Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Förderpreis 2010 der Klüh Stiftung geht an Professor Dr. Jochen Reiß, Göttingen

04.11.2010
Unterstützung zur Erforschung einer seltenen Erkrankung - Laudatio von Eva Luise Köhler

Professor Dr. Jochen Reiß vom Institut für Humangenetik an der Universität in Göttingen erhält den Förderpreis 2010 der Klüh Stiftung zur Förderung der Innovation in Wissenschaft und Forschung.

Der Mediziner wird damit in seinen Forschungen zu "Molybdän-Cofaktor-Defizienzen beim Menschen" unterstützt. Die Auszeichnung, die mit Fördermitteln von Euro 25.000 verbunden ist, wurde gestern in Anwesenheit von Eva Luise Köhler, Schirmherrin der ACHSE (Allianz Chronischer Seltener Erkrankungen) sowie des Bundespräsidenten a.D. Horst Köhler und des Düsseldorfer Oberbürgermeisters Dirk Elbers im historischen Rathaus Düsseldorfs überreicht.

Die KLÜH Stiftung zur Förderung der Innovation in Wissenschaft und Forschung wurde 1986 anlässlich des 75-jährigen Bestehens der KLÜH Gruppe, Düsseldorf, errichtet. Stiftungsgründer ist Josef KLÜH, Alleingesellschafter der KLÜH Unternehmensgruppe, Düsseldorf, dem internationalen Multidienstleister für Facility Services.

Die Organisation ACHSE unterstützt die Erforschung seltener Erkrankungen, die wegen zu geringer Fallzahlen nicht das Interesse der Pharmaforschung finden. Das Forschungsprojekt des Göttinger Mediziners Professor Reiß betrifft ein solches Thema. Die Molybdän-Cofaktor-Defizienzen sind sehr seltene erblich bedingte Stoffwechselstörungen, die wegen der fehlenden Therapiemöglichkeit in den meisten Fällen zum Tod in den ersten Lebensjahren führen.

Patienten, die länger überleben, sind aufgrund massiver Gehirnschäden schwerstbehindert und extrem pflegebedürftig. Die Krankheit wird autosomal-rezessiv vererbt, d. h. beide Eltern sind symptomlose Anlageträger. Treffen ihre "Defektgene" bei einem Kind aufeinander, so ist es von der Krankheit betroffen. Statistisch gesehen trifft dies jedes vierte Kind zweier Anlageträger. Die Krankheit kommt bei Jungen und Mädchen gleich häufig vor und wird weltweit in allen Erdteilen und Bevölkerungsgruppen gefunden.

Dank der Forschungen von Professor Reiß und seinem Team sind heute insgesamt drei Typen der Molybdän-Cofaktor-Defizienz bekannt. Im Jahr 2008 konnte eine junge Patientin mit Hilfe eines im Tiermodell getesteten Medikaments erfolgreich behandelt werden und ist bis heute beschwerdefrei. Diese Behandlung wurde inzwischen insgesamt fünf Patienten zuteil.

Im März 2005 hatte Eva Luise Köhler, die gestern die Laudatio auf Professor Reiß hielt, die Schirmherrschaft der Allianz Chronischer Seltener Erkrankungen (ACHSE) übernommen und unterstützt darüber hinaus in der Eva Luise und Horst Köhler Stiftung Menschen mit seltenen Erkrankungen.

Die Preisverleihungen der Klüh Stiftung sollen dazu beitragen, dass besonders auszeichnungs- und förderungswürdige Projekte entweder ihre Anerkennung oder ihre Förderung durch die Zuerkennung eines Preises erhalten. Bislang wurden insgesamt Euro 478.000 als Fördermittel ausgelobt.

Organe der Stiftung

Die Organe der Stiftung sind der Vorstand und der Beirat.

Mitglieder des Vorstandes sind: Josef Klüh (Vorsitzender), Dr.
Heinz Mertens, Wirtschaftsprüfer, Dr. Volker Schratzlseer, Rechtsanwalt
Mitglieder des Beirates sind: Prof. Coordt von Mannstein, von Mannstein Werbeagentur GmbH (Vorsitzender), Kai Diekmann, Herausgeber und Chefredakteur der Bild Zeitung, Prof. Dr. Gerhard Fels, vorm. Institut der deutschen Wirtschaft, Köln; Andreas Fritzenkötter, Kommunikationsberater, Ex-Pressesprecher Bundeskanzler Dr. Helmut Kohl, Ex-Kommunikationschef Bauer Media Group; Joachim Hunold, Sprecher der Geschäftsführung und Gesellschafter der Air Berlin PLC & Co. Luftverkehrs KG; Roger Klüh, KLÜH Service Management GmbH; Univ.-Prof. Dr. med. phil. M. A. (Soz.) Alfons Labisch, vorm. Rektor der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf; Klaus-Peter Müller, Vorsitzender des Aufsichtsrates der Commerzbank AG; Dr. Helmut Nieland, vorm. Bankhaus Lampe; Werner Dornscheidt, Vorsitzender der Geschäftsführung Messe Düsseldorf GmbH

Die KLÜH Gruppe

KLÜH Service Management - www.klueh.de - ist der internationale Multidienstleister für Facility Services. Mit 40.791 Mitarbeitern und Niederlassungen in zehn Ländern zählt KLÜH zu den führenden Anbietern weltweit. Im Jahr 2009 erzielte das Unternehmen einen Umsatz von

620,45 Millionen Euro.

