Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Frankreich: Verleihung des "Prix Irène Joliot-Curie 2008" an drei Wissenschaftlerinnen

11.11.2008
Der "Prix Irène Joliot-Curie 2008" wurde am 16.10.2008 von Forschungsministerin Valérie Pécresse gemeinsam mit EADS-Präsident Louis Gallois zum 7.Mal verliehen.

Er ist im Jahre 2001 von dem damaligen Forschungsminister ins Leben gerufen worden und wird seit 2004 in Partnerschaft mit der "Fondation d' entreprise pour la recherche EADS" ausgerichtet. Er umfasst vier Kategorien, von denen auch in diesem Jahr jede mit 10.000 Euro dotiert ist.

Der "Prix Iréne Joliot-Curie 2008" wurde verliehen an:

Brigitte Senut als "Wissenschaftlerin des Jahres, die durch einen bemerkenswerten persönlichen Beitrag in der öffentlichen oder privaten Forschung hervorgetreten ist".

Brigitte Senut ist Paläontologin mit dem Schwerpunkt Paläontologie der Wirbeltiere und des Menschen. Sie führt hierzu seit 1983 intensive Feldstudien insbesondere in Afrika durch. Diese haben die Entwicklung der Hominiden, die Dichotomie zwischen Großaffen und Menschen sowie den Ursprung der Hominiden in einem breit angelegten Kontext zum Gegenstand. Ihre Arbeiten haben zu zahlreichen Entdeckungen geführt.

Parallel zu ihren Forschungsarbeiten ist sie in mehrfacher Weise in der akademischen Lehre engagiert (troisième cycle, Capes; agrégation, Gastprofessor an der Universität Kyoto).

Katell Berthelot als "Junge Wissenschaftlerin die sich durch ihren wissenschaftlichen Werdegang und durch ihre exemplarische Aktivität in der französischen Forschung ausgezeichnet hat".

Katell Berthelot ist "chargée de recherche" des CNRS und arbeitet am "Centre de Recherche Francais de Jérusalem". Sie ist Spezialistin des alten Judentums und verfolgt in ihrer Arbeit das Verhältnis von Juden und Nicht-Juden zum "gelobten Land" unter Heranziehung der jüdischen Interpretationen der biblischen Geschichte betreffend die Eroberung von Kanaan durch die Hebräer.

Parallel hierzu spielt sie u.a. eine wichtige Rolle in der Inspiration und Koordinierung einer internationalen Forschergruppe; sie ist weiter für die Veröffentlichung einer zweisprachigen Ausgabe der am Roten Meer aufgefundenen Schriftrollen verantwortlich. Auch hat sie mehrere einschlägige internationale wissenschaftliche Ateliers und Kolloquien veranstaltet.

Catherine Langlais als "Erfolgreiche Wissenschaftlerin , die ihren Berufsweg in den Dienst der Unternehmensforschung gestellt hat oder zur Gründung eines innovativen Unternehmens beigetragen hat".

Catherine Langlais ist Spezialistin der "chimie du solide", der Optik und der Materialforschung. Sie ist "ingenieur des Mines de Nancy". Seit mehr als dreißig Jahren ist sie in der Forschung der Unternmehmensgruppe Saint-Gobain tätig. Seit dem Jahre 2000 ist sie Generaldirektorin von "Saint Gobain Recherche", wo sie sich ständig für eine bessere Vertretung der Generation junger Forscherinnen einsetzt.

Catherine Marry als "Person, die eine bemerkenswerte InitiativeBegleitung einer oder mehrerer junger Frauen im Verlaufe deren wissenschaftlichen Ausbildungsganges oder zu Beginn ihrer sich darin anschließenden wissenschaftlichen Laufbahn ergriffen hat" ("Prix du Mentorat").

Catherine Marry leitet seit dem Jahre 2006 die Gruppe "Professions-réseaux-organisations" des "Zentrum Maurice Halbwachs", wo sie geschlechterspezifische Vergleichsstudien von Laufbahnentwicklungen in künstlerischen Berufen durchführt. Sie setzt sich weiter für die Förderung von Wissenschaftlerinnen in Verbindung mit den Organsationen "Demain la parité", "Femmes et sciences", "Femmes et maths" und der des Ausschusses "für die Stellung der Frauen im CNRS ein.

