Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Finalisten aus Deutschland, Frankreich und der Schweiz für den EUROPEAN BIOTECHNICA AWARD 2009 nominiert

25.08.2009
Für den diesjährigen BIOTECHNICA AWARD hat die Jury drei Finalisten ausgewählt: Nominiert wurden die biopharmazeutischen Unternehmen NovImmune, Schweiz, TRION Pharma GmbH, Deutschland, und VIVALIS, Frankreich.

Der mit insgesamt 100 000 Euro dotierte Preis zeichnet junge innovative europäische Unternehmen aus den Bereichen Biotechnologie und Life Sciences aus. Er wird von der Deutschen Messe AG, Hannover, und ihren Partnern jährlich ausgelobt.

NovImmune SA

NovImmune entwickelt monoklonale Antikörper zur Behandlung von entzündlichen und immunologischen Erkrankungen. Das Unternehmen mit Sitz im schweizerischen Plan-les-Quates nahe Genf hat bislang sieben monoklonale Antikörper zur Behandlung von Immunkrankheiten entwickelt. Die Produktpalette des Unternehmens reicht von der vorklinischen bis hin zu klinischen Phase II.

Aufgrund ihrer spezifischen Wirkungsmechanismen besitzen alle Portfolioprodukte das Potenzial für eine Weiterentwicklung zu einem Arzneimittel für mehrere medizinische Indikationen. Zwei Wirkstoffe befinden sich in der Anfangsphase der klinischen Entwicklung, der am weitesten fortgeschrittene durchläuft die klinische Phase II. Das Flagschiffprodukt NI-0401/anti-CD3 wird derzeit für die Behandlung von Morbus-Crohn- und Diabetes-I-Patienten sowie zur Anwendung bei Transplantationen getestet. Das 1998 gegründete Unternehmen beschäftigt heute 75 Mitarbeiter.

TRION Pharma GmbH

TRION Pharma ist ein biopharmazeutisches Unternehmen, das trifunktionale Antikörper, genannt Triomab®, entwickelt. Diese Antikörper werden am Standort München produziert. Für die zugrunde liegende Plattformtechnologie besitzt TRION Pharma weltweit Patentschutz. Triomab®-Antikörper aktivieren gleichzeitig mehrere Abwehrmechanismen des patienteneigenen Immunsystems gezielt gegen Krebs. Das Ergebnis: Tumorzellen werden mit bislang unerreichter Präzision und Effizienz zerstört, und das Immungedächtnis wird aktiviert.

Removab® (Catumaxomab) wurde 2009 als erster Vertreter der Triomab®-Familie in Europa zugelassen. Es ist nicht nur das erste zugelassene Medikament zur Behandlung von malignem Aszites (Bauchwassersucht) bei Krebspatienten, sondern auch der erste bispezifische, trifunktionale Antikörper weltweit am Markt. Removab® wird von TRIONs Entwicklungspartner Fresenius Biotech vertrieben.

VIVALIS SA

VIVALIS beliefert die pharmazeutische Industrie mit zellbasierten Lösungen zur Herstellung von Impfstoffen und Proteinen und entwickelt Medikamente zur Vorbeugung und Behandlung von Viruserkrankungen. Das in Frankreich ansässige Unternehmen hat sich auf embryonale Stammzellen und deren praktische Anwendungsmöglichkeiten in der Human- und Tiermedizin spezialisiert. Das aus embryonalen Entenstammzellen gewonnene proprietäre EB66® Zelllinienprogramm weist einzigartige industrielle und regulatorische Eigenschaften auf, wobei die Eier bei der Produktion von Impfstoffen ersetzt und Antikörper mit erhöhter ADCC-Aktivität produziert werden. Neben seinen proprietären Programmen ist VIVALIS mehr als 25 Kooperationen mit Pharma- und Biotechnologie-Konzernen eingegangen. Zusätzlich zu diesen Lizenzpartnerschaften hat VIVALIS es sich zur Aufgabe gemacht, eine Reihe von Impfstoffen und Antikörpern zu entwickeln und herzustellen.

Die elfköpfige internationale Fachjury unter dem Vorsitz von Prof.
Dr. Peter Stadler, CEO, Artemis Pharmaceuticals, Köln, fällt die Entscheidung über den endgültigen Gewinner unmittelbar vor der Preisverleihung am 5. Oktober im Rahmen der BIOTECHNICA-Eröffnungsfeier. Der Erstplatzierte bekommt 30 000 Euro Preisgeld. Zudem erhalten alle Finalisten umfangreiche Sachleistungen. Der Preis wird von den Eröffnungsrednern Janez Potocnik, EU-Kommissar für Forschung und Entwicklung, Dr. Philipp Rösler, Wirtschaftsminister Niedersachsen, Dr. Stefan Marcinoswki, Vorstandsmitglied der BASF und Präsident der Deutschen Industrievereinigung Biotechnologie, sowie Kary Mullis, Nobelpreisträger Chemie, überreicht.
Alle drei Finalisten sind während der BIOTECHNICA vom 6. bis 8.
Oktober in Halle 9, Stand F05/1 vertreten. Weitere Informationen zu den Teilnahmebedingungen sowie über die Preisträger der vergangenen Jahre finden Sie im Internet unter www.biotechnica.de/award_d.

