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Forschungsprojekt automotiveHMI ist Innovationssieger 2011/12 des Network of Automotive Excellence

16.04.2012
Das vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie geförderte Projekt „automotiveHMI – Modellgetriebene HMI-Entwicklung im Automobilbereich“, wurde mit seinem innovativen Ansatz zur Spezifikation automotiver Human-Machine-Interfaces (HMIs) zum Innovationssieger 2011/12 des Network of Automotive Excellence (NoAE) im Bereich „Communication & Mobility“ gewählt.
Die Preisverleihung findet am 17.04.2012 auf den „5th NoAE project days“ in Düsseldorf statt. Ziel des 7,4 Mio. Euro umfassenden Projekts ist die maschinenlesbare Spezifikation von Benutzungsschnittstellen für Infotainment-Funktionen (Navigation, Medienwiedergabe, Telefon) im Fahrzeug. Es wird vom Projektträger im DLR betreut.

Ausgelöst durch die heutigen, immer schneller werdenden Innovationszyklen im Bereich der Consumer Electronics (darunter vor allem Smartphones und Tablet PCs) steht die deutsche Automobilindustrie vor der Herausforderung, innovative und den aktuellen Trends angepasste Benutzungsschnittstellen in ihre Fahrzeuge zu integrieren. Kunden erwarten heute Innovationssprünge im Auto, wie sie es von Mobilgeräten gewohnt sind. Dies ist aktuell nur sehr schwer umzusetzen, da die Benutzungsschnittstellen im Fahrzeug höheren Anforderungen in Bezug auf Sicherheit und Ablenkung gerecht werden müssen, als es zum Beispiel für ein Smartphone erforderlich wäre.

Während die Anbieter von Apps für Mobilgeräte auf Fehler mit kleineren Updates reagieren können, muss im automobilen Bereich sichergestellt werden, dass Änderungen an den Benutzungsschnittstellen den Sicherheitsanforderungen gerecht bleiben. Deshalb müssen die aktuellen Entwicklungszyklen drastisch verkürzt werden. Während aktuelle Entwicklungszyklen – bestehend aus Spezifikation, Implementation und Tests – ungefähr 3 bis 5 Jahre umfassen, sollen diese in Zukunft durch Verkürzungen bei der Implementation und den Tests erheblich wettbewerbsfähiger werden.

Als ein Ansatzpunkt für eine solche Optimierung wird im Projekt automotiveHMI die Verbesserung der Kommunikation zwischen den verschiedenen an der Entwicklung Beteiligten (Spezifikateuren, Entwicklern, Systemintegratoren, Testern) gesehen. Diese findet aktuell mit Hilfe von rund 2000 Seiten umfassenden Papierdokumenten statt, und muss von den beteiligten Personen gelesen, verstanden und auf Widerspruchsfreiheit geprüft werden.

Da sowohl die Software- und Hardwareentwickler als auch die Tester auf die Inhalte der Spezifikation angewiesen sind, kann hier ein maschinenlesbares Austauschformat (beispielsweise ein XML-Dialekt wie im World Wide Web), das den einfachen Import und Export von Informationen erlaubt, die notwendige Zeit und den Aufwand zur Erarbeitung der Spezifikation drastisch reduzieren.

Über automotiveHMI:

Das Projekt „automotiveHMI – Modellgetriebene HMI-Entwicklung im Automobilbereich“ entwickelt ein modellbasiertes, domänenspezifisches Austauschformat, das eine einheitliche Spezifikation von prozessübergreifenden HMI-Entwicklungsdaten ermöglicht. Dieses Austauschformat soll als maschinenlesbare Datenschnittstelle zwischen den einzelnen Prozessteilnehmern fungieren und ermöglicht damit die Überwindung der „digitalen Lücke“, die bislang durch den papierbasierten Datenaustausch besteht.

An automotiveHMI beteiligen sich namhafte Vertreter der deutschen Autoindustrie, sowohl Hersteller wie Audi, Daimler, MAN, Porsche und Volkswagen als auch Zulieferer wie Bosch, Continental und Harman Becker. Neben dem Fraunhofer-Institut IESE und Comlet Verteilte Systeme GmbH ist darüber hinaus als wissenschaftlicher Koordinator das DFKI beteiligt, Konsortialführer ist die Elektrobit Automotive GmbH. Das Projekt wird vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie mit rund vier Mio. Euro gefördert und hat eine Laufzeit von drei Jahren.

Über das NoAE:

Der NoAE-Innovationswettbewerb wurde bereits zum fünften Mal ausgetragen. Die 30-köpfige Jury aus zehn verschiedenen Ländern zeichnete in diesem Jahr 21 Innovationen aus den Themenbereichen Antrieb & Elektrifizierung, Kommunikation & Mobilität, Material & Fertigung sowie Design & Interieur aus. Zu den Jury-Mitgliedern zählen unter anderem Vertreter von Airbus, Audi, Boeing, Bombardier, GM/Opel, Porsche, Volkswagen, Skoda und Siemens. Der Preis bietet den Innovations-Champions die Möglichkeit, ihre Projekte international zu präsentieren. Außerdem unterstützt sie das NoAE-Netzwerk ein Jahr lang.

Das Network of Automotive Excellence ist eine freie Initiative für die Automobil- und Zulieferindustrie. Das unternehmensübergreifende Expertennetzwerk will den strategischen, organisatorischen und technologischen Erfahrungsaustausch intensivieren. Das NoAE wurde 2002 in Zusammenarbeit führender Automobilfirmen und der Europäischen Kommission gegründet. Der jährliche Wettbewerb prämiert Ideen, Innovationen und Lösungen, die sich durch einen hohen Kundennutzen auszeichnen und ein hohes Transferpotenzial für die Bereiche Automobil sowie Personen-, Transport- und Luftfahrzeuge besitzen.

Ansprechpartner für die Presse:
Elektrobit Automotive GmbH
Thomas Fleischmann (Konsortialführer)
Am Wolfsmantel 46
91058 Erlangen
Tel: +49(0) 9131-7701-6288
Fax: +49(0) 9131-7701-6333
E-Mail: Thomas.Fleischmann[at]Elektrobit.com

Deutsches Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) GmbH
Prof. Dr.-Ing. Detlef Zühlke (wissenschaftl. Koordinator)
Trippstadter Str. 122
67663 Kaiserslautern
Tel: +49(0) 631-205-3570
Fax: +49(0) 631-205-3705
E-Mail: Detlef.Zuehlke[at]dfki.de

Petra Richter | idw
Weitere Informationen:
http://www.automotive-hmi.org/
http://www.project-days.com/index.php/home.html
http://www.pt-ikt.de/de/534.php

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