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Förderung der Hochschule Mannheim bei der Herstellung und Untersuchung von Nano-Partikeln

12.10.2012
Mit einem symbolischen Scheck übergab am 12.10.2012 Thomas Mayer, Hauptgeschäftsführer der baden-württembergischen Chemie-Verbände eine Fördersumme von 20.000 Euro aus dem Fonds der Chemischen Industrie (VCI) an Prof. Dr. Thomas Schüssler, Prorektor der Hochschule Mannheim und Prof. Dr. Thorsten Röder, Fakultät für Verfahrens- und Chemietechnik.

Mit dieser Summe wird das Institut Chemische Verfahrenstechnik ein Messgerät zur dynamischen Lichtstreuung (Photonen-Korrelationsspektroskopie) anschaffen, welches das neue Laborpraktikum zur Herstellung und Bestimmung von Materialien in Nano-Größe sinnvoll ergänzt.

Die Nanotechnologie ist heute in der Forschung und Entwicklung sowie in der Produktion, insbesondere in der Chemischen Industrie, eine der Triebfedern für neue Produkte der Zukunft. Dieses wird unter anderem dadurch deutlich, dass die Nanotechnologie eine der acht Schlüsseltechnologien in der Hightech-Strategie der Bundesregierung ist. Nanoteilchen kommen heute schon in vielen unterschiedlichen Materialien zum Einsatz. Sie ermöglichen z. B. leichtere und stabilere Werkstoffe für Fahrzeuge oder Maschinen oder sind in Farben und Lacken für Kratzfestigkeit und leichteres Reinigen verantwortlich.

Prof. Röder: „Die Nanotechnologie stellt ein großes wirtschaftliches Potenzial dar, mit einem großen Bedarf an gut ausgebildeten Ingenieuren – das sehen wir deutlich auch an den Bewerber- und Studierendenzahlen bei uns.“ Prof. Röder lehrt in der Fakultät für Verfahrens- und Chemietechnik das Fach Mikro- und Nanotechnologie.

Prof. Schüssler stellte fest: „Ein Qualitätsmerkmal unserer Hochschule ist die praxisnahe und industrierelevante Ausbildung. Dieses wird durch diese Investition weiter gestärkt“.

Das Messgerät, das die Größe von Partikeln in Lösungen messen kann, wird zunächst im Masterstudiengang Chemieingenieurwesen eingesetzt. Die Studierenden können mit dem neuen Messgerät wie in den Unternehmen Prüfungen vornehmen, die mit den bisherigen Labormitteln nicht durchzuführen waren. Zusätzlich wird die Nutzung des Gerätes bei praxisnahen Projekt- und Forschungsarbeiten angestrebt. Mittelfristig ist der Einsatz auch in den Bachelorstudiengängen im Rahmen eines Wahlfachs „Neue Materialien“ angedacht.

Thomas Meyer: „Wir sind dankbar für solche Initiativen an den Hochschulen des Landes. Hier werden wissenschaftlich und doch sehr praxisorientiert Ingenieure ausgebildet. Sie können mit viel Fachkenntnis direkt in den Unternehmen einsteigen“.

Bernd Vogelsang | idw
Weitere Informationen:
http://www.hs-mannheim.de

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