Über die BIOTECHNICA

Die BIOTECHNICA in Hannover ist die europäische Leitveranstaltung für Biotechnologie und Life Sciences. Sie bildet alle Sparten der Biotechnologie ab - von Biotechnik über Laborgeräte, Bioinformatik und Dienstleistungen bis zu den fünf Anwendungsbereichen Pharma/Medizin, Industrie, Ernährung, Landwirtschaft und Umwelt. Seit 1985 wird die BIOTECHNICA von der Deutschen Messe AG am Messeplatz Hannover veranstaltet. Zudem ist die BIOTECHNICA mit der BIOTECH CHINA in Asien und der BIOTECHNICA AMERICA in den USA auch global aufgestellt.

Katharina Siebert | presseportal
Weitere Informationen:
http://www.messe.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht Förderung des Instituts für Lasertechnik und Messtechnik in Ulm mit rund 1,63 Millionen Euro
24.03.2017 | Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau Baden-Württemberg

nachricht TU-Bauingenieure koordinieren EU-Projekt zu Recycling-Beton von über sieben Millionen Euro
24.03.2017 | Technische Universität Kaiserslautern

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Wegweisende Erkenntnisse für die Biomedizin: NAD⁺ hilft bei Reparatur geschädigter Erbinformationen

Eine internationale Forschergruppe mit dem Bayreuther Biochemiker Prof. Dr. Clemens Steegborn präsentiert in 'Science' neue, für die Biomedizin wegweisende Forschungsergebnisse zur Rolle des Moleküls NAD⁺ bei der Korrektur von Schäden am Erbgut.

Die Zellen von Menschen und Tieren können Schäden an der DNA, dem Träger der Erbinformation, bis zu einem gewissen Umfang selbst reparieren. Diese Fähigkeit...

Im Focus: Designer-Proteine falten DNA

Florian Praetorius und Prof. Hendrik Dietz von der Technischen Universität München (TUM) haben eine neue Methode entwickelt, mit deren Hilfe sie definierte Hybrid-Strukturen aus DNA und Proteinen aufbauen können. Die Methode eröffnet Möglichkeiten für die zellbiologische Grundlagenforschung und für die Anwendung in Medizin und Biotechnologie.

Desoxyribonukleinsäure – besser bekannt unter der englischen Abkürzung DNA – ist die Trägerin unserer Erbinformation. Für Prof. Hendrik Dietz und Florian...

Im Focus: Fliegende Intensivstationen: Ultraschallgeräte in Rettungshubschraubern können Leben retten

Etwa 21 Millionen Menschen treffen jährlich in deutschen Notaufnahmen ein. Im Kampf zwischen Leben und Tod zählt für diese Patienten jede Minute. Wenn sie schon kurz nach dem Unfall zielgerichtet behandelt werden können, verbessern sich ihre Überlebenschancen erheblich. Damit Notfallmediziner in solchen Fällen schnell die richtige Diagnose stellen können, kommen in den Rettungshubschraubern der DRF Luftrettung und zunehmend auch in Notarzteinsatzfahrzeugen mobile Ultraschallgeräte zum Einsatz. Experten der Deutschen Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin e.V. (DEGUM) schulen die Notärzte und Rettungsassistenten.

Mit mobilen Ultraschallgeräten können Notärzte beispielsweise innere Blutungen direkt am Unfallort identifizieren und sie bei Bedarf auch für Untersuchungen im...

Im Focus: Gigantische Magnetfelder im Universum

Astronomen aus Bonn und Tautenburg in Thüringen beobachteten mit dem 100-m-Radioteleskop Effelsberg Galaxienhaufen, das sind Ansammlungen von Sternsystemen, heißem Gas und geladenen Teilchen. An den Rändern dieser Galaxienhaufen fanden sie außergewöhnlich geordnete Magnetfelder, die sich über viele Millionen Lichtjahre erstrecken. Sie stellen die größten bekannten Magnetfelder im Universum dar.

Die Ergebnisse werden am 22. März in der Fachzeitschrift „Astronomy & Astrophysics“ veröffentlicht.

Galaxienhaufen sind die größten gravitativ gebundenen Strukturen im Universum, mit einer Ausdehnung von etwa zehn Millionen Lichtjahren. Im Vergleich dazu ist...

Im Focus: Giant Magnetic Fields in the Universe

Astronomers from Bonn and Tautenburg in Thuringia (Germany) used the 100-m radio telescope at Effelsberg to observe several galaxy clusters. At the edges of these large accumulations of dark matter, stellar systems (galaxies), hot gas, and charged particles, they found magnetic fields that are exceptionally ordered over distances of many million light years. This makes them the most extended magnetic fields in the universe known so far.

The results will be published on March 22 in the journal „Astronomy & Astrophysics“.

Galaxy clusters are the largest gravitationally bound structures in the universe. With a typical extent of about 10 million light years, i.e. 100 times the...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Rund 500 Fachleute aus Wissenschaft und Wirtschaft diskutierten über technologische Zukunftsthemen

24.03.2017 | Veranstaltungen

Lebenswichtige Lebensmittelchemie

23.03.2017 | Veranstaltungen

Die „Panama Papers“ aus Programmierersicht

22.03.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Rund 500 Fachleute aus Wissenschaft und Wirtschaft diskutierten über technologische Zukunftsthemen

24.03.2017 | Veranstaltungsnachrichten

Förderung des Instituts für Lasertechnik und Messtechnik in Ulm mit rund 1,63 Millionen Euro

24.03.2017 | Förderungen Preise

TU-Bauingenieure koordinieren EU-Projekt zu Recycling-Beton von über sieben Millionen Euro

24.03.2017 | Förderungen Preise