Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Forschungspreis für Wissenschaftlerteam um Prof. Hans Jürgen Wendel

07.06.2011
Wissenschaftler des „Zentrums für Logik, Wissenschaftstheorie und Wissenschaftsgeschichte“ der Universität Rostock gehören mit einem Forschungsprojekt zum Thema „Transformation wissenschaftlichen Wissens in den Lebenswissenschaften“ zu den Gewinnern des Forschungswettbewerbs Mecklenburg-Vorpommern

Im Rahmen des von der Landesregierung ins Leben gerufenen Wettbewerbs zur Förderung von exzellenten und wirtschaftsnahen Forschungsprojekten in Mecklenburg-Vorpommern zählt auch ein Projekt am „Zentrum für Logik, Wissenschaftstheorie und Wissenschaftsgeschichte“ (ZLWWG) zu den Siegern.

Gemeinsam mit Biologen und Informatikern hatte das ZKWWG einen Antrag zum Thema „Transformation wissenschaftlichen Wissens in den Lebenswissenschaften: Morphologie und Neurowissenschaften im Wandel“ eingereicht, dafür werden sie beim Innovationskongress der IHK am 15.06.2011 in Warnemünde vom Ministerpräsidenten des Landes Mecklenburg-Vorpommern, Erwin Sellering, ausgezeichnet.

Mit diesem interdisziplinären Forschungsvorhaben wollen die beteiligten Wissenschaftler unter der Gesamtleitung von Professor Hans Jürgen Wendel und der Koordination von Dr. Olaf Engler (Philosophie) ihre Untersuchungen zu langfristigen Transformationsprozessen in den Lebenswissenschaften fortführen und erweitern, die sie bereits im Rahmen des Exzellenzförderprogrammes des Landes seit 2009 erfolgreich in Gang gesetzt haben. Für die verschiedenen Teilprojekte sind die Professoren Bertram Kienzle (Philosophie), Stefan Richter (Biologie), Lars Schwabe (Informatik) und Dieter G. Weiß (Biologie) sowie Privatdozent Dr. Sergei A. Kuznetsov (Biologie) federführend beteiligt. Das Projekt wird mit über 300.000,- Euro vom Land gefördert.

Die Thematik betrifft das Verständnis des Wandels von Wissenschaft und deren Erfolg. Seit den Tagen des Philosophen Immanuel Kant, dessen Erkenntnistheorie wesentlich durch seine Bewunderung für Isaak Newton beeinflusst war, haben sich Philosophen immer wieder mit dem Verständnis des Erfolgs der Erfahrungswissenschaften beschäftigt. Dieses Interesse verstärkte sich nochmals deutlich mit dem Erfolg der Physik, insbesondere seit der Ausarbeitung der Relativitäts- und Quantentheorie von Albert Einstein und Max Planck im Verlauf des letzten Jahrhunderts. Dabei konzentrierte sich das Interesse am Verständnis des wissenschaftlichen Wandels allerdings immer mehr auf die Physik. Andere Wissenschaften und deren Besonderheiten gerieten damit aus dem Blickfeld. Mit Beginn dieses Jahrhunderts zeichnet sich ab, dass die Neuerungen und Erfolge in den Lebens- und Informationswissenschaften, unter dem Einfluss der Evolutionstheorie und den raschen Veränderungen in den Neurowissenschaften, ein ganz neues Bild wissenschaftlicher Forschung sichtbar machen, das auch neue Methoden der geisteswissenschaftlichen Auseinandersetzung mit diesen erfordert.

Das ZLWWG ist damit eine der erfolgreichsten interdisziplinären wissenschaftlichen Einrichtungen der Universität Rostock, das unter maßgeblicher Beteiligung der Geisteswissenschaften, zusammen mit dem Max-Planck-Institut für Wissenschaftsgeschichte in Berlin im November 2006 zur gemeinsamen Forschung von Natur- Geistes- und Technikwissenschaften gegründet wurde.

Dr. Olaf Engler
T: 0381 498 2810
E-Mail: olaf.engler@uni-rostock.de

Ingrid Rieck | idw
Weitere Informationen:
http://www.uni-rostock.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht DFG fördert 15 neue Sonderforschungsbereiche (SFB)
26.05.2017 | Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG)

nachricht Neues Helmholtz-Institut in Würzburg erforscht Infektionen auf genetischer Ebene
24.05.2017 | Hermann von Helmholtz-Gemeinschaft Deutscher Forschungszentren

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Lässt sich mit Boten-RNA das Immunsystem gegen Staphylococcus aureus scharf schalten?

Staphylococcus aureus ist aufgrund häufiger Resistenzen gegenüber vielen Antibiotika ein gefürchteter Erreger (MRSA) insbesondere bei Krankenhaus-Infektionen. Forscher des Paul-Ehrlich-Instituts haben immunologische Prozesse identifiziert, die eine erfolgreiche körpereigene, gegen den Erreger gerichtete Abwehr verhindern. Die Forscher konnten zeigen, dass sich durch Übertragung von Protein oder Boten-RNA (mRNA, messenger RNA) des Erregers auf Immunzellen die Immunantwort in Richtung einer aktiven Erregerabwehr verschieben lässt. Dies könnte für die Entwicklung eines wirksamen Impfstoffs bedeutsam sein. Darüber berichtet PLOS Pathogens in seiner Online-Ausgabe vom 25.05.2017.

Staphylococcus aureus (S. aureus) ist ein Bakterium, das bei weit über der Hälfte der Erwachsenen Haut und Schleimhäute besiedelt und dabei normalerweise keine...

Im Focus: Can the immune system be boosted against Staphylococcus aureus by delivery of messenger RNA?

Staphylococcus aureus is a feared pathogen (MRSA, multi-resistant S. aureus) due to frequent resistances against many antibiotics, especially in hospital infections. Researchers at the Paul-Ehrlich-Institut have identified immunological processes that prevent a successful immune response directed against the pathogenic agent. The delivery of bacterial proteins with RNA adjuvant or messenger RNA (mRNA) into immune cells allows the re-direction of the immune response towards an active defense against S. aureus. This could be of significant importance for the development of an effective vaccine. PLOS Pathogens has published these research results online on 25 May 2017.

Staphylococcus aureus (S. aureus) is a bacterium that colonizes by far more than half of the skin and the mucosa of adults, usually without causing infections....

Im Focus: Orientierungslauf im Mikrokosmos

Physiker der Universität Würzburg können auf Knopfdruck einzelne Lichtteilchen erzeugen, die einander ähneln wie ein Ei dem anderen. Zwei neue Studien zeigen nun, welches Potenzial diese Methode hat.

Der Quantencomputer beflügelt seit Jahrzehnten die Phantasie der Wissenschaftler: Er beruht auf grundlegend anderen Phänomenen als ein herkömmlicher Rechner....

Im Focus: A quantum walk of photons

Physicists from the University of Würzburg are capable of generating identical looking single light particles at the push of a button. Two new studies now demonstrate the potential this method holds.

The quantum computer has fuelled the imagination of scientists for decades: It is based on fundamentally different phenomena than a conventional computer....

Im Focus: Tumult im trägen Elektronen-Dasein

Ein internationales Team von Physikern hat erstmals das Streuverhalten von Elektronen in einem nichtleitenden Material direkt beobachtet. Ihre Erkenntnisse könnten der Strahlungsmedizin zu Gute kommen.

Elektronen in nichtleitenden Materialien könnte man Trägheit nachsagen. In der Regel bleiben sie an ihren Plätzen, tief im Inneren eines solchen Atomverbunds....

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Meeresschutz im Fokus: Das IASS auf der UN-Ozean-Konferenz in New York vom 5.-9. Juni

24.05.2017 | Veranstaltungen

Diabetes Kongress in Hamburg beginnt heute: Rund 6000 Teilnehmer werden erwartet

24.05.2017 | Veranstaltungen

Wissensbuffet: „All you can eat – and learn”

24.05.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

DFG fördert 15 neue Sonderforschungsbereiche (SFB)

26.05.2017 | Förderungen Preise

Lässt sich mit Boten-RNA das Immunsystem gegen Staphylococcus aureus scharf schalten?

26.05.2017 | Biowissenschaften Chemie

Unglaublich formbar: Lesen lernen krempelt Gehirn selbst bei Erwachsenen tiefgreifend um

26.05.2017 | Gesellschaftswissenschaften