Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Forschung für Elektromobilität

22.10.2012
Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie fördert Forschungsprojekt unter Beteiligung der Bauhaus-Universität Weimar mit 6,5 Millionen Euro

Seit Oktober 2012 forschen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Professur Verkehrsplanung und Verkehrstechnik an der Fakultät Bauingenieurwesen in einem Konsortium zusammen mit neun weiteren namenhaften Partnern an einer intelligenten Verknüpfung von Verkehrssteuerung, Fahrzeugtechnik und Energieversorgung im Bereich der Elektromobilität.

Das Projekt mit dem Namen sMobiliTy, Smart Mobility in Thüringen, unterstützt dabei die Bundesregierung in ihrer Zielsetzung, bis zum Jahr 2020 eine Million Elektrofahrzeuge auf dem deutschen Markt zu etablieren.

Das Vorhaben wird durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi) unterstützt und mit 6,5 Millionen Euro für die Dauer von drei Jahren gefördert. Das Gesamtprojektvolumen beläuft sich auf 9,6 Millionen Euro. Die öffentliche Auftaktveranstaltung fand am 10. Oktober 2012 in Erfurt statt.

Die Grundidee des Projektes sMobiliTy ist es, eine cloud-basierte Plattform für Elektromobilität zu entwickeln, die bestehende technische Systeme und Lösungen intelligent miteinander vernetzt sowie technische und wirtschaftliche Services für Elektromobilität erbringt. In zwei Demonstrationsvorhaben in Thüringen soll dieser Lösungsansatz getestet werden. Zunächst sind dafür zwei Dienstleistungen für elektromobile Fahrzeughalter geplant: Zum einen ermöglicht die Übermittlung der aktuellen lokalen Verkehrslage für Erfurt dem Fahrer ein reisezeit- und reichweitenoptimierendes Navigieren durch die Landeshauptstadt. Zum anderen ist für alle Teilnehmer ein lastvariabler Fahrstromtarif vorgesehen, d. h. die Fahrzeugbesitzer tanken dann Strom zu vergünstigten Preisen, wenn sie dem Energieversorger erlauben, das Auto in Zeiten besonders hoher Einspeisung aus erneuerbaren Energien zu laden.

Die Professur Verkehrsplanung und Verkehrstechnik der Bauhaus-Universität Weimar befasst sich in dem Projekt mit dem Teilbereich „Smart Traffic“, d. h. der intelligenten Verkehrsinfrastruktur zur Erhöhung von Effizienz, Reichweite und Sicherheit, welcher mit ca. 480.000 Euro gefördert wird. Mit Hilfe einer angestrebten Cloud-Systemlösung, in der Daten, Informationen und Strategien zusammen geführt und verwaltet werden, wird ein umfassendes intelligentes Verkehrsmanagementsystem konstruiert. Zusätzlich entwickelt die Forschergruppe Verfahren, mit denen technologische Erweiterungen eingebunden sowie umweltsensitive Steuerungsstrategien entwickelt werden können.

Im Rahmen einer Pilotphase, die voraussichtlich im April 2015 startet, wird eine intelligente Verkehrsinfrastruktur im gesamten Stadtgebiet der Thüringer Landeshauptstadt Erfurt aufgebaut und damit ein wesentlicher Beitrag zur Förderung der Elektromobilität geleistet.

Kontakt:
Univ.-Prof. Prof. E.h. Dr.-Ing. Ulrich Brannolte
Bauhaus-Universität Weimar
Professur Verkehrsplanung und -technik
Tel.: +49 (0) 3643 - 58 44 71
E-Mail: ulrich.brannolte@uni-weimar.de
www.vpt-weimar.de

Bei Rückfragen können Sie sich gern an Claudia Goldammer, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Fakultät Bauingenieurwesen, Telefon +49 (0) 36 43/58 11 93 oder per E-Mail unter claudia.goldammer@uni-weimar.de wenden.

