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Fortschritt NRW – Auszeichnung für innovative Formen des Abfall-Recyclings

01.03.2012
Wissenschaftsministerin Schulze zeichnet das Recycling-Design-Portal „ZweitSinn“ als „Ort des Fortschritts“ aus

Wissenschaftsministerin Svenja Schulze hat heute das Recycling-Design-Netzwerk „ZweitSinn“ als „Ort des Fortschritts“ ausgezeichnet. Die Auszeichnung fand in Hagen bei der Firma Möbel & Mehr, einem Gründungsmitglied des Design-Netzwerks statt.

„Das Portal „ZweitSinn“ ist ein hervorragendes Beispiel dafür, wie im Sinne der Nachhaltigkeit qualitatives und quantitatives Wachstum ressourceneffizient erreicht werden kann“, begründete die Ministerin die Wahl bei der Verleihung.

ZweitSinn ist das Label der ecomoebel GmbH, die aus dem Forschungsprojekt „Wiederverwendung von Möbeln als Beispiel der regionalen Kreislaufwirtschaft“ am Institut für Umweltforschung (INFU) der TU Dortmund heraus gegründet wurde.

Über das Online-Portal „ZweitSinn“ wird unabhängigen Partnern (Herstellern und Designern) eine Plattform zur Vermarktung ihrer Produkte geboten. Für die Herstellung aller Möbel oder anderer Produkte auf dem ZweitSinn-Portal werden als Rohmaterialien Altmöbel, Teile von Altmöbeln und andere recycelte Materialien verwendet und in außergewöhnliche Ideen umgesetzt.

Frau Dr. Laura Faltz, Geschäftsführerin der ecomoebel GmbH und des Portals ZweitSinn zeigte sich begeistert über die Auszeichnung: „Es bestätigt uns in unserer Idee, das Abfallvolumen durch konsequente Wiederverwendung zu reduzieren. Die Auszeichnung hilft uns, die Themen Abfallvermeidung und kreatives, nachhaltiges Produktdesign in Schulen, Hochschulen und in die Öffentlichkeit zu tragen.“

Die soziale Innovation von ZweitSinn zeichnet sich durch die Vernetzung der beteiligten Partner aus. „ZweitSinn ist es erfolgreich gelungen, Entsorger, Designer, Künstler, Werkstätten für Menschen mit Behinderung, Beschäftigungsgesellschaften und weitere soziale Einrichtungen miteinander zu verbinden“, lobte Ministerin Schulze die Beteiligten im Rahmen der Auszeichnung.

Als vorbildlich lobte Ministerin Schulze auch die besonders stark ausgeprägte soziale Dimension: „Bei ZweitSinn finden Behinderte, angelernte und ungelernte Menschen, Langzeitarbeitslose sowie benachteiligte Jugendliche jenseits des ersten Arbeitsmarktes oder sozialer Hilfsprogramme eine neue Zukunft.“ Mittlerweile arbeiten fast 600 Menschen im ZweitSinn-Netzwerk. Etwa 80 Menschen haben sich bisher für den regulären Arbeitsmarkt weiterbilden können.

Hintergrundinformationen

„Fortschritt NRW“ steht für eine Politik, die den Menschen in den Mittelpunkt stellt. Denn nachhaltiger Fortschritt bedeutet mehr als technologische Neuentwicklungen. Innovationen sind zunehmend soziale Prozesse, Dienstleistungen und Lösungen, die die Folgen für Mensch, Gesellschaft und Umwelt gleichermaßen im Blick haben. Fortschritt bezieht die soziale Frage ein und verbindet Ökonomie und Ökologie.

„Orte des Fortschritts“ sind Punkte in Nordrhein-Westfalen, an denen sich nachhaltiger Fortschritt 'made in NRW' ablesen lässt. Mit der Auszeichnung als „Ort des Fortschritts“ wird der besondere Beitrag der Institution zu einem qualitativen Fortschritt in NRW gewürdigt und sichtbar gemacht. Gleichzeitig wird deutlich, dass Nordrhein-Westfalen als Ort der Wissenschaft und Industrieland mit starken Regionen und einer lebendigen Kultur hervorragende Chancen hat, Fortschritt zu organisieren und zu gestalten.

Dirk Borhart | idw
Weitere Informationen:
http://www.wissenschaft.nrw.de

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