Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Förderprogramm "Zwanzig20 - Partnerschaft für Innovation" startet

19.07.2013
Bis zu 500 Mio. Euro für neue Kooperationen aus Wissenschaft und Wirtschaft. Wanka: "Ostdeutschland wird Innovationsmotor bei wichtigen Zukunftsthemen."

Große Erfindungen werden nur noch selten in der Abgeschiedenheit einzelner Labore und Entwicklungsabteilungen gemacht. Sie entstehen durch die Überwindung von Grenzen - zwischen wissenschaftlichen Disziplinen, unterschiedlichen Technologien sowie Branchen und Märkten.

Diese Entwicklung verändert die herkömmlichen Forschungskooperationen und Geschäftsmodelle grundlegend - auch in Ostdeutschland. Dort sind wissenschaftliches Know How und technologische Spezialisierung zwar in großer Fülle vorhanden. Sie finden sich allerdings oft zerstreut über viele Standorte und in kleinteiligen Strukturen. Es fehlt zudem eine nennenswerte privatfinanzierte Industrieforschung, die im Westen vor allem durch Großunternehmen geleistet wird.

Umso wichtiger ist es daher, dass sich dieses Know How in Konsortien zusammenschließt und über Branchen - und Landesgrenzen hinweg gemeinsam an Lösungen für wichtige Probleme arbeitet. Das Bundesforschungsministerium fördert solche Konsortien aus Wissenschaft und Wirtschaft in seinem Programm "Zwanzig20 - Partnerschaft für Innovation".

Eine Expertenjury unter Vorsitz von Matthias Kleiner, dem ehemaligen Präsidenten der Deutschen Forschungsgemeinschaft, wählte gestern die 10 überzeugendsten Konzepte aus. Das BMBF stellt für das Programm bis 2019 bis zu 500 Millionen Euro bereit. Die Konsortien bilden ein breites Spektrum aus Forschungsthemen ab: Von der Entwicklung innovativer Baustoffe über neue Medikamente und Therapien bis hin zur Sicherstellung einer bezahlbaren und sauberen Energieversorgung.

"Die Zwanzig20-Konsortien nehmen entscheidende Zukunftsprobleme in Angriff", betonte Bundesforschungsministerin Johanna Wanka. "Dabei wird ihnen die ostdeutsche Erfahrung des Aufbaus und der Umgestaltung helfen, kreativ zu sein und neue Wege zu finden. Hierdurch wird nicht nur die Innovations- und Wettbewerbsfähigkeit Ostdeutschlands gestärkt, sondern die wissenschaftliche, wirtschaftliche und gesellschaftliche Entwicklung in ganz Deutschland."

Der Juryvorsitzende Kleiner hob das hohe Niveau der Bewerbungen hervor: "Wir sind vom Ergebnis dieses Wettbewerbs überzeugt und haben unsere Entscheidung einvernehmlich getroffen. Dennoch ist uns die Auswahl angesichts des hohen Potentials der Vorschläge nicht leicht gefallen."

Insgesamt beteiligten sich an den Zwanzig20-Konsortien 59 solcher Zusammenschlüsse mit über 1000 Partnern, davon über 700 aus der Wirtschaft. Der überwiegende Teil, rd. 900 Partner stammen aus Ostdeutschland, aber die strategische Kooperation mit westdeutschen Partnern ist ebenfalls Voraussetzung. Die ausgewählten Konsortien haben nun ein Jahr Zeit zur Erarbeitung ihrer Innovationsstrategie, danach beginnt die Umsetzung. Der Prozess wird wissenschaftlich evaluiert.

Das Programm knüpft an die bisherige Förderpolitik des BMBF an. Das Ministerium hat in den vergangenen zehn Jahren mit der Initiative "Unternehmen Region" über eine Milliarde Euro investiert, um die Innovationspotenziale in ostdeutschen Regionen zu erschließen.

Weitere Informationen zum Programm "Zwanzig20 - Partnerschaft für Innovation" finden Sie unter: www.ur-zwanzig20.de

Informationen zur BMBF-Innovationsinitiative Unternehmen Region finden Sie unter: www.unternehmen-region.de

| BMBF Newsletter
Weitere Informationen:
http://www.bmbf.de/press/

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht Deutscher Wirtschaftspreis für Forschung in Gesundheitsökonomik
21.08.2017 | Joachim Herz Stiftung

nachricht Sechs innovative Projekte sind im Rennen um den begehrten European Health Award 2017
17.08.2017 | European Health Forum Gastein

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Topologische Quantenzustände einfach aufspüren

Durch gezieltes Aufheizen von Quantenmaterie können exotische Materiezustände aufgespürt werden. Zu diesem überraschenden Ergebnis kommen Theoretische Physiker um Nathan Goldman (Brüssel) und Peter Zoller (Innsbruck) in einer aktuellen Arbeit im Fachmagazin Science Advances. Sie liefern damit ein universell einsetzbares Werkzeug für die Suche nach topologischen Quantenzuständen.