Claudia Weinreich | idw
Weitere Informationen:
http://www.vpt-weimar.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht Mikrophotonik – Optische Technologien auf dem Weg in die Hochintegration
21.07.2017 | VDI Technologiezentrum GmbH

nachricht 1,4 Millionen Euro für Forschungsprojekte im Industrie 4.0-Kontext
20.07.2017 | Hochschule RheinMain

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Einblicke unter die Oberfläche des Mars

Die Region erstreckt sich über gut 1000 Kilometer entlang des Äquators des Mars. Sie heißt Medusae Fossae Formation und über ihren Ursprung ist bislang wenig bekannt. Der Geologe Prof. Dr. Angelo Pio Rossi von der Jacobs University hat gemeinsam mit Dr. Roberto Orosei vom Nationalen Italienischen Institut für Astrophysik in Bologna und weiteren Wissenschaftlern einen Teilbereich dieses Gebietes, genannt Lucus Planum, näher unter die Lupe genommen – mithilfe von Radarfernerkundung.

Wie bei einem Röntgenbild dringen die Strahlen einige Kilometer tief in die Oberfläche des Planeten ein und liefern Informationen über die Struktur, die...

Im Focus: Molekulares Lego

Sie können ihre Farbe wechseln, ihren Spin verändern oder von fest zu flüssig wechseln: Eine bestimmte Klasse von Polymeren besitzt faszinierende Eigenschaften. Wie sie das schaffen, haben Forscher der Uni Würzburg untersucht.

Bei dieser Arbeit handele es sich um ein „Hot Paper“, das interessante und wichtige Aspekte einer neuen Polymerklasse behandelt, die aufgrund ihrer Vielfalt an...

Im Focus: Das Universum in einem Kristall

Dresdener Forscher haben in Zusammenarbeit mit einem internationalen Forscherteam einen unerwarteten experimentellen Zugang zu einem Problem der Allgemeinen Realitätstheorie gefunden. Im Fachmagazin Nature berichten sie, dass es ihnen in neuartigen Materialien und mit Hilfe von thermoelektrischen Messungen gelungen ist, die Schwerkraft-Quantenanomalie nachzuweisen. Erstmals konnten so Quantenanomalien in simulierten Schwerfeldern an einem realen Kristall untersucht werden.

In der Physik spielen Messgrößen wie Energie, Impuls oder elektrische Ladung, welche ihre Erscheinungsform zwar ändern können, aber niemals verloren gehen oder...

Im Focus: Manipulation des Elektronenspins ohne Informationsverlust

Physiker haben eine neue Technik entwickelt, um auf einem Chip den Elektronenspin mit elektrischen Spannungen zu steuern. Mit der neu entwickelten Methode kann der Zerfall des Spins unterdrückt, die enthaltene Information erhalten und über vergleichsweise grosse Distanzen übermittelt werden. Das zeigt ein Team des Departement Physik der Universität Basel und des Swiss Nanoscience Instituts in einer Veröffentlichung in Physical Review X.

Seit einigen Jahren wird weltweit untersucht, wie sich der Spin des Elektrons zur Speicherung und Übertragung von Information nutzen lässt. Der Spin jedes...

Im Focus: Manipulating Electron Spins Without Loss of Information

Physicists have developed a new technique that uses electrical voltages to control the electron spin on a chip. The newly-developed method provides protection from spin decay, meaning that the contained information can be maintained and transmitted over comparatively large distances, as has been demonstrated by a team from the University of Basel’s Department of Physics and the Swiss Nanoscience Institute. The results have been published in Physical Review X.

For several years, researchers have been trying to use the spin of an electron to store and transmit information. The spin of each electron is always coupled...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Den Geheimnissen der Schwarzen Löcher auf der Spur

21.07.2017 | Veranstaltungen

Den Nachhaltigkeitskreis schließen: Lebensmittelschutz durch biobasierte Materialien

21.07.2017 | Veranstaltungen

Operatortheorie im Fokus

20.07.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Einblicke unter die Oberfläche des Mars

21.07.2017 | Geowissenschaften

Wegbereiter für Vitamin A in Reis

21.07.2017 | Biowissenschaften Chemie

Den Geheimnissen der Schwarzen Löcher auf der Spur

21.07.2017 | Veranstaltungsnachrichten