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Forschung für guten Unterricht: Neuer „Polytechnik-Preis”

21.03.2011
Schüler verlieren im Verlauf ihrer Schulzeit zunehmend das Interesse an Naturwissenschaften und Technik. Außerdem klagt die Industrie über einen großen Fachkräftemangel in diesen Berufsfeldern.

Eine intensive Nachwuchsförderung ist daher besonders wichtig. Mit dem neuen Polytechnik-Preis für die Didaktik der Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik geht die Stiftung Polytechnische Gesellschaft Frankfurt am Main diese Problematik an.

Sie zeichnet Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Fachdidaktiken in Deutschland für ihre herausragenden Forschungsleistungen aus.

Denn: Der Schlüssel für eine wissenschaftliche Bildung ist guter Unterricht. Die Fachdidaktiker, die Unterrichtskonzepte entwickeln und Lehrer ausbilden, nehmen daher eine zentrale Rolle ein.

Der Polytechnik-Preis wird für die Entwicklung innovativer Konzepte in der Vermittlung mathematischer, naturwissenschaftlicher und technischer Inhalte im schulischen Unterricht verliehen. Der Preis ist mit 70.000 Euro dotiert und wird ab dem Jahr 2011 im Rhythmus von zwei Jahren vergeben. Ausgezeichnet werden Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, die an Hochschulen oder an namhaften wissenschaftlichen Instituten der Fachdidaktik und der Lehrerausbildung forschen. Die Stiftung ruft Experten aus diesen Fachkreisen dazu auf, geeignete Kandidaten vorzuschlagen. Eigenbewerbungen sind nicht möglich. Einsendeschluss ist der 15. Juni 2011.

Gesucht werden innovative Konzepte für die Sekundarstufe I und II, die folgende Kriterien erfüllen:

• Es wurde ein herausragendes Lehr- und Lernkonzept für den schulischen Unterricht in Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften oder Technik entwickelt.

• Dieses Unterrichtskonzept wurde in der Schule erprobt und seine Wirksamkeit untersucht.

Die Jury besteht aus unabhängigen Experten aus Wissenschaft, Schule
und Stiftungswesen, darunter befinden sich auch mehrere Professoren der Goethe-Universität Frankfurt am Main und weiterer Hochschulen. Diese wählen aus den vorgeschlagenen Kandidaten fünf Nominierte aus, deren Konzepte im Detail begutachtet werden. Aus diesem Kreis wird dann der Preisträger ausgewählt. Der erste Preis ist mit 50.000 Euro dotiert. Die übrigen vier Nominierten erhalten jeweils zweite Preise in Höhe von 5.000 Euro. Die Stiftung wird durch geeignete Angebote an Schulen zu einem Transfer der im Rahmen des Polytechnik-Preises

gewonnenen Erfahrungen und Erkenntnisse beitragen. Der Preis wird am 22. November 2011 im Senckenberg Naturmuseum in Frankfurt am Main verliehen.

Die Bundesministerin für Bildung und Forschung, Prof. Annette Schavan, hat die Schirmherrschaft für den neuen Polytechnik-Preis übernommen. Sie betont: „Bildung und Qualifizierung sind wichtige Voraussetzungen für die Chancen eines jeden Bürgers. Gut ausgebildete junge Menschen sind der Schlüssel für Wachstum und Weiterentwicklung der Gesellschaft sowie für den Erfolg des

Forschungsstandortes Deutschland. Dafür sind kreative und herausragende Lernkonzepte unabdingbar.“

„Unser Ziel ist, das Ansehen der Fachdidaktik sowohl im universitären Umfeld als auch in der breiten Öffentlichkeit zu verbessern“, so Dr. Roland Kaehlbrandt, Vorstandsvorsitzender der Stiftung Polytechnische Gesellschaft.

Informationen: Stiftung Polytechnische Gesellschaft Frankfurt am Main, Dr. Wolfgang Eimer, Bereichsleiter Wissenschaft und Technik, Untermainanlage 5, 60329 Frankfurt am Main, Tel: (069) 789-88927, Fax: (069) 789-889927, eimer@sptg.de

Stephan M. Hübner | idw
Weitere Informationen:
http://www.sptg.de

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