Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Fördererfolg für Wiener Life Science-Forschung

30.01.2014
Das Institut für Molekulare Biotechnologie (IMBA) der Österreichischen Akademie der Wissenschaften (ÖAW) und das Forschungsinstitut für Molekulare Pathologie (IMP) in Wien erhielten Förderzusagen für alle beim ERC im Jahr 2013 eingereichten Projekte.

Die Förderungen des Europäischen Forschungsrats ERC sind unter Wissenschaftlern äußerst begehrt. Sie adeln Forschungsprojekte nicht nur aufgrund ihres Prestiges sondern bedeuten auch finanzielle Zuwendungen von 1,5 bis 2,5 Millionen Euro über einen Zeitraum von fünf Jahren.

Förderansuchen durchlaufen ein entsprechend strenges Auswahlverfahren, die durchschnittliche Erfolgsrate liegt bei rund zehn Prozent. Die Partnerinstitute IMP und IMBA erhielten alle sieben im Jahr 2013 zur Förderung eingereichten Anträge bewilligt – ein außergewöhnlicher Erfolg für die beiden Zentren der Life Science-Forschung in Wien.

Für junge europäische Wissenschaftler stellt besonders der Übergang von der Forschung unter Anleitung zum selbständigen Arbeiten eine Hürde dar, die oft schwer zu meistern ist. Die sogenannten ERC Starting Grants setzen hier mit finanzieller Unterstützung an, auch um die Abwanderung junger Talente zu begrenzen. Consolidator Grants helfen bereits etablierten Forschern dabei, ihre Programme bzw. Teams zu stärken.

Advanced Grants schließlich unterstützen führende Wissenschaftler dabei, visionäre Projekte mit hohem finanziellen Aufwand umzusetzen. Alle drei Förderschienen stützen sich auf Evaluierung durch internationale Experten, wobei wissenschaftliche Exzellenz das einzige Kriterium darstellt.

Am IMP wurden im Jahr 2013 drei Starting Grants beim ERC eingereicht. Das IMBA suchte um zwei Starting Grants, einen Consolidator Grant und einen Advanced Grant an. Alle sieben Ansuchen waren erfolgreich. Die geförderten Forscher sind:

• Luisa Cochella, IMP (ERC Starting Grant)
• David Keays, IMP (ERC Starting Grant)
• Johannes Zuber, IMP (ERC Starting Grant)
• Stefan Ameres, IMBA (ERC Starting Grant)
• Kikue Tachibana-Konwalski, IMBA (ERC Starting Grant)
• Fumiyo Ikeda, IMBA (ERC Consolidator Grant)
• Josef Penninger, IMBA (ERC Advanced Grant)
Im Jahr 2013 wurden insgesamt 9860 Förderansuchen an den ERC gestellt. 896 davon wurden bewilligt, das entspricht einer Förderrate von 9 Prozent. Die hundertprozentige Erfolgsrate für IMP und IMBA unterstreicht die Bedeutung, die Wien in der internationalen Life Science-Forschung einnimmt. Auch der Campus Vienna Biocenter, an dem die beiden Institute lokalisiert sind, sendet ein deutliches Signal aus: sämtliche nach Österreich vergebenen Life Science Starting Grants 2013 fördern Projekte an diesem Standort.
IMP
Das IMP - Forschungsinstitut für Molekulare Pathologie betreibt in Wien biomedizinische Grundlagenforschung und wird dabei maßgeblich von Boehringer Ingelheim unterstützt. Mehr als 200 ForscherInnen aus 35 Nationen widmen sich der Aufklärung grundlegender molekularer und zellulärer Vorgänge, um komplexe biologische Phänomene im Detail zu verstehen und Krankheitsmechanismen zu entschlüsseln.
IMBA
Das IMBA – Institut für Molekulare Biotechnologie ist ein international anerkanntes Forschungsinstitut mit dem Ziel, molekulare Prozesse in Zellen und Organismen zu erforschen und Ursachen für die Entstehung humaner Erkrankungen aufzuklären. Unabhängige wissenschaftliche Arbeitsgruppen arbeiten an biologischen Fragestellungen aus den Bereichen Zellteilung, Zellbewegung, RNA-Interferenz und Epigenetik, ebenso wie an unmittelbaren medizinischen Fragestellungen aus den Gebieten Onkologie, Stammzellforschung und Immunologie. Das IMBA ist eine 100% Tochtergesellschaft der ÖAW.
Rückfragehinweis IMP
Dr. Heidemarie Hurtl
IMP Communications
1030, Dr. Bohr-Gasse 7
Tel. +43 1 79730-3625
hurtl@imp.ac.at
Rückfragehinweis IMBA
DI (FH) Elena Bertolini, MA
IMBA Communications
1030, Dr. Bohr-Gasse 3
Tel: +43 1 797 30-3824
elena.bertolini@imba.oeaw.ac.at

Dr. Heidemarie Hurtl | idw
Weitere Informationen:
http://www.imba.oeaw.ac.at
http:// www.imp.ac.at