Forschungsministerin Valérie Pécresse und EADS-Präsident Louis Gallois unterstrichen anlässlich der Preisverleihung jeweils für ihren Verantwortungsbereich die Bedeutung, die sie der Berufung von Frauen in verantwortungsvolle Stellungen beimessen.

| www.recherche.gouv.fr
Weitere Informationen:
http://www.kooperation-international.de
http://media.enseignementsup-recherche.gouv.fr/file/2008/77/9/DP_def_v2_36779.pdf
http://www.recherche.gouv.fr

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht Förderung des Instituts für Lasertechnik und Messtechnik in Ulm mit rund 1,63 Millionen Euro
24.03.2017 | Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau Baden-Württemberg

nachricht TU-Bauingenieure koordinieren EU-Projekt zu Recycling-Beton von über sieben Millionen Euro
24.03.2017 | Technische Universität Kaiserslautern

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Quantenkommunikation: Wie man das Rauschen überlistet

Wie kann man Quanteninformation zuverlässig übertragen, wenn man in der Verbindungsleitung mit störendem Rauschen zu kämpfen hat? Uni Innsbruck und TU Wien präsentieren neue Lösungen.

Wir kommunizieren heute mit Hilfe von Funksignalen, wir schicken elektrische Impulse durch lange Leitungen – doch das könnte sich bald ändern. Derzeit wird...

Im Focus: Entwicklung miniaturisierter Lichtmikroskope - „ChipScope“ will ins Innere lebender Zellen blicken

Das Institut für Halbleitertechnik und das Institut für Physikalische und Theoretische Chemie, beide Mitglieder des Laboratory for Emerging Nanometrology (LENA), der Technischen Universität Braunschweig, sind Partner des kürzlich gestarteten EU-Forschungsprojektes ChipScope. Ziel ist es, ein neues, extrem kleines Lichtmikroskop zu entwickeln. Damit soll das Innere lebender Zellen in Echtzeit beobachtet werden können. Sieben Institute in fünf europäischen Ländern beteiligen sich über die nächsten vier Jahre an diesem technologisch anspruchsvollen Projekt.

Die zukünftigen Einsatzmöglichkeiten des neu zu entwickelnden und nur wenige Millimeter großen Mikroskops sind äußerst vielfältig. Die Projektpartner haben...

Im Focus: A Challenging European Research Project to Develop New Tiny Microscopes

The Institute of Semiconductor Technology and the Institute of Physical and Theoretical Chemistry, both members of the Laboratory for Emerging Nanometrology (LENA), at Technische Universität Braunschweig are partners in a new European research project entitled ChipScope, which aims to develop a completely new and extremely small optical microscope capable of observing the interior of living cells in real time. A consortium of 7 partners from 5 countries will tackle this issue with very ambitious objectives during a four-year research program.

To demonstrate the usefulness of this new scientific tool, at the end of the project the developed chip-sized microscope will be used to observe in real-time...

Im Focus: Das anwachsende Ende der Ordnung

Physiker aus Konstanz weisen sogenannte Mermin-Wagner-Fluktuationen experimentell nach

Ein Kristall besteht aus perfekt angeordneten Teilchen, aus einer lückenlos symmetrischen Atomstruktur – dies besagt die klassische Definition aus der Physik....

Im Focus: Wegweisende Erkenntnisse für die Biomedizin: NAD⁺ hilft bei Reparatur geschädigter Erbinformationen

Eine internationale Forschergruppe mit dem Bayreuther Biochemiker Prof. Dr. Clemens Steegborn präsentiert in 'Science' neue, für die Biomedizin wegweisende Forschungsergebnisse zur Rolle des Moleküls NAD⁺ bei der Korrektur von Schäden am Erbgut.

Die Zellen von Menschen und Tieren können Schäden an der DNA, dem Träger der Erbinformation, bis zu einem gewissen Umfang selbst reparieren. Diese Fähigkeit...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Industriearbeitskreis »Prozesskontrolle in der Lasermaterialbearbeitung ICPC« lädt nach Aachen ein

28.03.2017 | Veranstaltungen

Neue Methoden für zuverlässige Mikroelektronik: Internationale Experten treffen sich in Halle

28.03.2017 | Veranstaltungen

Wie Menschen wachsen

27.03.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Organisch-anorganische Heterostrukturen mit programmierbaren elektronischen Eigenschaften

29.03.2017 | Energie und Elektrotechnik

Klein bestimmt über groß?

29.03.2017 | Physik Astronomie

OLED-Produktionsanlage aus einer Hand

29.03.2017 | Messenachrichten