KLÜH ist der Facility-Services-Partner für Konstanz, Qualität und Transparenz. Mit State-of-the-Art Services realisiert das Unternehmen messbare Qualitätsverbesserungen - mit hoher Eigenleistung. Die Mitarbeiter sprechen die Sprache der Kunden. Charakteristisch sind die mannigfaltigen, globalen Branchenlösungen für Cleaning, Catering, Security, Clinic Service, Airport Service, Facility Management inklusive Technik sowie Personal Service.

| presseportal
Weitere Informationen:
http://www.klueh.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht 1,4 Millionen Euro für Forschungsprojekte im Industrie 4.0-Kontext
20.07.2017 | Hochschule RheinMain

nachricht MOLLICool - Mobile thermoelektrische Kühlbandage ausgezeichnet
19.07.2017 | NMI Naturwissenschaftliches und Medizinisches Institut an der Universität Tübingen

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Molekulares Lego

Sie können ihre Farbe wechseln, ihren Spin verändern oder von fest zu flüssig wechseln: Eine bestimmte Klasse von Polymeren besitzt faszinierende Eigenschaften. Wie sie das schaffen, haben Forscher der Uni Würzburg untersucht.

Bei dieser Arbeit handele es sich um ein „Hot Paper“, das interessante und wichtige Aspekte einer neuen Polymerklasse behandelt, die aufgrund ihrer Vielfalt an...

Im Focus: Das Universum in einem Kristall

Dresdener Forscher haben in Zusammenarbeit mit einem internationalen Forscherteam einen unerwarteten experimentellen Zugang zu einem Problem der Allgemeinen Realitätstheorie gefunden. Im Fachmagazin Nature berichten sie, dass es ihnen in neuartigen Materialien und mit Hilfe von thermoelektrischen Messungen gelungen ist, die Schwerkraft-Quantenanomalie nachzuweisen. Erstmals konnten so Quantenanomalien in simulierten Schwerfeldern an einem realen Kristall untersucht werden.

In der Physik spielen Messgrößen wie Energie, Impuls oder elektrische Ladung, welche ihre Erscheinungsform zwar ändern können, aber niemals verloren gehen oder...

Im Focus: Manipulation des Elektronenspins ohne Informationsverlust

Physiker haben eine neue Technik entwickelt, um auf einem Chip den Elektronenspin mit elektrischen Spannungen zu steuern. Mit der neu entwickelten Methode kann der Zerfall des Spins unterdrückt, die enthaltene Information erhalten und über vergleichsweise grosse Distanzen übermittelt werden. Das zeigt ein Team des Departement Physik der Universität Basel und des Swiss Nanoscience Instituts in einer Veröffentlichung in Physical Review X.

Seit einigen Jahren wird weltweit untersucht, wie sich der Spin des Elektrons zur Speicherung und Übertragung von Information nutzen lässt. Der Spin jedes...

Im Focus: Manipulating Electron Spins Without Loss of Information

Physicists have developed a new technique that uses electrical voltages to control the electron spin on a chip. The newly-developed method provides protection from spin decay, meaning that the contained information can be maintained and transmitted over comparatively large distances, as has been demonstrated by a team from the University of Basel’s Department of Physics and the Swiss Nanoscience Institute. The results have been published in Physical Review X.

For several years, researchers have been trying to use the spin of an electron to store and transmit information. The spin of each electron is always coupled...

Im Focus: Das Proton präzise gewogen

Wie schwer ist ein Proton? Auf dem Weg zur möglichst exakten Kenntnis dieser fundamentalen Konstanten ist jetzt Wissenschaftlern aus Deutschland und Japan ein wichtiger Schritt gelungen. Mit Präzisionsmessungen an einem einzelnen Proton konnten sie nicht nur die Genauigkeit um einen Faktor drei verbessern, sondern auch den bisherigen Wert korrigieren.

Die Masse eines einzelnen Protons noch genauer zu bestimmen – das machen die Physiker um Klaus Blaum und Sven Sturm vom Max-Planck-Institut für Kernphysik in...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Operatortheorie im Fokus

20.07.2017 | Veranstaltungen

Technologietag der Fraunhofer-Allianz Big Data: Know-how für die Industrie 4.0

18.07.2017 | Veranstaltungen

DFG unterstützt Kongresse und Tagungen - September 2017

17.07.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

1,4 Millionen Euro für Forschungsprojekte im Industrie 4.0-Kontext

20.07.2017 | Förderungen Preise

Von photonischen Nanoantennen zu besseren Spielekonsolen

20.07.2017 | Physik Astronomie

Bildgebung von entstehendem Narbengewebe

20.07.2017 | Biowissenschaften Chemie