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht ERC-Grants: Fünf neue Projekte an der LMU
11.08.2017 | Ludwig-Maximilians-Universität München

nachricht Krankheitserreger beim Reis blockieren
10.08.2017 | Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Forscher entwickeln maisförmigen Arzneimittel-Transporter zum Inhalieren

Er sieht aus wie ein Maiskolben, ist winzig wie ein Bakterium und kann einen Wirkstoff direkt in die Lungenzellen liefern: Das zylinderförmige Vehikel für Arzneistoffe, das Pharmazeuten der Universität des Saarlandes entwickelt haben, kann inhaliert werden. Professor Marc Schneider und sein Team machen sich dabei die körpereigene Abwehr zunutze: Makrophagen, die Fresszellen des Immunsystems, fressen den gesundheitlich unbedenklichen „Nano-Mais“ und setzen dabei den in ihm enthaltenen Wirkstoff frei. Bei ihrer Forschung arbeiteten die Pharmazeuten mit Forschern der Medizinischen Fakultät der Saar-Uni, des Leibniz-Instituts für Neue Materialien und der Universität Marburg zusammen Ihre Forschungsergebnisse veröffentlichten die Wissenschaftler in der Fachzeitschrift Advanced Healthcare Materials. DOI: 10.1002/adhm.201700478

Ein Medikament wirkt nur, wenn es dort ankommt, wo es wirken soll. Wird ein Mittel inhaliert, muss der Wirkstoff in der Lunge zuerst die Hindernisse...

Im Focus: Exotische Quantenzustände: Physiker erzeugen erstmals optische „Töpfe" für ein Super-Photon

Physikern der Universität Bonn ist es gelungen, optische Mulden und komplexere Muster zu erzeugen, in die das Licht eines Bose-Einstein-Kondensates fließt. Die Herstellung solch sehr verlustarmer Strukturen für Licht ist eine Voraussetzung für komplexe Schaltkreise für Licht, beispielsweise für die Quanteninformationsverarbeitung einer neuen Computergeneration. Die Wissenschaftler stellen nun ihre Ergebnisse im Fachjournal „Nature Photonics“ vor.

Lichtteilchen (Photonen) kommen als winzige, unteilbare Portionen vor. Viele Tausend dieser Licht-Portionen lassen sich zu einem einzigen Super-Photon...

Im Focus: Exotic quantum states made from light: Physicists create optical “wells” for a super-photon

Physicists at the University of Bonn have managed to create optical hollows and more complex patterns into which the light of a Bose-Einstein condensate flows. The creation of such highly low-loss structures for light is a prerequisite for complex light circuits, such as for quantum information processing for a new generation of computers. The researchers are now presenting their results in the journal Nature Photonics.

Light particles (photons) occur as tiny, indivisible portions. Many thousands of these light portions can be merged to form a single super-photon if they are...

Im Focus: Wissenschaftler beleuchten den „anderen Hochtemperatur-Supraleiter“

Eine von Wissenschaftlern des Max-Planck-Instituts für Struktur und Dynamik der Materie (MPSD) geleitete Studie zeigt, dass Supraleitung und Ladungsdichtewellen in Verbindungen der wenig untersuchten Familie der Bismutate koexistieren können.

Diese Beobachtung eröffnet neue Perspektiven für ein vertieftes Verständnis des Phänomens der Hochtemperatur-Supraleitung, ein Thema, welches die Forschung der...

Im Focus: Tests der Quantenmechanik mit massiven Teilchen

Quantenmechanische Teilchen können sich wie Wellen verhalten und mehrere Wege gleichzeitig nehmen, um an ihr Ziel zu gelangen. Dieses Prinzip basiert auf Borns Regel, einem Grundpfeiler der Quantenmechanik; eine mögliche Abweichung hätte weitreichende Folgen und könnte ein Indikator für neue Phänomene in der Physik sein. WissenschafterInnen der Universität Wien und Tel Aviv haben nun diese Regel explizit mit Materiewellen überprüft, indem sie massive Teilchen an einer Kombination aus Einzel-, Doppel- und Dreifachspalten interferierten. Die Analyse bestätigt den Formalismus der etablierten Quantenmechanik und wurde im Journal "Science Advances" publiziert.

Die Quantenmechanik beschreibt sehr erfolgreich das Verhalten von Partikeln auf den kleinsten Masse- und Längenskalen. Die offensichtliche Unvereinbarkeit...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Eröffnung der INC.worX-Erlebniswelt während der Technologie- und Innovationsmanagement-Tagung 2017

16.08.2017 | Veranstaltungen

Sensibilisierungskampagne zu Pilzinfektionen

15.08.2017 | Veranstaltungen

Anbausysteme im Wandel: Europäische Ackerbaubetriebe müssen sich anpassen

15.08.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Neue Einblicke in die Welt der Trypanosomen

16.08.2017 | Biowissenschaften Chemie

Maschinensteuerung an Anwender: Intelligentes System für mobile Endgeräte in der Fertigung

16.08.2017 | Informationstechnologie

Komfortable Software für die Genomanalyse

16.08.2017 | Informationstechnologie