halbleiterpolymere als geordnete monomolekulare Schicht in einem Transistor an. Transistoren sind...

Im Focus: Quantenbits per Licht übertragen

Physiker aus Princeton, Konstanz und Maryland koppeln Quantenbits und Licht

Der Quantencomputer rückt näher: Neue Forschungsergebnisse zeigen das Potenzial von Licht als Medium, um Informationen zwischen sogenannten Quantenbits...

Im Focus: Demonstration of a single molecule piezoelectric effect

Breakthrough provides a new concept of the design of molecular motors, sensors and electricity generators at nanoscale

Researchers from the Institute of Organic Chemistry and Biochemistry of the CAS (IOCB Prague), Institute of Physics of the CAS (IP CAS) and Palacký University...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Aachener Optiktage: Expertenwissen in zwei Konferenzen für die Glas- und Kunststoffoptikfertigung

19.02.2018 | Veranstaltungen

Konferenz "Die Mobilität von morgen gestalten"

19.02.2018 | Veranstaltungen

Von Bitcoins bis zur Genomchirurgie

19.02.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Die Zukunft wird gedruckt

19.02.2018 | Architektur Bauwesen

Fraunhofer HHI präsentiert neueste VR- und 5G-Technologien auf dem Mobile World Congress

19.02.2018 | Messenachrichten

Stabile Gashydrate lösen Hangrutschung aus

19.02.2018 | Geowissenschaften

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics