Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Forschungs- und Lehrboni vergeben

03.12.2008
Eine Wissenschaftlerin und fünf Wissenschaftler der Universität Ulm sind am (heutigen) Mittwoch bei einer Feier in der Villa Eberhardt mit den Lehr- und Forschungsboni des Jahres ausgezeichnet worden.

Professor Peter Dürre, Vizepräsident der Uni für die Forschung, und Dietrich Engmann als Geschäftsführer der Ulmer Universitätsgesellschaft (UUG) überreichten die beiden von UUG und Uni bereit gestellten und jeweils mit 10 000 Euro dotierten internen Forschungspreise an Dr. Thomas Gronemeyer (Institut für Molekulare Genetik und Zellbiologie) und Dr. Andrei Kobitski vom Institut für Biophysik.

Engmann sprach in diesem Zusammenhang von einer "regionalen Exzellenzinitiative". Die Auszeichnungen für hervorragende Leistungen in der Lehre erhielten Dr. Karin Stadtmüller (Studienkommission Wirtschaftswissenschaften), Professor Volker Rasche (Klinik für Innere Medizin II), Privatdozent Dr. Wolfgang Stein (Institut für Neurobiologie) und Dr. Mark Hänle (Klinik für Innere Medizin I) aus der Hand von Professor Ulrich Stadtmüller, Vizepräsident der Uni Ulm für die Lehre.

"Die beiden heute ausgezeichneten Forscher erfüllen persönlich und mit ihren Projekten alle Kriterien für eine Förderung in hohem Maße'", sagte Uni-Vizepräsident Professor Dürre. Sein Kollege für die Lehre, Professor Ulrich Stadtmüller, erklärte: "Als kleinere Uni mit vielen eher schweren Fächern müssen wir uns in der Lehre besonders anstrengen, um exzellente junge Leute für ein Studium bei uns zu gewinnen." Durch eine Bewertung der Lehrqualifikation bei Neuberufungen und vor allem Evaluationen fast aller Vorlesungen versuche die Universität, die Lehre ständig weiter zu verbessern. Dabei sei ihm "wichtig, Dozenten auszuzeichnen, die ihre Studenten auch fordern und damit fördern."

Während mit den Lehrboni besondere Verdienste in der Lehre gewürdigt werden, verstehen sich die Forschungspreise Dürre zufolge zum einen als Prämien für bisherige Leistungen, zum anderen und vor allem als Anschubfinanzierung für vielversprechende Forschungsvorhaben von Nachwuchswissenschaftlern. So widmet sich Dr. Andrei Kobitski, seit September 2002 tätig im Institut für Biophysik, hier dem Projekt "Einzelmolekül-FRET-Untersuchungen der Struktur und Funktion von RNA-Molekülen" - mit hoher Kompetenz und großen Perspektiven, wie Institutsdirektor Professor Gerd Ulrich Nienhaus in seiner Laudatio darlegte.

Gleiches gilt Professor Nils Johnsson, Direktor des Instituts für Molekulare Genetik und Zellbiologie, zufolge auch für Dr. Thomas Gronemeyer, wie Kobitski Jahrgang 1976, jedoch erst seit Mai des Jahres in dem noch relativ jungen Ulmer Institut tätig. Ziel der hier angesiedelten Arbeitsgruppe ist demnach die Erforschung der grundlegenden Mechanismen der Zytokinese in der Bäckerhefe. Deren vollständiges Verständnis würde, so Johnsson, nicht nur "unser aktuelles Bild von der lebenden Zelle komplettieren, sondern hätte auch praktischen Nutzen". Für die Forschungen über die Entwicklung maligner Tumore nämlich.

Nicht minder überzeugend begründet die Vorschläge der Fachschaften für die Lehrboni. So die Fakultät für Mathematik und Wirtschaftswissenschaften mit dem "überaus großen Einsatz" von Dr. Karin Stadtmüller, ihrem Feingefühl und Augenmaß für eine ausbalancierte Lehre und ihre Impulse bei der erfolgreichen Gestaltung der neuen Bachelor- und Masterstudiengänge. Der entscheidende Faktor aber für ihre Auszeichnung sei ihre Menschlichkeit und der Respekt gegenüber allen Partnern im Lehrbetrieb.

