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Frankfurter Forscherin erhält mit 2,4 Mio. Euro dotierte Auszeichnung für die Erforschung von Gefäßerkrankungen und Zellalterung

24.10.2008
Frau Prof. Stefanie Dimmeler, Direktorin des Instituts für kardiovaskuläre Regeneration am Zentrum für Molekulare Medizin des Klinikums der J.W. Goethe-Universität Frankfurt am Main, wurde mit einer Forschungsförderung der Europäischen Union in Höhe von 2,4 Millionen Euro für die Herz-Kreislauf-Forschung ausgezeichnet.

Das geförderte Projekt untersucht die Gefäßneubildung und Gewebereparatur, um neue Behandlungsverfahren zur Heilung des Herzens nach einem Herzinfarkt zu entwickeln. Der ausgezeichnete Forschungsantrag ist einer von insgesamt elf bewilligten Projekten aus Deutschland, die unter den knapp 800 eingereichten Forschungsvorhaben in diesem europaweiten Wettbewerb ausgezeichnet wurden.

Herz-Kreislauferkrankungen sind in den westlichen Industrienationen weiterhin Todesursache Nummer 1. Winzige Stückchen von Ribonukleinsäuren, die so genannten microRNAs, beeinflussen die Synthese von Hunderten von Proteinen bei Herz-Kreislauferkrankungen. Basierend auf dieser neuen Erkenntnis soll mittels neuer Hemmstoffe dieser übergeordneten Regulation die Erholung des Gewebes nach Sauerstoffunterversorgung verbessert werden.

Zudem eignen sich microRNAs und deren Hemmstoffe zur gezielten Aktivierung von Stammzellen, die bereits erfolgreich in der Frankfurter Universitätsklinik zur Behandlung von Patienten mit Herzinfarkt oder Herzmuskelschwäche eingesetzt werden. Da fortgeschrittenes Alter ein zentraler Risikofaktor für die Entstehung von Herzerkrankungen ist, plant die Forscherin, im letzten Teil des für fünf Jahre geförderten Projektes zudem die Zellalterung und Funktionsstörung durch microRNAs aufzuklären.

Prof. Dimmeler hofft mit diesen zusätzlichen Mitteln neue Möglichkeiten zur Behandlung von Herz-Kreislauferkrankungen zu entwickeln: "Diese Auszeichnung garantiert die einzigartige Gelegenheit, dieses neue, spannende und zukunftsweisende Projekt mit meinem Team weiterzuführen".

Die Auszeichnung ist ein weiterer Beweis, dass sich Schwerpunktbildung und gezielte Förderung wissenschaftlicher Exzellenz durch die Universität Frankfurt und die Deutsche Forschungsgemeinschaft auszahlen. In Zeiten kompetitiver Mittelverteilung für die Forschung in Europa ist das herausragende Abschneiden der Frankfurter Forscher ein nicht hoch genug einzuschätzendes Gütesiegel.

Für weitere Informationen:

Prof. Dr. Stefanie Dimmeler
Institut für kardiovaskuläre Regeneration
Zentrum für Molekulare Medizin
Klinikum der J.W. Goethe-Universität Frankfurt a.M.
Ansprechpartner:
Sekretariat Frau Hill
Fon (0 69) 63 01 - 5158
E-Mail Hill@med.uni-frankfurt.de
Ricarda Wessinghage
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Klinikum der J.W. Goethe-Universität Frankfurt a.M.
Fon (0 69) 63 01 - 77 64
Fax (0 69) 63 01 - 8 32 22
E-Mail ricarda.wessinghage@kgu.de

Ricarda Wessinghage | idw
Weitere Informationen:
http://www.kgu.de

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