In der Physik existieren gewisse Größen nur als ganzzahlige Vielfache elementarer und unteilbarer Bestandteile. Wie das antike Konzept des Atoms bezeugt, ist...

Im Focus: Unterwasserroboter soll nach einem Jahr in der arktischen Tiefsee auftauchen

Am Dienstag, den 22. August wird das Forschungsschiff Polarstern im norwegischen Tromsø zu einer besonderen Expedition in die Arktis starten: Der autonome Unterwasserroboter TRAMPER soll nach einem Jahr Einsatzzeit am arktischen Tiefseeboden auftauchen. Dieses Gerät und weitere robotische Systeme, die Tiefsee- und Weltraumforscher im Rahmen der Helmholtz-Allianz ROBEX gemeinsam entwickelt haben, werden nun knapp drei Wochen lang unter Realbedingungen getestet. ROBEX hat das Ziel, neue Technologien für die Erkundung schwer erreichbarer Gebiete mit extremen Umweltbedingungen zu entwickeln.

„Auftauchen wird der TRAMPER“, sagt Dr. Frank Wenzhöfer vom Alfred-Wegener-Institut, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung (AWI) selbstbewusst. Der...

Im Focus: Mit Barcodes der Zellentwicklung auf der Spur

Darüber, wie sich Blutzellen entwickeln, existieren verschiedene Auffassungen – sie basieren jedoch fast ausschließlich auf Experimenten, die lediglich Momentaufnahmen widerspiegeln. Wissenschaftler des Deutschen Krebsforschungszentrums stellen nun im Fachjournal Nature eine neue Technik vor, mit der sich das Geschehen dynamisch erfassen lässt: Mithilfe eines „Zufallsgenerators“ versehen sie Blutstammzellen mit genetischen Barcodes und können so verfolgen, welche Zelltypen aus der Stammzelle hervorgehen. Diese Technik erlaubt künftig völlig neue Einblicke in die Entwicklung unterschiedlicher Gewebe sowie in die Krebsentstehung.

Wie entsteht die Vielzahl verschiedener Zelltypen im Blut? Diese Frage beschäftigt Wissenschaftler schon lange. Nach der klassischen Vorstellung fächern sich...

Im Focus: Fizzy soda water could be key to clean manufacture of flat wonder material: Graphene

Whether you call it effervescent, fizzy, or sparkling, carbonated water is making a comeback as a beverage. Aside from quenching thirst, researchers at the University of Illinois at Urbana-Champaign have discovered a new use for these "bubbly" concoctions that will have major impact on the manufacturer of the world's thinnest, flattest, and one most useful materials -- graphene.

As graphene's popularity grows as an advanced "wonder" material, the speed and quality at which it can be manufactured will be paramount. With that in mind,...

Im Focus: Forscher entwickeln maisförmigen Arzneimittel-Transporter zum Inhalieren

Er sieht aus wie ein Maiskolben, ist winzig wie ein Bakterium und kann einen Wirkstoff direkt in die Lungenzellen liefern: Das zylinderförmige Vehikel für Arzneistoffe, das Pharmazeuten der Universität des Saarlandes entwickelt haben, kann inhaliert werden. Professor Marc Schneider und sein Team machen sich dabei die körpereigene Abwehr zunutze: Makrophagen, die Fresszellen des Immunsystems, fressen den gesundheitlich unbedenklichen „Nano-Mais“ und setzen dabei den in ihm enthaltenen Wirkstoff frei. Bei ihrer Forschung arbeiteten die Pharmazeuten mit Forschern der Medizinischen Fakultät der Saar-Uni, des Leibniz-Instituts für Neue Materialien und der Universität Marburg zusammen Ihre Forschungsergebnisse veröffentlichten die Wissenschaftler in der Fachzeitschrift Advanced Healthcare Materials. DOI: 10.1002/adhm.201700478

Ein Medikament wirkt nur, wenn es dort ankommt, wo es wirken soll. Wird ein Mittel inhaliert, muss der Wirkstoff in der Lunge zuerst die Hindernisse...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

International führende Informatiker in Paderborn

21.08.2017 | Veranstaltungen

Wissenschaftliche Grundlagen für eine erfolgreiche Klimapolitik

21.08.2017 | Veranstaltungen

DGI-Forum in Wittenberg: Fake News und Stimmungsmache im Netz

21.08.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Im Neptun regnet es Diamanten: Forscherteam enthüllt Innenleben kosmischer Eisgiganten

21.08.2017 | Physik Astronomie

Ein Holodeck für Fliegen, Fische und Mäuse

21.08.2017 | Biowissenschaften Chemie

Institut für Lufttransportsysteme der TUHH nimmt neuen Cockpitsimulator in Betrieb

21.08.2017 | Verkehr Logistik