Mit Dr. Mark Hänles besonderem Engagement bei der Einführung des so genannten "Skills Lab" argumentierten die Nachwuchsmediziner. Sie können in dem neu geschaffenen Raum bekanntlich an Simulatoren vielfältige ärztliche Aufgaben üben. Zudem sei Hänle für die Ausbildung der Tutoren verantwortlich gewesen. Einer Auszeichnung "mehr als würdig" war der Fachschaft Biologie zufolge Dr. Wolfgang Stein und zwar aus mehreren Gründen. Unter anderem einer "didaktisch wichtigen Einzelleistung" wegen bei der Einführung in die Funktionsweise neuronaler Netzwerke, ebenso aufgrund seiner vorbildlichen Praktika für die fortgeschrittenen Studenten und der Vielzahl an von ihm betreuten Dissertations- und Abschlussarbeiten. Nicht zu vergessen den hohen persönlichen Einsatz.

Die Fachschaft Elektrotechnik schließlich plädierte für einen Mediziner als Preisträger der Fakultät für Ingenieurwissenschaften und Informatik: Professor Volker Rasche fördere mit seiner anschaulichen, didaktisch vorbildlichen und sehr verständlichen Vorlesung "Bildgebende Verfahren der Medizintechnik" auch das Interesse an interdisziplinärer Zusammenarbeit, hatte sie ihren Vorschlag begründet.

Willi Baur | idw
Weitere Informationen:
http://www.uni-ulm.de/

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht Forschungspreis „Transformative Wissenschaft 2018“ ausgelobt
16.02.2018 | Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie gGmbH

nachricht Preis der DPG für superpräzisen 3-D-Laserdruck aus Karlsruhe
14.02.2018 | Karlsruher Institut für Technologie

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Erste integrierte Schaltkreise (IC) aus Plastik

Erstmals ist es einem Forscherteam am Max-Planck-Institut (MPI) für Polymerforschung in Mainz gelungen, einen integrierten Schaltkreis (IC) aus einer monomolekularen Schicht eines Halbleiterpolymers herzustellen. Dies erfolgte in einem sogenannten Bottom-Up-Ansatz durch einen selbstanordnenden Aufbau.

In diesem selbstanordnenden Aufbauprozess ordnen sich die Halbleiterpolymere als geordnete monomolekulare Schicht in einem Transistor an. Transistoren sind...

Im Focus: Quantenbits per Licht übertragen

Physiker aus Princeton, Konstanz und Maryland koppeln Quantenbits und Licht

Der Quantencomputer rückt näher: Neue Forschungsergebnisse zeigen das Potenzial von Licht als Medium, um Informationen zwischen sogenannten Quantenbits...

Im Focus: Demonstration of a single molecule piezoelectric effect

Breakthrough provides a new concept of the design of molecular motors, sensors and electricity generators at nanoscale

Researchers from the Institute of Organic Chemistry and Biochemistry of the CAS (IOCB Prague), Institute of Physics of the CAS (IP CAS) and Palacký University...

Im Focus: Das VLT der ESO arbeitet erstmals wie ein 16-Meter-Teleskop

Erstes Licht für das ESPRESSO-Instrument mit allen vier Hauptteleskopen

Das ESPRESSO-Instrument am Very Large Telescope der ESO in Chile hat zum ersten Mal das kombinierte Licht aller vier 8,2-Meter-Hauptteleskope nutzbar gemacht....

Im Focus: Neuer Quantenspeicher behält Information über Stunden

Information in einem Quantensystem abzuspeichern ist schwer, sie geht meist rasch verloren. An der TU Wien erzielte man nun ultralange Speicherzeiten mit winzigen Diamanten.

Mit Quantenteilchen kann man Information speichern und manipulieren – das ist die Basis für viele vielversprechende Technologien, vom hochsensiblen...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Auf der grünen Welle in die Zukunft des Mobilfunks

16.02.2018 | Veranstaltungen

Smart City: Interdisziplinäre Konferenz zu Solarenergie und Architektur

15.02.2018 | Veranstaltungen

Forschung für fruchtbare Böden / BonaRes-Konferenz 2018 versammelt internationale Bodenforscher

15.02.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Erste integrierte Schaltkreise (IC) aus Plastik

17.02.2018 | Energie und Elektrotechnik

Stammbaum der Tagfalter erstmalig umfassend neu aufgestellt

16.02.2018 | Biowissenschaften Chemie

Neue Strategien zur Behandlung chronischer Nierenleiden kommen aus der Tierwelt

16.02.2018 | Biowissenschaften Chemie

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics